Drogenkonsum und dessen Legalisierung

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    • Drogenkonsum und dessen Legalisierung

      Antwort auf einen Beitrag aus Bundestagswahlen 2013

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      DrEdwardRichtofen schrieb:

      Auf jeden Fall liegt mir ein Punkt auf dem Herzen: "Drogenpolitik"
      Wenn ich wählen könnte würde ich auf gar keinen Fall eine Prohibitionsparte, wie CDU,FDP oder SPD wählen. Ich finde es einfach falsch Konsumenten von weichen Drogen hinter Gitter zu bringen.


      Du bist 16 Jahre alt?
      Du darfst nichtmal Alkohol trinken oder Zigaretten (!) rauchen und willst dich für die Legalisierung weicher Drogen einsetzen?
      Tut mir leid, wenn ich das so direkt sage, aber irgendwas läuft da doch falsch in der Gesellschaft...

      Im Grunde genommen hat doch fast schon jeder mal Marihuana in seinem Leben probiert [...]

      Ähm ... nööö....
      Und ich verspüre auch nicht das Bedürfnis dazu. cO Ich bin evtl. auch das falsche Beispiel dafür, weil ich sowieso strikt gegen den (meinen - jeder hat sein eigenes Leben) Konsum von irgendwelchen Genussmitteln bin
      Aber auch in meiner engeren Familie hat keiner Erfahrungen mit Gras.

      . Doch woher bekommen die KOnsumenten denn ihre Drogen???? Auf dem Schwarzmarkt!!!!!!! Hier gibt es weder eine Jugendschutzkontrolle, Qualitätskontrolle[...]

      Selbstredend bekommt man auf dem Schwarzmarkt alles, was sonst verboten ist.
      Das ist aber kein Argument dafür, dass wir ab morgen jedem Kind eine schwarz eingeschiffte Waffe aus Mexiko und eine Pulle Heroin in die Brotdose legen.

      Und ja, ich schreibe das alles auch aus Sicht einer 17-jährigen, ich bin auch nicht viel älter als du selbst, aber ich empfinde deinen Post auf sehr vielen Ebenen moralisch recht verwerflich - das hat mit der Sache im Allgemeinen nichts zu tun, sondern eher mit deiner Argumentation.

      Aber das ist ohnehin ein recht weites Feld - wenn ich bei dir Diskussionsbedarf angefacht haben sollte, würde ich vorschlagen, wir verlagern potentielle zukünftige Posts lieber auf ein anderes Thema, damit wir hier nicht ins Offtopic geraten.
    • Pandorra schrieb:


      Du bist 16 Jahre alt?
      Du darfst nichtmal Alkohol trinken oder Zigaretten (!) rauchen und willst dich für die Legalisierung weicher Drogen einsetzen?
      Tut mir leid, wenn ich das so direkt sage, aber irgendwas läuft da doch falsch in der Gesellschaft...


      Meiner Meinung geht es dabei nicht wie alt man sein muss das man sich für eine Legalisierung weicher Drogen einzusetzen. Es können sich ja auch Erwachsene für eine Legalisierung einsetzen entweder um sich selber zu entlasten und/oder andere Konsumenten zu entlasten. Man muss ja nicht selber Konsument sein, es geht einfach nur darum das man endlich nach über 40 Jahre Prohibitionspolitik erkennen sollte das ein Verbot rein überhaupt nichts bringt, sondern eher Schaden verursacht. Es gibt halt Leute die ohne Drogen generell leben können. Doch leider sind das meistens Personen die den Konsum generell kritisieren und der Meinung sind das niemand Drogen konsumieren sollte. Das ist falsch. Mit 18 Jahren ist man sehr wohl in der Lage selbst zu entscheiden was man konsumiert.


      Pandorra schrieb:


      Selbstredend bekommt man auf dem Schwarzmarkt alles, was sonst verboten ist.
      Das ist aber kein Argument dafür, dass wir ab morgen jedem Kind eine schwarz eingeschiffte Waffe aus Mexiko und eine Pulle Heroin in die Brotdose legen.


      Ja im Grunde genommen hast du Recht aber Waffen sind meiner Meinung was ganz anderes als Drogen mit denen man höchstens sich selbst schadet. Ich finde es auch richtig das Waffen nicht für jeden zugänglich sind. Es ist aber viel schwieriger an Schusswaffen auf dem Schwarzmarkt zu kommen als zum Beispiel Gras. In den Niederlanden kann man ja auch im Coffee Shop sich Gras legal kaufen und in der Niederlande kifft ja auch nicht jeder. Zu denken das dann jeder nach einer Legalisierung total zugedröhnt durch die Straßen läuft ist totaler Quatsch.
      Naja ich hoffe einfach nur das bei den Wahlen sich diesbezüglich was ändert ;)
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    • >>> Geeignetes Diskussionsthema eröffnet > Beiträge verschoben

      DrEdwardRichtofen schrieb:

      Meiner Meinung geht es dabei nicht wie alt man sein muss das man sich für eine Legalisierung weicher Drogen einzusetzen. Es können sich ja auch Erwachsene für eine Legalisierung einsetzen entweder um sich selber zu entlasten und/oder andere Konsumenten zu entlasten.

      Es geht einfach darum, dass das ein Thema ist, dass dich im Normalfall gar nicht tangieren dürfte. Nach deiner eigenen Theorie sollte es wenn dann erst ab 18 legal sein. Mir stellt sich die Frage, warum ein 16-jähriger dann Gedanken über sowas macht, wenn er es denn nicht selbst konsumieren wollte und die 18 Jahre nur angibt, weil die härteren "Rauschmittel" (Alkohol) ebenfalls ab 18 sind.
      Man sollte mit 16 Jahren auch (noch?) keine Meinung darüber haben, wie schädlich solche "weichen" Drogen sind - ich persönlich finde ja, man muss die allgemein nicht probiert haben - auch nicht, wenn man älter ist.

      Man muss ja nicht selber Konsument sein, es geht einfach nur darum das man endlich nach über 40 Jahre Prohibitionspolitik erkennen sollte das ein Verbot rein überhaupt nichts bringt, sondern eher Schaden verursacht.

      Nja, wie gesagt - nur, weil gegen ein Verbot verstoßen wird, ist es noch lange keine Begründung, dieses aufzuheben. Im Gegenteil

      Doch leider sind das meistens Personen die den Konsum generell kritisieren und der Meinung sind das niemand Drogen konsumieren sollte. Das ist falsch. Mit 18 Jahren ist man sehr wohl in der Lage selbst zu entscheiden was man konsumiert.

      Ja im Grunde genommen hast du Recht aber Waffen sind meiner Meinung was ganz anderes als Drogen mit denen man höchstens sich selbst schadet.


      Ja, ich kritisiere den Konsum allgemein. Ich kritisiere auch übermäßigen Alkoholkonsum, ich kritisiere auch übermäßiges Zigarrettenrauchen. Nur sind die letzten beiden Beispiele gesellschaftlich mehr oder weniger anerkannt und daher fällt es schwer, mit dieser Kritik Fuß zu fassen.

      Dass man damit nur sich selbst gefährdet, ist einerseits nicht wahr, andererseits aber doch schlimm genug, oder nicht?
      Das Rauchen ist dazu wohl das einfachste Beispiel - man ist als Passivraucher mitgeschädigt, ob man will oder nicht. Und man ist nicht immer in der Position, dem Gegenüber den Glimmstängel nach innen zu drücken.

      Für den Konsum von Genussmitteln reicht es dann aus, sich in das nächste Auto zu setzen und loszufahren.
      Klar wird Alkoholismus am Steuer geahndet, aber seien wir doch mal ehrlich; An Alkohol kommt man leichter, als an Marihuana und mir kamen mehr Unfälle wegen Trunkenheit am Steuer zu Ohren, als die, bei denen der Fahrer einfach zugedröhnt war.
      Legalisation solcher Drogen gibt dem Alkohol also einen Kumpanen (oder Konkurrenten?)

      Ich habe in meinem Leben oft genug erlebt, dass Menschen nicht besonders bewusst mit ihren Rechten und Pflichten umgegangen sind - dem muss man meiner Meinung nach nicht noch mehr Zündstoff geben.
    • Pandorra schrieb:


      Es geht einfach darum, dass das ein Thema ist, dass dich im Normalfall gar nicht tangieren dürfte. Nach deiner eigenen Theorie sollte es wenn dann erst ab 18 legal sein. Mir stellt sich die Frage, warum ein 16-jähriger dann Gedanken über sowas macht, wenn er es denn nicht selbst konsumieren wollte und die 18 Jahre nur angibt, weil die härteren "Rauschmittel" (Alkohol) ebenfalls ab 18 sind.
      Man sollte mit 16 Jahren auch (noch?) keine Meinung darüber haben, wie schädlich solche "weichen" Drogen sind - ich persönlich finde ja, man muss die allgemein nicht probiert haben - auch nicht, wenn man älter ist.



      Ja aber es gibt genug Menschen die schonmal Erfahrungen mit Marihuana gemacht haben als sie noch unter 18 waren. Es geht mir auch gar nicht darum das Marihuana für 16 Jährige legal zu bekommen ist. Mir geht es darum vorallem auch diese Jugendliche zu entkriminalisieren, falls sie mal von der Polizei erwischt werden. Klar ist es nicht gut unter 18 Jahren regelmäßig zu kiffen, aber es ist nicht besser diesen Jugendlichen wegen einer Pflanze ihre Berufliche Zukunfft zu versauen.

      Pandorra schrieb:


      Nja, wie gesagt - nur, weil gegen ein Verbot verstoßen wird, ist es noch lange keine Begründung, dieses aufzuheben. Im Gegenteil


      Wenn dieses Verbot aber dafür zuständig ist das die Steuerzahler bzw. der Staat mehrereMillionen dafür ausgeben müssen um Konsumenten und Dealer zu entlarven und zu bestrafen.......... denn eins ist klar: Der "War on Drugs" ist verloren. Bestes Beispüiel ist in Mexiko, wo mehrere 1000 Menschen sterben und auch unschuldige Bewohner des Gebietes. Die einzigste Möglichkeit den Schwarzmarkt auszumerzen ist es Drogen zu legalisieren und den Verkauf in staatlich kontrollierten Verkaufsstellen zu gewährleisten



      Pandorra schrieb:


      Dass man damit nur sich selbst gefährdet, ist einerseits nicht wahr, andererseits aber doch schlimm genug, oder nicht?
      Das Rauchen ist dazu wohl das einfachste Beispiel - man ist als Passivraucher mitgeschädigt, ob man will oder nicht. Und man ist nicht immer in der Position, dem Gegenüber den Glimmstängel nach innen zu drücken.

      Für den Konsum von Genussmitteln reicht es dann aus, sich in das nächste Auto zu setzen und loszufahren.
      Klar wird Alkoholismus am Steuer geahndet, aber seien wir doch mal ehrlich; An Alkohol kommt man leichter, als an Marihuana und mir kamen mehr Unfälle wegen Trunkenheit am Steuer zu Ohren, als die, bei denen der Fahrer einfach zugedröhnt war.
      Legalisation solcher Drogen gibt dem Alkohol also einen Kumpanen (oder Konkurrenten?)


      Ja deswegen wurden ja auch Gesetze entworfen die es Rauchern verbietet in Gaststätten zu rauchen. Bei Eltern liegt es eigentlich in ihrer Verantwortung dafür zu sorgen nicht in der Wohnung zu rauchen falls sie rauchen. Denn du hast in dem Punkt vollkommen Recht: Passivrauchen ist schlecht für die Gesundheit. Aber dennoch sollte es jedem überlassen sein was er konsumiert auch wenn es seinem eigenmen Körper schadet. Denn ich empfinde es als unfair das man Alkohol, bei dem jedes Jahr alleine in Deutschland extrem viele Menschen sterben, ab 16 legal in jedem Supermakt kriegt, während Marihuana so verteufelt wird. Fakt ist: Noch niemand ist an einer Überdosierung oder durch den Konsum von Gras gestorben.
      Marihuana intus am Steuer ist genau so scheißße wie Alkoholismus vorm Steuer. Aber Konsumenten von Gras werden unfair behandelt. Hat jemand einen Eintrag in seiner Aktewegen Verstoß gegen das BtmG und will einen Führerschein machen so muss er regelmäßig Urintests machen und diese dürfen nie positiv auffallen. Das ist eine große Ungerechtigkeit
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    • DrEdwardRichtofen schrieb:

      Klar ist es nicht gut unter 18 Jahren regelmäßig zu kiffen, aber es ist nicht besser diesen Jugendlichen wegen einer Pflanze ihre Berufliche Zukunfft zu versauen.

      Ich finde es deutlich schlimmer, ihnen das Zeug dann auch noch zugänglich zu machen.
      Und ganz ehrlich; Wenn sie meinen, sie sind alt genug, sich das Zeug durchzuziehen, sind sie auch alt genug, die Konsequenzen zu tragen.

      Wenn Drogen so hart verboten sind, ist die Hemmschwelle auch größer.
      Ich sehe das ja in meinem Umfeld; Die meisten von denen saufen sich die Hucke voll, wann immer sie die Gelegenheit haben. Kiffen tun aber deutlich weniger.


      Die einzigste Möglichkeit den Schwarzmarkt auszumerzen ist es Drogen zu legalisieren und den Verkauf in staatlich kontrollierten Verkaufsstellen zu gewährleisten

      Aber dennoch sollte es jedem überlassen sein was er konsumiert auch wenn es seinem eigenmen Körper schadet.

      Und da sind wir wieder am Punkt.
      Diese Regeln scheinen ja für die Befürworter nur für die weichen Drogen zu gelten. Wieso? Was macht den Unterschied?
      Wieso sollten wir dann nicht gleich auch harte Sachen legalisieren - ist ja jedem seine eigene Entscheidung?
      Niemand denkt auch nur im entferntesten darüber nach, Drogen mit weitaus höherem Schadenspotential zu legalisieren - wieso wohl?

      Hat jemand einen Eintrag in seiner Aktewegen Verstoß gegen das BtmG und will einen Führerschein machen so muss er regelmäßig Urintests machen und diese dürfen nie positiv auffallen. Das ist eine große Ungerechtigkeit


      Ich bin mir nicht sicher, was die Sachlage angeht, aber ich denke doch, dass es bei vorhergehenden Alkoholdelikten eine ähnliche Prozedur gibt.
      Ich bin kein Jurist, aber ich würde es doch sehr beunruhigend finden, wenn ein auffällig gewordener Säufer ohne Weiteres einen Führerschein beantragen kann.
      Wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, würde ich behaupten, dass da 'was im System faul ist, aber ich deswegen den Marihuana-Rauchern kein grünes Licht geben würde.
    • Pandorra schrieb:

      Ich finde es deutlich schlimmer, ihnen das Zeug dann auch noch zugänglich zu machen.
      Und ganz ehrlich; Wenn sie meinen, sie sind alt genug, sich das Zeug durchzuziehen, sind sie auch alt genug, die Konsequenzen zu tragen.

      Wenn Drogen so hart verboten sind, ist die Hemmschwelle auch größer.
      Ich sehe das ja in meinem Umfeld; Die meisten von denen saufen sich die Hucke voll, wann immer sie die Gelegenheit haben. Kiffen tun aber deutlich weniger.


      Die Frage sollte lauten warum schaut die Gesellschaft bei rauchenden oder saufenden Jugendliche weg und warum zeigt man mit dem Finger auf kiffende? Ich bin mir ziemlich sicher wenn Alkohol erst jetzt entdeckt werden würde, wäre es sofort illegal. Warum sollten 18 Jährige Konsequenzen tragen für ihren Konsum von weichen Drogen? Der Staat könnte ja davon auch profitieren wenn er leichte Drogen legalisieren würde. Denn dann könnte er das ganze Sache besteuern. In Deutschland leben über 2 Millionen Dauerkonsumenten von Marihuana. Das wäre eine ordentliche Summe diedann zusammenkommen würde. Dieses Geld wiederum kann man für Soziale Projekte einsetzen. Das wäre viel klüger.


      Pandorra schrieb:


      Und da sind wir wieder am Punkt.
      Diese Regeln scheinen ja für die Befürworter nur für die weichen Drogen zu gelten. Wieso? Was macht den Unterschied?
      Wieso sollten wir dann nicht gleich auch harte Sachen legalisieren - ist ja jedem seine eigene Entscheidung?
      Niemand denkt auch nur im entferntesten darüber nach, Drogen mit weitaus höherem Schadenspotential zu legalisieren - wieso wohl?


      Das ist eine schwierige Frage........ Nur bei Drogen wie z.B. Cloud 9, Crystal Meth, Heroin schadet man auf Dauer des Konsums nicht nur noch sich selber sondern auch der Gesellschaft vorallem Cloud 9. Man dreht durch, wird paranoid und ist eine tickende Zeitbombe. Asien (Thailand) hatte ein großes Drogenproblem mit Amphetaminen. Es gibtauch Videos wo ein Mann blutverschmiert mit einem Messer eine Frau als Geisel gefangen hält. Bei weichen Drogen schaden die Konsumenten nur sich selber und nicht der gesellschaft.
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    • Edward schrieb:

      Ja im Grunde genommen hast du Recht aber Waffen sind meiner Meinung was ganz anderes als Drogen mit denen man höchstens sich selbst schadet.


      Das ist erst mal völlig falsch. Jemand der Marihuana zu sich nimmt ist für den Verkehr nicht mehr tauglich, es ist bewiesen, dass ein erhöhtes Unfallrisiko besteht, wenn derjenige zugedröhnt am Steuer sitzt. Jeder weiß wie es sich verhält, wenn man bei einem Alkoholrausch Personen in seinem PKW mit sich führt, sowas ist absolut unverantwortlich, gleiches gilt auch bei kiffen.

      Edward schrieb:

      Doch leider sind das meistens Personen die den Konsum generell kritisieren und der Meinung sind das niemand Drogen konsumieren sollte. Das ist falsch. Mit 18 Jahren ist man sehr wohl in der Lage selbst zu entscheiden was man konsumiert.


      Ja und Leute die kiffen stimmen der Aufhebung des Verbotes generell zu, schon klar.

      Ich bin zwar auch der Meinung, dass man ab 18 für sich selbst entscheiden sollte, was man konsumiert, aber so wie es bei der Jugend heutzutage aussieht, denke ich, dass sie es immer weniger einschätzen können, welch Folgen diese Drogen haben können. Alkoholismus ist schon schlimm genug, daran sterben jährlich schon tausende. Jugendliche fangen heute schon früh an, sogenannte "Genussmittel" zu konsumieren und bei der Aufhebung des Verbotes würden sicher noch viel mehr junge Leute anfangen, Marihuana zu konsumieren. Über die gesundheitlichen Folgen redet hier natürlich keiner, was ich nicht verstehen kann. Nicht nur das die Droge als Einstiegsdroge für härtere Stoffe gilt, sie kann auch Psychosen und Schizophrenie verursachen.


      Schauen wir uns doch mal das bekannte Modell von David Nutt aus dem Jahre 2010 an:



      Viele denken, Marihuana wird verteufelt und die Wirkung würde wesentlich geringer ausfallen, vor allem wird eine Aufhebung deshalb befürwortetet. Das Diagramm wird aber völlig falsch interpretiert! Jeder normale Mensch weiß, dass Heroin wesentlich schädlicher ist als eine Flasche Bier. Alkohol ist hier deshalb so schädlich, weil die Verfügbarkeit so hoch ist. Was denkt man, würde passieren, wenn Cannabis auf einmal legal werden würde? Bei der nächsten Studie würde die Droge auf jeden Fall weit vorne dabei sein.

      Man fand heraus, dass Abhängigkeit und der Faktor, um den Cannabis als Einstiegsdroge zu härteren gilt, deutlich geringer ausfällt, wenn der Konsument das 21 Lebensjahr erreicht hat. Demnach würde ich eine Legalisierung befürworten, wenn die Droge ab 21 Jahren freigegeben würde. Natürlich ist das völlig naiv! Die meisten Jugendlichen fangen ohnehin schon mit 13-14 an, Zigaretten, Alkohol und Gras zu konsumieren. Demnach halte ich eine Legalisierung von Cannabis ebenso wie Pandorra für falsch.

      Und bevor man falsches denkt: Ich führe ganz sicher kein zölibatäres Leben. Ich habe früher selbst eine Zeitlang Marihuana/Haschisch konsumiert und mein halber Freundeskreis tut es auch jetzt noch. Trotzdem kann man Cannabis nicht einfach mit Zigaretten gleichstellen, so harmlos ist es dann doch wieder nicht.

      Edward schrieb:

      Klar ist es nicht gut unter 18 Jahren regelmäßig zu kiffen, aber es ist nicht besser diesen Jugendlichen wegen einer Pflanze ihre Berufliche Zukunfft zu versauen.


      Sehr ironisch. Fakt ist wohl, dass der Jugendliche seine Zukunft mit dem täglichen Konsum von Drogen selbst kaputt macht. Muss dazu aber sagen, dass mir die Strafen, die so ein Konsum nach sich ziehen, unbekannt sind, aber ich nehme ja auch keine illegalen Drogen und muss mir darüber wohl keine Gedanken machen. *lach*

      An sich ist es aber wohl richtig. Jemand der Drogen nimmt, ist kein Krimineller, er ist ein Opfer. genau davor möchte uns der Staat bewahren, da geht es nicht um Bevormundung.


      Edward schrieb:

      Wenn dieses Verbot aber dafür zuständig ist das die Steuerzahler bzw. der Staat mehrereMillionen dafür ausgeben müssen um Konsumenten und Dealer zu entlarven und zu bestrafen.......... denn eins ist klar: Der "War on Drugs" ist verloren. Bestes Beispüiel ist in Mexiko, wo mehrere 1000 Menschen sterben und auch unschuldige Bewohner des Gebietes. Die einzigste Möglichkeit den Schwarzmarkt auszumerzen ist es Drogen zu legalisieren und den Verkauf in staatlich kontrollierten Verkaufsstellen zu gewährleisten


      Kein gutes Beispiel. Du möchtest ja die Legalisierung in Deutschland und wir sind nicht Mexico. Kann nicht bestätigen, dass es hier wie im wilden Westen vor sich geht. Und nur weil man nicht alle Dealer entlarven kann, muss man nicht alles legalisieren. Dann müsste man ja auch Heroin legalisieren und jede neu auf den Markt erscheinende Designer-Droge, was soll das für eine Lösung sein? Und wenn man Cannabis legalisiert, dann gibt der Staat eben Geld für die Schadensbegrenzung aus, ich seh da kein Unterschied.

      Edward schrieb:

      Denn ich empfinde es als unfair das man Alkohol, bei dem jedes Jahr alleine in Deutschland extrem viele Menschen sterben, ab 16 legal in jedem Supermakt kriegt, während Marihuana so verteufelt wird. Fakt ist: Noch niemand ist an einer Überdosierung oder durch den Konsum von Gras gestorben.


      Liegt wohl aber auch nur daran, dass die Verfügbarkeit von Cannabis niedriger ausfällt als beim Alkohol, aber es wurde schon von mir oben erläutert. Diesen Fakt darfst du aber auch nicht übersehen.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Uah, lasst mich ma einsteigen.

      Also ohne groß ins Detail zugehen: Ich rauche und trinke. Manchmal mehr manchmal weniger und habe auch das ein oder andere härtere Zeug probiert in der Vergangenheit.

      Bin also kein Vorbild im klassischen Sinne, aber kann so vielleicht etwas besser nachvollziehen wie sich das auswirkt.
      Ich würde sagen, dieses Zeug zu legalisieren ist schwierig.

      Alkohol wirkt zum Beispiel viel langsamer, ist also "leichter" zu kontrollieren und die Konsumenten reagieren nicht sofort.
      Anders bei harten Drogen wie E oder Crystal, ja sogar Gras wirkt da extremer.

      Ich finde nicht, dass man nach Konsum von derartigen Mittelchen noch irgendwie im Stande ist, klar zu urteilen was man machen kann ohne andere zu gefährden.
      Das Bewusstsein wird teilweise so stark beeinflusst, dass man gar keine Ahnung mehr hat was man eigentlich macht.
      Bzw. man verliert die Fähigkeit Konsequenzen einzuschätzen.

      Man müsste sich mit ärztlicher Hilfe eine gewisse Dosis feststellen lassen die man verträgt und welche trotzdem genug Wirkung zeigt.
      Diese Schwelle variiert von Mensch zu Mensch relativ stark, kennt man ja von Alkohol.

      Manche gehen auch direkt auf 'nen Horrortrip nach einem gestrecktem Stängel.
      Halte ich von daher also für sehr schwierig.
      Da sollten wir unsere Ärzte für besseres benutzen.

      EDIT:
      Wenns nach mir ginge, könnte man eine Art Testphase einleiten, in der Statistiken von Unfällen und Übergriffen aufgezeichnet werden.
      Dann sieht man ja ob sich das insgesamt negativ auf diese Quoten auswirken würde.
      Aber ich denke, dass das der Fall sein wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Blueprint () aus folgendem Grund: PS

    • Ich finde weder Testphase noch Legalisierung dürfen hier erlaubt werden.
      Ja. Ich bin selber noch unerfahren darin und habe allgemein keine große Lust irgendwelche Suchtmittel zu probieren.

      Marihuana gilt jetzt, als leichter Droge. Und was ist dann? Es wird eine Welle geben den mittlerweile kann man sogar LSD als leichte Droge zählen. So ein paar bunte Bilder vor den Augen sind ja nix gegen eine Droge die Menschen teilweise zu lebendigen Zombies macht.
      Warum also nicht auch so was legalisieren, denn es ist ja einfach.
      Die erste Zeit, wo Zigaretten richtig legalisiert wurden und für alle erreichbar waren, war auch eine reine Katastrophe gewesen. Alle vergaßen das nur.
      Überall wurde gequalmt, es war ein Modetrend, der anscheinend wieder zu kehren scheint. Viele in meiner Schule rauchen und trinken und ich werde schief angesehen, wenn ich sage, dass ich noch nie Zigaretten probiert habe oder Shisha (wie auch immer das geschrieben wird).
      Und die alle bekommen ihre Zigaretten von Älteren, die volljährigen sind und dies sich holen können.
      So. Und nun legalisieren wir mal ein paar weichere Drogen.
      Ich werde bloß ein paar Tage warten müssen, bis jemand zugedröhnt zur Schule kommt, denn wir hatten schon ein paar Genies die meinten, dass sie sich Alkohol mit in die Schule nehmen müssten und sich da betrinken.

      Zu mal, wenn jetzt alle ran kommen. Was ist mit den umstehenden?
      Ich bin heil froh, dass man nicht mehr überall rauchen kann. Bei einfachem Rauch fang ich schon an zu röcheln und ich bin nicht die einzige. Derzeitig sind Allergien groß im Trend und Asthma auch.
      Stellt euch mal vor jemand geht dann Gras rauchen, wenn das ja schon legal ist. Und es wird hundertprozentig passieren, dass jemand dies in der Öffentlichkeit tun wird.
      Ich will wirklich nicht paranoid klingen, aber dann wird es wirklich mehr Probleme für solch Leute geben, wenn nicht mehr Krankenwageneinsätze.
      [SIGPIC]https://spindash.de/forum/signaturepics/sigpic501_56.gif[/SIGPIC]
    • Miles schrieb:

      Das ist erst mal völlig falsch. Jemand der Marihuana zu sich nimmt ist für den Verkehr nicht mehr tauglich, es ist bewiesen, dass ein erhöhtes Unfallrisiko besteht, wenn derjenige zugedröhnt am Steuer sitzt. Jeder weiß wie es sich verhält, wenn man bei einem Alkoholrausch Personen in seinem PKW mit sich führt, sowas ist absolut unverantwortlich, gleiches gilt auch bei kiffen.


      Das man im zugedröhnten Zustand eine Bedrohung für sich und alle anderen im Straßenverkehr ist, egal was für eine Droge man zu sich genommen hat ist klar. Es sollte jedem Konsumenten von Alkohol, etc. klar sein wenn man Drogen zu sich nimmt danach nicht mehr vor dem Steuer zu setzen. Ich habe nur gemeint das der Konsum an sich keine Bedrohung für andere darstellt, wenn schon nur sich selbst.

      Miles schrieb:


      Ich bin zwar auch der Meinung, dass man ab 18 für sich selbst entscheiden sollte, was man konsumiert, aber so wie es bei der Jugend heutzutage aussieht, denke ich, dass sie es immer weniger einschätzen können, welch Folgen diese Drogen haben können. Alkoholismus ist schon schlimm genug, daran sterben jährlich schon tausende. Jugendliche fangen heute schon früh an, sogenannte "Genussmittel" zu konsumieren und bei der Aufhebung des Verbotes würden sicher noch viel mehr junge Leute anfangen, Marihuana zu konsumieren. Über die gesundheitlichen Folgen redet hier natürlich keiner, was ich nicht verstehen kann. Nicht nur das die Droge als Einstiegsdroge für härtere Stoffe gilt, sie kann auch Psychosen und Schizophrenie verursachen.


      Du hast Recht die meisten Jugendlichen konsumieren die Drogen meiner Meinung nach auch Respektlos und riskieren dabei ihre Gesundheit indem sie mit ihren Freunden sogenannte Wettbewerbe machen wer am meisten verträgt. Das ist vorallem bei Pillen oder Alkohol gefährlich da die Wirkung meistens später auftritt. Beim Cannabis Konsum setzt die Wirkung relativ schnell ein (rauchen). Wenn man merkt das man zuviel geraucht hat kotzt man vielleicht kurz und geht danach gleich pennen. Anders als bei Alkohol wo man meistens ärztliche Behandlung benötigt.


      Miles schrieb:


      Viele denken, Marihuana wird verteufelt und die Wirkung würde wesentlich geringer ausfallen, vor allem wird eine Aufhebung deshalb befürwortetet. Das Diagramm wird aber völlig falsch interpretiert! Jeder normale Mensch weiß, dass Heroin wesentlich schädlicher ist als eine Flasche Bier. Alkohol ist hier deshalb so schädlich, weil die Verfügbarkeit so hoch ist. Was denkt man, würde passieren, wenn Cannabis auf einmal legal werden würde? Bei der nächsten Studie würde die Droge auf jeden Fall weit vorne dabei sein.


      Das stimmt nicht ganz. In den Niederlanden wird sogar statistisch weniger gekifft als in Deutschland, obwohl man es ganz einfach und legal erwerben kann. Der einzigste Grund ist das der Schwarzmarkt für Gras in Deutschland größer ist als dort drüben. Hier gilt kein Altersschutz, etc. Und ich sage es nochmal man kann den Schwarzmarkt nichtanders effektiv bekämpfen das hat man in den 40 Jahren falscher Drogenpolitik ja jetzt gesehen. In den staatlich kontrollierten Verkaufsstellen bekommen die Kinder kein Gras mehr. Und es wird immer schwieriger für sie was auf dem Schwarzmarkt was zu bekommen. Es wird nie einen 100% Jugend/Verbraucherschutz geben aber es ist bessser weiche Drogen zu legalisieren als zu kriminalisieren.

      Miles schrieb:


      Man fand heraus, dass Abhängigkeit und der Faktor, um den Cannabis als Einstiegsdroge zu härteren gilt, deutlich geringer ausfällt, wenn der Konsument das 21 Lebensjahr erreicht hat. Demnach würde ich eine Legalisierung befürworten, wenn die Droge ab 21 Jahren freigegeben würde. Natürlich ist das völlig naiv! Die meisten Jugendlichen fangen ohnehin schon mit 13-14 an, Zigaretten, Alkohol und Gras zu konsumieren. Demnach halte ich eine Legalisierung von Cannabis ebenso wie Pandorra für falsch.


      Das stimmt zum Teil, aber die eigentlichte erste Einstiegsdroge vor Marihuana sind Alkohol und dann gefolgt vom Tabak. Es gibt eigentlich niemanden der Cannabis raucht und davor noch nie Tabak konsumiert hat. Und an die härteren Drogen kommen die meisten nur wegen dem Schwarzmarkt. Irgendwann wird man halt auch mal darauf angesprochen ob man mal Ecstasy oder andere Drogen probieren möchte. Wäre Marihuana legal würde es sicherlich weniger Konsumenten von härteren Drogen geben.

      Miles schrieb:


      Und bevor man falsches denkt: Ich führe ganz sicher kein zölibatäres Leben. Ich habe früher selbst eine Zeitlang Marihuana/Haschisch konsumiert und mein halber Freundeskreis tut es auch jetzt noch. Trotzdem kann man Cannabis nicht einfach mit Zigaretten gleichstellen, so harmlos ist es dann doch wieder nicht.


      Tabak ist viel schlimmer als Marihuana. Tabak legt die meisten Konsumenten von legalen Drogen ins Grab. Es gibt sogar Studien die vermuten das Cannabis gut für das Gehirnwachstum ist.



      Miles schrieb:


      Kein gutes Beispiel. Du möchtest ja die Legalisierung in Deutschland und wir sind nicht Mexico. Kann nicht bestätigen, dass es hier wie im wilden Westen vor sich geht. Und nur weil man nicht alle Dealer entlarven kann, muss man nicht alles legalisieren. Dann müsste man ja auch Heroin legalisieren und jede neu auf den Markt erscheinende Designer-Droge, was soll das für eine Lösung sein? Und wenn man Cannabis legalisiert, dann gibt der Staat eben Geld für die Schadensbegrenzung aus, ich seh da kein Unterschied.


      Ich finde es war kein schlechtes Beispiel. Das Beispiel zeigt nur wie weit diese falsche Drogenpolitik gehen kann und das es Zeit ist andere Lösungen zu finden ;) Selbst wenn der Staat dann eben das geld lieber für die Schadensbegrenzung und Präventionen für Süchtige ausgibt finde ich das viel besser, denn das Geld wird dann meiner Meinung viel besser angelegt.
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    • DrEdwardRichtofen schrieb:

      Das stimmt nicht ganz. In den Niederlanden wird sogar statistisch weniger gekifft als in Deutschland, obwohl man es ganz einfach und legal erwerben kann.

      Vorsicht! Bei allen Vergleichen mit den Niederlanden darf man nie vergessen, dass die Gesellschaft und der Umgang mit Mariuhanna dort eben schon lange völlig anders ist als hier. Das kann man nicht einfach gleichsetzen, denn das Verständnis von Drogen wie eben Gras ist hier in Deutschland nicht so sehr gegeben. Mit einer Legalisierung müsste es erstmal große Kampagnen zur Aufklärung und Prävention geben und mir kann keiner erzählen, dass der Staat diese Investitionen machen würde.

      Tabak ist viel schlimmer als Marihuana. Tabak legt die meisten Konsumenten von legalen Drogen ins Grab. Es gibt sogar Studien die vermuten das Cannabis gut für das Gehirnwachstum ist.

      Und womit wird Mariuhanna konsumiert? In Form von selbst gedrehten Zigaretten mit Tabak. Viele Leute in meinem ehemaligen Freundeskreis haben gekifft und der Canabisanteil in diesen "Joints" war meist eher verschwindend gering. Natürlich gibt es noch die Wasserpfeife, aber auch dieser kalte Rauch kann ebenso gefährlich wie der einer Zigarette sein, da der "feinere" Rauch viel tiefer in die feinen Verästelungen der Lungen eindringt.
    • LittleMissDevil schrieb:


      Und womit wird Mariuhanna konsumiert? In Form von selbst gedrehten Zigaretten mit Tabak. Viele Leute in meinem ehemaligen Freundeskreis haben gekifft und der Canabisanteil in diesen "Joints" war meist eher verschwindend gering. Natürlich gibt es noch die Wasserpfeife, aber auch dieser kalte Rauch kann ebenso gefährlich wie der einer Zigarette sein, da der "feinere" Rauch viel tiefer in die feinen Verästelungen der Lungen eindringt.


      Ja das stimmt. Die meisten rauchen das Gras halt in Joints und da es viel zu teuer ist pur zu rauchen, mischt man halt das ganze mit Tabak. Das heißt eigentlich auch das ein Großteil der Kiffer auch Kippen rauchen. Manche machen das aber auch mit dem Mischkonsum weil man nicht so richtig stark high sein möchte und/oder weil sie es aufhaben wollen. Am Besten ist es eigentlich die Bong zu benutzen.
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    • Edward schrieb:

      Beim Cannabis Konsum setzt die Wirkung relativ schnell ein (rauchen). Wenn man merkt das man zuviel geraucht hat kotzt man vielleicht kurz und geht danach gleich pennen. Anders als bei Alkohol wo man meistens ärztliche Behandlung benötigt.


      Haha, ja damit hab ich Erfahrung. Allerdings sind die Schäden an der Psyche meiner Meinung nach beim Cannabis-Konsum irreparabel, jedenfalls wenn es zu Wahn-Ähnlichen Zuständen kommt, aus denen sich später chronisch-neurotische Angststörungen bilden könnten. Ich hab da schon einiges gelesen und es gibt noch zu wenige Studien darüber, die wirklich belegen, dass Cannabis nicht schädlicher ist, als all die legalen Drogen die man so kennt. Sicher, alles nur "Ausnahmen", aber genau deshalb finde ich Cannabis gefährlicher als Alkohol und Tabak. Der Alkoholrausch mag vielleicht länger anhalten als Cannabis es tut, aber außer der Leberzirrhose gibt es meiner Meinung nach keine irreparablen Schäden (mal von dem sozialen und finanziellen Aspekt abgesehen, der bei beiden Drogen in Mitleidenschaft gezogen wird) und der Patient wird sich wohl schneller erholen, da Alkohol im Körper wesentlich schneller aus dem Körper abgebaut wird, als Tetrahydrocannabinol (THC). Ganz klar, ich meine damit nicht allein die Wirkung, sondern den nachweisbaren Stoff im Körper. Und die Geschichte mit "7-Jahre-nicht-rauchen" kennt jeder. Der Konsummechanismus ist bei Cannabis gleich dem Tabak. Bis THC aus deiner Lunge raus ist, laufen ehemalige Alkoholiker schon wieder munter auf der Straße rum.

      Edward schrieb:

      Wäre Marihuana legal würde es sicherlich weniger Konsumenten von härteren Drogen geben.


      Vielleicht, vielleicht auch nicht. Kann man eben nicht nachweisen.

      Edward schrieb:

      Tabak ist viel schlimmer als Marihuana. Tabak legt die meisten Konsumenten von legalen Drogen ins Grab. Es gibt sogar Studien die vermuten das Cannabis gut für das Gehirnwachstum ist.


      Tabak hat viel mehr Konsumenten als Marihuana, also kann man die beiden in dieser Hinsicht nicht vergleichen. Natürlich sterben mehr Menschen an der Zigarette, als an der grünen Pflanze. Wird letzteres legalisiert, sieht es vielleicht anders aus.

      Und ja, Cannabis hat auch positive Wirkungen, aber da gibt es auch eine Reihe negativer, die du nicht ignorieren solltest:

      Positive:

      Analgesie, Linderung neuropathischer und entzündungsbedingter Schmerzen
      Wirkung auf motorische Funktionen, Linderung von Spastizität
      Neuroprotektion
      Hemmung der gastrointestinalen Motilität
      Antiemetische Wirkung (Linderung von Übelkeit und Erbrechen)
      Senkung des Augeninnendrucks
      Erleichterung des Schlafes
      Appetitanregende Wirkung
      Hemmende Wirkung auf die Ausbreitung von Krebszellen

      Negative:


      Beeinträchtigung des Denk-, Lern- und Erinnerungsvermögens
      Beeinträchtigung des Konzentrationsvermögens
      Beeinträchtigung der psychomotorischen Leistung, Ataxie, Tremor
      Gefühle von Unwirklichkeit, Depersonalisation und Distanziertheit
      Unterbrechung von Gedankengängen
      Panik, Angst, Dysphorie
      Begünstigt psychotische Symptome, Paranoia
      Auswirkungen auf kardiovaskuläre Funktionen, einschließlich Tachykardie und Haltungshypotonie
      Bindehautrötung, verminderter Tränenfluss, Mundtrockenheit
      Wirkungen auf endokrine und reproduktive Funktionen
      Wirkungen auf die Thermoregulation
      Mydriasis


      Quelle: Wikipedia

      Dass mit der Antiemetischer Wirkung kann ich leider nicht nachvollziehen.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Oh, dass es das Thema hier jetzt ausgerechnet gibt. Lustigerweise habe ich mit meinem Freund kürzlich erst darüber diskutiert, wie es wäre, wenn Marijuana in Deutschland legalisiert werden würde.

      Fangen wir mal mit den Gesundheitlichen Aspekten an. Laut Statistiken ist das rauchen eines Joints weniger schädlich, als das Rauchen einer Zigarette, zumindest für die Lunge. Dass durch einen Joint aber Gehirnzellen abgetötet werden ist schon etwas kritischer. Wobei es auch darüber Statistiken gibt, dass sich diese, wenn man mit dem Konsum von Marijuana aufhört, wieder nachbilden. Angeblich soll auch kein Suchtverlangen nach einem Joint entstehen können - zumindest keines in der Form, dass der Körper nicht mehr so läuft, wie er sollte, wenn er den Konsum verwehrt bekommt.

      Dann die soziale Seite. Selbstverständlich müsste es dafür auch neue Gesetze geben. Beispielsweise, dass man im berauschten Zustand kein Auto fahren darf. Ebenso sollte Marijuana ebenfalls erst ab 18 Jahren erwerblich sein und auch erst ab dem Alter konsumiert werden dürfen. Ansonsten sehe ich darin kaum einen Unterschied zwischen Leuten, die durch einen Joint berauscht sind und zwischen jenen die es durch Alkohol sind. Die Folgen sind ja recht ähnlich.

      Jetzt komm ich zu meiner liebsten Aspekt, dem wirtschaftlichen. Aktuell wird das Zeug ja schwarz verkauft und häufig von kleineren "Unternehmern" angebaut. Stellt euch nun mal vor, der Handel von Marijuana wird legalisiert. Ich wette darum, dass sich die Wirtschaft nur so darauf werfen wird. Für den Konsumenten hat das auch den Vorteil, dass er - von der gleichen Firma - stets die gleiche Qualität erwarten kann. Ich stelle es mir ehlichgesagt ziemlich witzig vor, so kleine grüne Tütchen im Laden finden zu können xD

      Und abgesehen davon. Der Staat könnte damit enorm viel Geld scheffeln. Aktuell gehen ja die ganzen Einnahmen durch diesen Handel am Staat vorbei. Eigentlich ist es - wirtschaftlich gesehen - sogar ziemlich blöd, es weiterhin verboten zu lassen.

      Mir persönlich ist es eigentlich relativ egal, ob es legalisiert wird oder nicht. Ich kaufe mir das Zeug eh nicht, rauche es nur ab und zu mal bei ein paar Freunden, die eh viel zu weit weg wohnen, als dass ich es regelmäßig konsumieren könnte - was ich sowieso nicht will.
      ~Come and play with me~
      Nostale - Dragon Nest - League of Legends - Elsword

    • Miles schrieb:


      Tabak hat viel mehr Konsumenten als Marihuana, also kann man die beiden in dieser Hinsicht nicht vergleichen. Natürlich sterben mehr Menschen an der Zigarette, als an der grünen Pflanze. Wird letzteres legalisiert, sieht es vielleicht anders aus.


      Denke ich nicht. In manchen Ländern (sogar Nordkorea) ist Cannabis legalisiert. Seit Anfang dieses Jahres auach in Amerika in den Bundesstaaten Colorado und Washington. Das ist eine positive Entwicklung meiner Meinung nach und es gibt auch viele Menschen die extrem viel kiffen und trotzdem gibt es immer noch keinen Todesfall von Marihuana. Ich denke das wird sich auch nicht ändern wenn genauso viele Menschen kiffen würden wie rauchen. Abgesehen vom Lungenkrebs der beim Konsum entstehen kann.


      Miles schrieb:


      Und ja, Cannabis hat auch positive Wirkungen, aber da gibt es auch eine Reihe negativer, die du nicht ignorieren solltest:

      Positive:

      Analgesie, Linderung neuropathischer und entzündungsbedingter Schmerzen
      Wirkung auf motorische Funktionen, Linderung von Spastizität
      Neuroprotektion
      Hemmung der gastrointestinalen Motilität
      Antiemetische Wirkung (Linderung von Übelkeit und Erbrechen)
      Senkung des Augeninnendrucks
      Erleichterung des Schlafes
      Appetitanregende Wirkung
      Hemmende Wirkung auf die Ausbreitung von Krebszellen

      Negative:


      Beeinträchtigung des Denk-, Lern- und Erinnerungsvermögens
      Beeinträchtigung des Konzentrationsvermögens
      Beeinträchtigung der psychomotorischen Leistung, Ataxie, Tremor
      Gefühle von Unwirklichkeit, Depersonalisation und Distanziertheit
      Unterbrechung von Gedankengängen
      Panik, Angst, Dysphorie
      Begünstigt psychotische Symptome, Paranoia
      Auswirkungen auf kardiovaskuläre Funktionen, einschließlich Tachykardie und Haltungshypotonie
      Bindehautrötung, verminderter Tränenfluss, Mundtrockenheit
      Wirkungen auf endokrine und reproduktive Funktionen
      Wirkungen auf die Thermoregulation
      Mydriasis


      Ja Cannabis sollte auf Grund seiner positiven EIgenschaften vermehrt in der Behandlung von Menschen mit Spastizitäten etc eingesetzt werden. Leider wird das ganze dann nicht von der Krankenkasse bezahlt, da Marihuana immer noch illegal ist und diese Medizin kostet extrem viel und nur die wenigsten können sie sich leisten.
      Natürlich hat Marihuana auch negative Wirkungen so wie jede andere Droge. Es ist nur wichtig einen vernünftigeren Umgang mit Drogen zu finden, anstatt gleich alles immer zu verbieten. Es ist momentan auch eine Debatte am laufen ob in Berlin Coffeeshops errichtet werden sollen um das Drogenproblem im Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg in den Griff zu bekommen: n24.de/n24/Nachrichten/Panoram…ffeeshops-in-berlin-.html

      Das ist ein richtiger Schritt :thumb:
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    • Ich will nicht Moralapostel spielen ob was wie etc. erlaubt werden soll. Generell wäre ich aber immer dafür, aus einem Grund.

      1. Die Yolo Einstellung

      Ich bin nun wirklich kein Hipstar Freund oder ähnliches aber alles in Leben musst man sich erstmal überlegen. Wenn man sich dazu entscheidet Drogen zu nehmen. Dann ist da so und in absoluter eigener Schuld was draus wird. Man sollte alles in seinem Leben machen wovon niemand anders Schaden oder Leid erfahren muss. Deutschland ist zwar schon sehr verklämmt was irgendwie alles angeht aber das muss ja nicht immer so sein. Auch sind wir eines der best entwikelten Länder der welt. Woran das liegt? Häfen und auch den Gesetzten. Trozdem. Einiges sollte erlaubt sein.

      Das ist(wäre) ein richtiger Schritt wie ja schon so schön gesagt wurde :)
      Es ist egal wer wir sind... wichtig ist unser Plan!
    • Rover schrieb:


      1. Die Yolo Einstellung


      Urgh, bitte nimm die ausgeschriebene Variante, wenn der darauffolgende Satz schon verkündet, dass du kein Hipster-Freund bist. :ugly:

      Aber ich finde, dass dieses Argument schon als Widerspruch in sich gesehen werden könnte.
      Wenn man sich im Leben erstmal alles überlegen sollte, sollte es auch eine Hemmschwelle geben, wie und ab wann man Stoffe zu sich nimmt, die dem Körper Schäden - ernsthafte Schäden - zufügen.
      Miles hatte hier ja schon eine ordentliche Liste gepostet. Und ich finde die meisten dieser Schäden ganz genauso schlimm wie irgendwelche physischen Schäden, die ein unangemessener Konsum von Alkohol auslösen würde.

      Und wie ich schon sagt;
      In meiner Altersgruppe saufen sie sich alle die Hucke voll, Gras rauchen aber nur die wenigsten. Einfach, weil die Hemmschwelle viel, viel größer ist, wenn es illegal ist. Ist Gras legal und überall zu bekommen, wird es auch jeder Depp rauchen, weil es ja so unglaublich cool ist.
      Ergebnis sind mehr Unfälle unter Einwirkung von Marihuana. Mag ja sein, dass der Konsum für sich genommen nicht tödlich ist, aber da spielen ja immer noch mehr Faktoren rein, die es ebenso zu berücksichtigen gilt.
    • Uruguay wird wohl bald das erste Land sein das den Verkauf und Konsum von Marihuana komplett legalisieren wird welt.de/newsticker/news1/artic…ihuana-Legalisierung.html

      Meiner Meinung nach ein richtiger Schritt. Es gibt anscheinend noch Politiker die auch erkannt haben das die Prohibition nichts bringt. Mujica hat meiner Meinung ziemlichen Mut mit diesem gewagten Experiment bewiesen, er wäre auch wieder dafür es zu illegalisieren wenn das Experiment die Drogenkriminalität nicht verringert.
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    • DrEdwardRichtofen schrieb:

      Es gibt anscheinend noch Politiker die auch erkannt haben das die Prohibition nichts bringt.


      Das halte ich für eine gefährliche - und falsche - Aussage.
      Es wäre nicht verboten, wenn das Verbot nichts brächte.
      Argumente dazu wurden hier im Thread ja schon genug zusammengetragen.
      Ganz gleich, wie man zu dem Thema steht. Die Aussage "Die Prohibition bringt nichts." ist einfach nicht wahr.

      Außerdem lese ich in dem Artikel Folgendes;
      Der amerikanische Kontinent leidet stärker als jede andere Weltregion unter Drogengewalt: Auf 100.000 Einwohner kommen pro Jahr 16 Morde, die zweithöchste Rate nach Afrika. Hauptursache ist der Verteilungskampf um das Milliardengeschäft mit Kokain, Marihuana und anderen Rauschmitteln.


      Daher ist das unter keinen Umständen auf die Umstände hier in Mitteleuropa bzw in Deutschland übertragbar.
      Ich habe hier noch nie etwas von irgendwelchen Drogengewalten gehört. Klar gibt's 'nen Schwarzmarkt, aber hier von übermäßigen Gewaltausschreitungen zu sprechen, fände ich übertrieben.
      Zudem steht da auch 'was von "Kokain und anderen Rauschmitteln"
      Als logische Konsequenz müssten sie also auch die legalisieren?

      Mh~ meiner Meinung nach einer falscher Ansatz der sehr geehrten Politiker.
    • Pandorra schrieb:

      Das halte ich für eine gefährliche - und falsche - Aussage.
      Es wäre nicht verboten, wenn das Verbot nichts brächte.
      Argumente dazu wurden hier im Thread ja schon genug zusammengetragen.
      Ganz gleich, wie man zu dem Thema steht. Die Aussage "Die Prohibition bringt nichts." ist einfach nicht wahr.


      Ach wirklich? Ich konnte bisher noch nichts positives an der Prohibition erkennen. Der Schwarzmarkt steigt sogar stets an und es werden jedes Jahr mehrere Millionen ausgegeben um ihn zu zerstören, was schon eigentlich unmöglich ist. Den Menschen die Drogen konsumieren wollen ist es egal ob sie dafür auf den Schwarzmarkt kaufen müssen und die Beschaffung von Marihuana ist wirklich nicht schwer. Dieses "Experiment" dient einfach nur dazu die Drogenkriminalität in Uruguay zu verringern. Das ist ein mutiges und gewagtes Experiment und es wird sich ja dann auch bald in Zukunft zeigen ob es was bringt. Wird dies der Fall sein werden mehr Länder folgen.


      Pandorra schrieb:


      Daher ist das unter keinen Umständen auf die Umstände hier in Mitteleuropa bzw in Deutschland übertragbar.
      Ich habe hier noch nie etwas von irgendwelchen Drogengewalten gehört. Klar gibt's 'nen Schwarzmarkt, aber hier von übermäßigen Gewaltausschreitungen zu sprechen, fände ich übertrieben.


      Ja klar herrschen dort andere Zustände als hier in Deutschland bzw. Mitteleuropa, aber natürlich gibt es auch hier eine Drogenkriminalität. Es ist auch sicher kein Einzelfall das hier auch schon jemand deswegen umgebracht wurde. Es geht aber darum die Drogenkriminalität zu beseitigen und ganz ehrlich: mit der Prohibition fördert man diese sogar noch.

      Pandorra schrieb:


      Zudem steht da auch 'was von "Kokain und anderen Rauschmitteln"
      Als logische Konsequenz müssten sie also auch die legalisieren?

      Mh~ meiner Meinung nach einer falscher Ansatz der sehr geehrten Politiker.


      Ganz im Ernst ich hätte auch nichts dagegen wenn man härtere Drogen legalisiert oder zumindest entkriminalisiert. Ich denke dann nicht das wir dann ein starkes Drogenproblem haben. Es würden auch die wenigsten dann auf die Idee kommen es zu konsumieren nur weil es legal oder entkriminalisiert ist.

      Naja auf jeden Fall finde ich das Experiment meiner Meinung nach richtig und ich hoffe das andere Länder daraus lernen werden.
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