Schule

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    • Ich weiß nicht, wie es euch in der Schule geht, aber mir alles andere als gut.
      Irgendwie bin ich in meiner eigenen Welt, wenn ich auf meinem Platz sitze.

      Die Lehrer haben so langsam auch das gefühl, dass ich im geistigen Sinne weggetreten bin.

      Für mich würde sich die Schule deutlich bessern, wenn sie später anfangen würde und mehr Pausenaufsichten auf dem Schulgelände wären. :rolleyes:
      Be sweet...
    • Liegt daran, dass viele Lehrer auch nur noch stumpf ihren Job machen, funktionieren wie Maschinen und froh sind, wenn sie zu hause in den Sessel fallen können.
      Fällt gerade bei Lehrkräften auf, die den Job schon Jahre machen.

      Referendar-Lehrer sind da meist etwas frischer und gestalten den Unterricht netter und anschaulicher. Werden aber leider auch gerne von den Schülern über den Tisch gezogen.

      Schule vermittelt meiner Meinung nach auch sehr veraltete Werte.
      Schön und gut, dass Schule uns bildet -oder zumindest die Absicht hegt-, aber gerade in höheren Klassen merkt man, dass früher viel versäumt wurde.
      Gerade was zwischenmenschliches angeht. Man hat das Gefühl, dass man versucht alles "unwichtige" in den frühen Jahren abzuwickeln.
      Soll heißen den Kindern schnell alle Grundwerte vermitteln, dabei wird aber scheinbar vergessen, dass man als junger Schüler der ersten, zweiten und dritten Klasse noch nicht so sehr vertraut damit ist, was das im späteren Leben bedeutet.

      Daher geht das bei jüngeren bei einem Ohr rein und gegenüber wieder raus.
      Eltern werden immer geschäftiger und lassen ihre Kinder in Betreuung, in der sie auf Papier kritzeln sollen, damit sie beschäftigt sind.

      Eltern erziehen die Kinder nicht und die Schule macht es auch nicht richtig = Jugend von heute.
      Im Kindergarten wurde zu meiner Zeit eigentlich die einzig richtige Erziehungsarbeit geleistet, auch wenn man auf manche ein besseres Auge hätte werfen sollen.

      But well.

      Außerdem ist Wissenschaft ja schön und gut, die Grundregeln der Mathematik sind wichtig, deutsch solle jeder in diesem Land beherrschen und Englisch wird auch immer wichtiger. Fehlt aber oft an Allgemeinbildung die selten in den Unterricht hinein kommt.

      Allgemeinbildung ist für das Leben wichtiger als Wurzelziehen zu können, die Wurzel brauche ich nicht um zu Verhindern, dass mich der Vermieter über's Ohr haut.
      Allgemeinbildung und Textverständnis schon eher.

      Es wird viel zu fern ab von der Realität gelehrt, auf eine theoretische Welt die auf dem
      Papier existiert wäre man perfekt vorbereitet, Fakt ist aber, dass diese nur im Labor besteht und auch da nicht immer.
    • Ich bin der festen Überzeugung, dass man keine allgemeine "Schul-Formel" für jeden Schüler basteln kann. Man ist in der Regel 10-11 Jahre zwingend an eine gewisse Auswahl an Schulfächern gebunden. Und selbst danach, ist die eigene Gestaltung nur minimal möglich.
      Ich bin der Ansicht, dass man viel mehr auf die Individualität des jeweiligen Schülers eingehen muss. Es kann eigentlich nicht sein, dass der Abschluss einer Person im Eimer ist, wenn ein Mathematiker und/oder Naturwissenschaftler schlecht in Fremdsprachen ist!
    • Ich finde Blueprint bringt es sehr gut auf den Punkt und ich denke die Lehrer werden (oder zumindest einige) durch Schüler so kaputt geformt, weil vielleicht nettere Lehrer von Schülern gemobbt werden. Ja es ist ein gefährliches Werkzeug gegen eine Masse als Klasse gegen zu sprechen und zu arbeiten, nur weil einige das Fach nicht mögen oder kein Bock auf Schule haben oder meinen auf Löwe zu spielen.

      Nur einige Lichtblicke gibt es, das sind dann eben Lehrer, die auf dem neusten Stand der Jugend sind und früher mit uns über neuste Games oder Germanys Next Top Model geplaudert hatten.

      Lehrer, die schon eingeübt sind und ein wenig älter kennen die Schülern und dessen Tricks, doch entwickeln ein gewisses Schubladendenken, wo man den neuen Schüler hinstecken könnte. War nicht gerade witzig in der Oberstufe, da ich den einen Lehrer in Deutsch und Ethik hatte und er mich in beiden Fächern im mündlichen ABI durchrasseln ließ, meine Klausuren einfach rot anstrick so a la "alles ist da schei*e" und keine Begründung ablieferte. Supi.

      Allgemein sehe ich das Schulsystem ebenfalls als überaltert und die Noten schränken einen Schüler zu sehr ein. Klar, wie soll man das sonst eingrenzen? Ja, toll, aber nur weil ich keine Gedichte richtig analysieren kann, heißt es nicht, dass ich kein Deutsch kann oder richtig argumentiere. Genauso in Mathe oder in Chemie.
      Man ist doch nicht zu blöd für das. Ein Mensch hat Stärken und Schwächen und dieses Ausgleichsystem bei guten/schlechten Noten sollte mehr ausgebaut werden (z.B. diese pädag. Versetzung oder der Ausgleich ab der 11.). Ich wäre fast durchgerasselt, nur weil meine Noten in sprachlichen Fächern abgrundtief waren, dafür in den NaWis tip top.

      Das Prinzip der Kurssysteme finde ich nicht schlecht. Bei dem Kurssystem können die Schüler eingeteilt werden, welche Fächer sie ausbauen möchten und welche nicht und je nach Leistung steigen sie in den A Kurs auf oder gehen eben wieder auf den B Kurs runter.


      Ebenfalls ist jedoch wieder das einzubringen, dass Schule Spaß machen sollte. Das fängt aber bei den Schülern an und nicht bei den Lehrern. Es ist ein kleiner Teufelskreis: Noten schränken Schüler ein->Schüler hassen dafür Lehrer ->Lehrer können die Schüler nicht leiden->Verteilen schlechte Noten auch aus Trotz/Überreaktionen.

      Auch die Themen in der Schule müssten neu geformt werden. Ein gutes Beispiel ist hierbei Deutsch. Ist ja schön, dass man Klassiker durchnimmt, aber in der 8. schon der kaukasische Kreidekreis zu lesen? What da hell? Oder jetzt bei meinem Geschwisterkind nehmen die komplizierte Balladen durch, wo ich den Text mindestens sieben Mal durchlesen muss mit Wörterbuch um das zu verstehen! Da ließt man halt mal ein Jugendbuch!

      Und sorry aber das Bildungssystem sollte da nicht all zu geizig sein auch für die Chemie oder die Biologie Geld für Exkurse auszugeben oder? Ist das zu viel verlangt? Die meisten lernen doch eher Formeln oder chem. Reaktionen, wenn man es mit den eigenen Augen betrachtet!


      Boa! Politiker! Bildungswesen! *In die Tonne klopp* Und ich wollte mich eigentlich um 1 Uhr morgens nicht mehr aufregen...
    • Das schreckliche ist ja, dass Lehrer und Schüre Gefangene im selben System sind. Die Schüler haben aufgestauten Stoff, den sie nunmal in ihre Köpfe rein gekloppt bekommen müssen. Sonst wird nix mit Abi. Tja. Ist leider so.
      Und da es nun mal so schön arbeitende Maschinen gibt, die einfach besser, als das menschliche Hirn sind, entsteht praktisch ein Konkurrenzkampf. Ansonsten würde ich nicht verstehen warum man uns Arbeiten macht, die knapp eine Stunde lang sind und wo ich drei verschiedene Sachen interpretieren muss und eine weitere in einem Vergleich erläutern- auf Englisch!
      Das ging einfach nicht und dass der gesamte Kurs durchgefallen ist, liegt an der Dummheit der Kinder und wird einfach mit einer Genehmigung vom Schulzweigleiter über den Tisch gezogen.

      So. Jetzt kommt aber auch die Seite der Lehrer. Ich hab einen, den kenn ich schon seit der fünften Klasse und hab ihn halt wieder in meinem Prüfungsfach bekommen. Und so weit ich mich erinnern kann, hatten wir immer super Unterricht bei ihm!
      Aber mittlerweile können wir kaum was machen, weil wir die Zeit nicht haben. In Chemie haben wir in einem Halbjahr drei Themen durchgenommen und hatten kaum Zeit richtige Experimente dafür zu machen. Es hätte zu lange gedauert, dafür bekommt man keine Genehmigung und wir haben kaum alle nötigen Sachen da, einfach weil die Schule zu wenig Geld für so was ausgibt.

      Und warum das ganze? Einfach weil irgendwelche Menschen da ganz Oben sitzen, gar keine Ahnung vom Schulwesen haben und bloß ein Hirn für Zahlen haben. Die Schule ist das Sparschwein der Regierung. Wenn man mal ein bisschen Geld für ein unnötiges Projekt oder was auch immer braucht kürzt man einfach mal das Schuldbudget. Fällt ja nicht auf.
      Oder man stellt Vergleiche in anderen Ländern an und ist der Meinung, dass die eigenen Schüler damit gefälligst klar kommen müssen. Dabei vergessen die total, dass deren Schulstoff zu einem weniger ist und zum anderen noch in den Universitäten fortgesetzt wird. Was nunmal hier nicht der Fall ist.

      In den Schulen fällt es einfach an Realitätsnähe. Doch hier habt ihr das Ganze besser zusammengefasst.
      zeit.de/2011/22/DOS-G8
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    • Die Oberstufe war für mich der letzte Graus. Ich hatte Depressionen und war nicht all zu weit von Burn-Out entfernt. Das Abi war für mich wie ein jahrelanger Traum, der dann ENDLICH irgendwann wahr geworden ist.
      In der Unterstufe ging es noch so einigermaßen, da ich selten Nachmittagsunterricht hatte und daher wenigstens früh zu Hause war.

      In den letzten Jahren hatte ich (durch G8) aber auch immer mehr jüngerer SchülerInnen (meistens schon elfjährige) gesehen, die so spät wie ich in der Oberstufe aus hatten. Ich habe sogar schon von Fällen gehört, bei denen ein zehnjähriges Kind eine Psychologin aufsuchen musste, weil es mit dem Stress in der Schule nicht mehr umgehen konnte. Man nimmt diesen Kindern doch die gesamte Kindheit weg!

      Meiner Meinung nach sollte man die Grundschulzeit verlängern, mindestens bis Ende der 7. Klasse. Viele Kinder können einfach nicht mit diesem Druck in der 4. Klasse umgehen. Es ist unfair, dass man Kindern, die in der 4. Klasse vielleicht noch nicht so weit sind, sein späteres Leben quasi verbaut. Klar kann man das Abitur auch nachholen, aber wenn man mit 10 schon als HauptschülerIn abgestempelt wird, ist es für viele sehr schwer, da nochmal aufzusteigen.

      Ansonsten stimme ich auch denen zu, die gesagt haben, man lerne zu viel Unsinniges. Man sollte meiner Meinung nach stärker auf die Interessen und Stärken der SchülerInnen eingehen. Ich hatte zum Beispiel immer meine Schwäche in Mathe und am liebsten hätten mich manche LehrerInnen schon in der Unterstufe rausgemobbt, weil sie meinten, ich sei zu doof. Dabei lag es doch hauptsächlich an den LehrerInnen, die mir das nicht gut erklären konnten.

      Na ja, ich verstehe eh nicht, warum die MathelehrerInnen immer so einen Stress in der Unterstufe gemacht haben. Mathe muss man ja eh nicht als Abiturfach nehmen. Dafür war ich in Biologie gut.

      Long story short: Ich habe die Schule immer gehasst. Bin froh, dass ich da raus bin. Uni ist cooler^^
    • Célya schrieb:

      Long story short: Ich habe die Schule immer gehasst. Bin froh, dass ich da raus bin. Uni ist cooler^^


      Naja, also die Uni ist ja noch mal ein ganz anderes Kapitel, aber an sich herrscht dort der selbe Mist: Zu hohe Anforderung, Burn-Out, psychische Probleme.

      Oberstufe war für mich auch nicht wenig stressig, aber wenn mich heute jemand fragt, was stressiger war, Abi oder Uni, ich könnte ihm die Frage nicht so leicht beantworten. Ich würde wohl sagen, dass die Uni schlimmer ist.

      Und zum Schulsystem:

      Das Video hat das meiste schon ganz gut zusammengefasst. Heute scheint es wohl noch ne ganze Ecke schlimmer zu sein, als früher, wo ich noch im ersten Bildungsgang war.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Es gibt so vieles, das ich an meiner Schulbildung verachte und es gibt so viele Stellen an denen ich mich frage "Was wäre anders geworden, wenn..."
      Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich sehr viel auf den Inhalt meines Schädels gebe (manchmal zu viel und das macht mich arrogant, das weiß ich) - verschiedene (!) Tests haben mir auch bestätigt, dass diese Annahme bei Weitem nicht sehr weit hergeholt ist. Und trotzdem bin ich in der Schule "nur" oberes Mittelmaß. Ja, das klingt nach First-World-Problem und ist es wahrscheinlich auch, aber ich habe da sehr hart 'dran zu knabbern. Mein Verstand war schon in jüngsten Kindertagen das, was mich ausmachte und ich hatte keinerlei Probleme in der Schule, ich habe mir bis weit in die Oberstufe (7. Klasse, 8. Klasse) alles aus dem Ärmel geschüttelt, hatte keinerlei Probleme. Vorallem auch, weil ich mich in meiner Freizeit viel mit Dingen beschäftigt habe, die mich in der Schule selbst weiter nach vorn katapultiert haben aka. "Wusste ich schon." Das hieß; Auch, wenn ein Lehrer unfähig war, konnte ich den Stoff herbeizaubern, weil ich einfach vielseitig interessiert war oder geübt darin, mir Sachen selbst aus dem Kontext zu erschließen und einen Lösungsweg zu finden.

      Das ging auch lange gut, obwohl meine Regionalschulbildung (5. und 6. Klasse) und alles, was am Gymnasium folgte kurz gesagt für den Arsch war.
      Die schlimmsten Zustände habe ich in der fünften Klasse erlebt, die Lehrer waren so unglaublich unfähig und entsprechend hatten wir eigentlich ein ganzes Jahr lang gar keinen Stoff, weil die immer auf einem Fleck gedümpelt sind. Damals hatte ich schon den ein oder anderen IQ-Test ablegen müssen, weil meine Mutter für mich sonst keine "Lernunterstützung", also alternative Aufgaben, zusätzlichen Stoff etc. für mich hätte beantragen dürfen. Aber die Schule war echt so kackendreist, mir einfach die Aufgabe des Lehrers zu übergeben und das dann Förderung zu nennen. Ich stand in vielen Stunden ernsthaft da und habe Sachverhalte erklärt, die ich mir selbst erschlossen habe oder habe das Arbeiten der anderen Schüler überprüft und ihnen bei ihren Problemen geholfen. Das habe ich damals nicht so eng gesehen, aber mit etwas Abstand und Reife betrachtet, war das ja wohl ziemlich unglaublich.
      (Meine einzige Alternative wäre eine Hochbegabtenschule gewesen, aber die war so weit weg, dass ich auf ein Internat gemusst hätte und ich war schon damals emotional unglaublich unreif. Was ich mit meinem Verstand gewonnen hatte, das habe ich an Emotionalität eingebüßt und das merkt man auch heute noch verstärkt. Jedenfalls kam eine Heimat entfernt von meinem Elternhaus und auf mich allein gestellt nicht in Frage.)

      Und danach ging es eigentlich nur weiter bergab. Die Löcher im Unterricht wurden immer größer und größer, bis ich irgendwann zunehmend auf die Fresse geflogen bin. Sicher, ich hätte mir den Stoff weiter einprägen können, ich hatte und habe eine sehr gute Auffassungsgabe, aber wie soll ich das machen, wenn es mir einfach nicht mehr beigebracht wird? Wenn ich den Stoff nicht habe, kann ich ihn auch nicht aufnehmen und je mehr darauf aufbaut, desto wackliger wird das Gerüst und irgendwann stehe ich im Nichts. Die Lehrer haben sich nicht darum gekümmert, dass uns der Stoff fehlte und haben einfach ihren Unterricht durchgezogen und mittlerweile sind die Löcher so riesengroß, dass sie es zeitlich auch nicht mehr stopfen können ... und es stehen die Prüfungen ins Haus.
      Ich habe mir bis vor ca. einem Jahr noch arge Vorwürfe gemacht, habe geglaubt, ich würde langsam meinen Verstand verlieren (im wahrsten Sinne des Wortes) und habe mich für dumm gehalten. In Wirklichkeit war es einfach das mangelhafte Schulsystem, das mir jeden Weg zu glatten 1ern verbaut hatte, das meinen Verstand langsam aber sicher abgestumpft hat, sodass er vor unüberwindbaren Aufgaben steht. Es zerreißt mich förmlich, wenn ich etwa in Mathe etwas nicht mehr verstehe ... ich habe IMMER alles verstanden, was man mir vorgesetzt hat, wo Andere resigniert ihre Segel gestrichen haben. Ich kann gar nicht definieren, wie verzweifelt mich das macht. Ich weiß, dass es sich total lächerlich anhört, aber es macht mich ziemlich fertig.
      Manchmal frage ich mich, was aus mir geworden wäre, wenn ich aufs Internat gegangen wäre. Mein Verstand hätte sicherlich brilliert und ich wäre vielleicht zu großen Dingen fähig gewesen, statt in der Mittelmäßigkeit zu versinken (Oh my, ja, ich könnt mir ruhig ins Gesicht spucken, es klingt furchtbar arrogant und weltfremd, aber ich meine es genau so, wie ich es sage). Sicherlich wären meine emotionalen Zustände noch katastrophaler, als sie jetzt schon sind - und habe eigentlich jetzt schon einen riesigen Schritt über die Grenze zur psychischen Gesundheit getan, aber darüber möchte ich lieber nicht reden.

      Fakt ist; Ich gebe die Hauptschuld an allen schulischen Problemen von allen Schülern den Lehrern. Sie sind in einer Vielzahl vollkommen desinteressiert und unreflektiert. Sie machen stur ihren Stoff und haben eigentlich selbst keine Lust mehr auf das Unterrichten. Die Lehrer, die ich in meiner Schullaufbahn (wohlgemerkt an fünf verschiedenen Schulen) getroffen habe und die nicht vollkommen eingenommen von ihrem Trott sind, sondern tatsächlich angenehme Persönlichkeiten, die einem den kreativen Freiraum bieten, den man sich wünscht und die einen zum Denken anregen statt zu zwingen, kann ich an einer Hand abzählen - es sind vier. Vier Menschen von bestimmt hundert, mit denen ich Unterricht hatte, haben angemessen unterrichtet. Und es hängt garantiert nicht vom Fach ab, ob man seinen Unterricht interessant gestalten kann, denn die Lehrer waren auf höchst verschiedenen Gebieten tätig, Geistes- und Naturwissenschaften und Sprachen, war alles in ihren Fächern vertreten.

      Den Lehrern ist es auf gut Deutsch *******gal, ob ihre Schüler mitkommen oder ob sie den Stoff haben, solange die irgendwie durchkommen und sie nicht begründen müssen, warum die Hälfte der Klasse durchgefallen ist.
      Wobei ... wir haben ja kürzlich Vorabi geschrieben und dabei sind in Mathe folgende Ergebnisse in unserer Klasse herausgekommen:
      Grundkurs: durchschnittlich 5.4 Punkte
      Leistungskurs: durchschnittlich 2.3 Punkte
      (Punkte !!! in einem System von 0 (Schulnote 6) bis 15 (Schulnote 1+))
      Kommentar vom Lehrer war, dass wir einfach alle dumm sind. GENAU! Wir Schüler sind Schuld, dass wir sauber durch unser Vorabi knallen, denn wir sind kollektiv dumm, sicher!
      Allgemein mussten wir uns von diesem und anderen Lehrern schon so oft anhören, wie dumm und bescheuert wir doch sein, dass wir etwas nicht verstehen würden. Da interessiert die schlechte Durchschnittsnote auch nicht, ist ja nicht die Schuld vom Lehrer, dass die Schüler einfach dumm sind.

      Und wer sich über G8 beschwert, soll einfach mal nach M/V kommen, wir spielen hier "G6", wir haben nämlich erst ab der 7. Klasse die Möglichkeit auf Gymnasialunterricht und nach der 12. ist bei uns Schluss - das waren bei mir 6 Jahre unreflektierter, unvollständiger Unterricht, bei dem Lehrer teilweise mehr als ein halbes Jahr krank waren und wo sich dann alle wundern, dass uns der Stoff fehlt. Ich freu mich schon richtig auf die Prüfungen!
      Aber deshalb kann ich mich auch nicht so recht für die Orientierungsstufen aussprechen. Wir waren in M/V der erste Jahrgang, der den Mist mitmachen musste und ich fühlte mich schon schwer in meiner persönlichen Entwicklung eingeschränkt.
      Für mich stand halt schon vor der ersten Klasse fest, dass ich irgenwann mal das Gymnasium besuchen würde, daher waren für mich die 6 Jahre Orientierung schlichtweg Schinderei. Denn eigentlich habe ich zwei Jahre damit verschenkt, mir eine Realschulbildung zuzuführen, die mich auf ein Abitur vorbereiten soll - kann ja gar nicht funktionieren.

      Und in M/V ist es sowieso so, dass Leistungs- und Grundkurse aufgelöst wurden. Wir werden jetzt alle zusammen in einem Kurs unterrichtet aber am Ende schreiben wir trotzdem Prüfungen auf unterschiedlichem Niveau. DAS finde ich eine der dümmsten Ideen überhaupt. Die Lehrer richten sich also nach ihren Prüflingen; "Gibt es mehr LK-Prüflinge als GK, dann haben die GK Leute Pech gehabt und müssen ein erhöhtes Pensum ertragen, obwohl sie nur GK oder gar keine Prüfung schreiben." ; "Gibt es mehr GK-Prüflinge als LK, haben die LK Leute Pech gehabt, denn der Unterricht wird an den GK angepasst und etwaige Themengebiete, die in der LK-Prüfung augegriffen werden, werden nicht unterrichtet."
      Tolles System, echt.

      Könnte eigentlich noch einen ganzen Schwall mehr Erfahrungen posten, aber ich belasse es erstmal dabei, will Niemanden mit noch längeren Textwänden erschlagen. ^^
    • Pandorra schrieb:

      Fakt ist; Ich gebe die Hauptschuld an allen schulischen Problemen von allen Schülern den Lehrern. Sie sind in einer Vielzahl vollkommen desinteressiert und unreflektiert. Sie machen stur ihren Stoff und haben eigentlich selbst keine Lust mehr auf das Unterrichten.


      NAJA, es kommt auf den Leher schon im großen Maße an, wie die Schüler etwas verstehen, aber man darf nicht vergessen, dass sie nicht bestimmen, was gelernt wird, das legen andere fest.

      Pandorra schrieb:

      Den Lehrern ist es auf gut Deutsch *******gal, ob ihre Schüler mitkommen oder ob sie den Stoff haben, solange die irgendwie durchkommen und sie nicht begründen müssen, warum die Hälfte der Klasse durchgefallen ist.


      Kann ich nur zum Teil zustimmen. Meiner Mathe-Lehrerin war es nicht egal, was mit ihrem LK-Kurs passiert. Sie versuchte es uns so gut wie möglich beizubringen, aber ich muss sagen, für unsere schlechten Noten konnte sie nur partial etwas. Es liegt auch an den Schülern, wenn sie etwas nicht verstehen wollen, dann werden sie es auch nicht verstehen.

      Mathe ist da immer so eine Sache. Da muss man schon viel selbst machen, die Lehrer allein werden den Stoff nicht auf dem Präsentierteller legen.

      Pandorra schrieb:

      Für mich stand halt schon vor der ersten Klasse fest, dass ich irgenwann mal das Gymnasium besuchen würde, daher waren für mich die 6 Jahre Orientierung schlichtweg Schinderei. Denn eigentlich habe ich zwei Jahre damit verschenkt, mir eine Realschulbildung zuzuführen, die mich auf ein Abitur vorbereiten soll - kann ja gar nicht funktionieren.


      Ein Abitur kann man auch ohne Grundbildung schaffen (Klasse 5-9), hab es selbst geschafft (war ewig schon aus der Schule raus) und es ist weniger nötig, als man denkt. Den Stoff, den ich aus der 11 mitnehmen konnte, hat schon ausgereicht um die Grundlagen zu meistern. Und ich war im ersten Bildungsgang echt eine Trantüte, kann ich dir sagen. Natürlich ist es bei dir wohl anders, weil du ein zwei Jahres Abi machst, was ich ziemlich hardcore finde.

      Später im Studium ist es allerdings auch nicht anders, da kommt niemand zu dir und wird mit dir Mathe üben oder so was, da musst du dir fast alles alleine selbst beibringen. Deshalb muss man immer solche Sachen wie "Lehrer bringen es uns nicht richtig bei" etwas differenziert sehen.

      Klar, im idealen Fall wäre der Unterricht ein Einzelunterricht. Würde jeder die Unterstützung bekommen die er braucht, hätten wir hier nur Abiturienten und keine Schüler mit erweiterter Berufsbildungsreife mehr. Dann hätte ich locker die 1.0 geschafft, Barack Obama hätte den Weltfrieden ausgerufen und die Japaner würden keine Delfine mehr abschlachten. So ist es aber nicht, deshalb muss man alles, was man nicht beigebracht bekommt, selbst erarbeiten.

      Problem ist also, dass die Schüler keine Motivation aufbringen können, weil der Stoff nicht interessant genug ist, oder zu viel ist.


      Also hätte ich einen Sohn oder eine Tochter, ich würde sie wohl nicht an unser Schulsystem verfüttern, dafür ist es einfach zu schlecht.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Miles schrieb:

      NAJA, es kommt auf den Leher schon im großen Maße an, wie die Schüler etwas verstehen, aber man darf nicht vergessen, dass sie nicht bestimmen, was gelernt wird, das legen andere fest.

      Aye, das ist wahr, aber ich glaube, dass grundsätzlich jeder dazu befähigt ist, den Stoff, der ihm beigebracht wird, auch zu verstehen, wenn man es ihm nur richtig erklärt. Ich habe oft den Aushilfsclown gespielt und meinen Mitschülern bei ihren Aufgaben geholfen, weil der Lehrer das nicht gepackt hat bzw. es ihn nicht interessierte und da ist es oft genug passiert, dass es bei ihnen im Nachhinein dann klick gemacht hat, weil sich Jemand mal die Zeit genommen hat, es ihnen vernünftig zu erklären.
      Und wenn ich mir unsere Lehrerschaft so ansehe ... da gibt es einige, die uns die Erklärung verweigern, weil sie (Wortlaut) "keinen Bock dazu haben".
      Sowas darf einfach nicht passieren, schließlich ist das ihr Job und sie werden dafür bezahlt.


      Miles schrieb:


      Es liegt auch an den Schülern, wenn sie etwas nicht verstehen wollen, dann werden sie es auch nicht verstehen.

      Ja, okay, das ist dann natürlich die Voraussetzung. Sicherlich wird es immer Leute geben, die zu cool für Schulbildung sind oder einfach keine Lust haben oder sonst irgendwas. Dafür kann man dann natürlich nicht der Lehrkraft die Schuld geben, nur indirekt; Wenn der Lehrer seinen Unterricht von vornherein interessant und zugänglich gestaltet, ist der Schüler auch eher gewillt, dem Stoff zu folgen und seinen Kopf mal anzustrengen.
      Mittlerweile ist es doch so, dass man sich nur noch dann anstrengt, wenn die Note auf dem Spiel steht, das ist wieder ein Problem der Leistungsdruckmentalität, die in den Schulen verbreitet wird. Das ist dann wiederum nicht die Schuld der Lehrer, sondern wieder ein anderes Feld, ich denke nur, dass sie ein Großteil der Schuld trifft, von der sie sich nicht reinwaschen können.

      Miles schrieb:


      Ein Abitur kann man auch ohne Grundbildung schaffen (Klasse 5-9), hab es selbst geschafft (war ewig schon aus der Schule raus) und es ist weniger nötig, als man denkt. Den Stoff, den ich aus der 11 mitnehmen konnte, hat schon ausgereicht um die Grundlagen zu meistern. Und ich war im ersten Bildungsgang echt eine Trantüte, kann ich dir sagen. Natürlich ist es bei dir wohl anders, weil du ein zwei Jahres Abi machst, was ich ziemlich hardcore finde.

      Machbar ist es wahrscheinlich schon, aber ich habe zum Beispiel das Problem, dass es nicht reicht, das Abitur nur zu "schaffen", wenn es dann an die NCs geht, wird schon mit härteren Bandagen gekämpft. Und da kann man sich dann auch mal darüber aufregen, dass es "nur" (ganze starke Anführungszeichen) eine 12 geworden ist, statt einer 13, 14 oder 15. Und wenn ich auch mal ehrlich zu mir selbst bin, dann ist es in weniger als 50% der Fälle meine Schuld bzw. meine eigene Dummheit oder Faulheit ist, dass ich einen bestimmten Punkt hier oder da nicht bekomme. Besonders, was Mathe angeht, wo ich einfach so große Löcher habe, dass ich beim Urschleim anfangen müsste, um das wieder 'rauszuholen. Sicher könnte ich den Stoff wieder aufarbeiten, aber es ist prinzipiell das Versagen der Schulbildung, dass ich vor diesem Problem überhaupt erst stehe.

      Miles schrieb:


      Später im Studium ist es allerdings auch nicht anders, da kommt niemand zu dir und wird mit dir Mathe üben oder so was, da musst du dir fast alles alleine selbst beibringen. Deshalb muss man immer solche Sachen wie "Lehrer bringen es uns nicht richtig bei" etwas differenziert sehen.

      Darin sehe ich nichtmal so das Problem. Wenn man mir sagt, was ich zu tun habe, dann tue ich das auch. Dass ich aber so riesige Löcher in meiner Bildung habe, habe ich erst festgestellt, als es schon viel zu spät war. Wenn die Lehrer uns wenigstens mit'n paar Buchseiten und einer Ausarbeitung derer in Beschäftigung gehalten hätten, wäre das zwar nicht optimal für einen Sechst- oder Siebtklässler gewesen und ich hätte es als Schinderei empfunden, aber immerhin hätte mir das etwas für den späteren Verlauf meiner Schulbildung zu machen.
      Ich rede ja hauptsächlich von den Lehrern, die einfach keinen Finger krumm machen. Davon hatte ich in meiner Schullaufbahn einfach unheimlich viele und das ärgert mich im Nachhinein.
    • Ich möchte die Lehrer mal ein wenig in Schutz nehmen.

      Lehrer können größtenteils einfach nix für ihren Lehrplan. Wenn soundsoviel Stoff bis zur Prüfung durchgedrückt werden muss, weil ihnen das von ganz oben vorgeschrieben wird, dann muss das eben durchgedrückt werden. Wenn der Lehrer deshalb durch den Stoff durchhetzen muss wie irre, ist das nicht ihre Schuld. Entweder, sie machen ihre Arbeit gründlich und kriegen nur die Hälfte durch, oder sie machen alle Themen und behandeln die nur sporadisch - der Lehrer ist in ner Situation, in der er nur verlieren kann, weil man für die Prüfung alles braucht.

      Damit will ich nicht sagen, dass es keine schlechten Lehrer gibt, ich hatte die zuhauf, aber teilweise sind manche Lehrer auch nur Opfer von unglaublich schlechter Planung der Bildungspläne.

      Der wunderschöne Avatar wurde gemalt von Violucana
    • Thigolf schrieb:


      Damit will ich nicht sagen, dass es keine schlechten Lehrer gibt, ich hatte die zuhauf, aber teilweise sind manche Lehrer auch nur Opfer von unglaublich schlechter Planung der Bildungspläne.


      Das steht - meiner persönlichen Erfahrung nach - aber in keinem Verhältnis zueinander. Wenn ich den Lehrern "den Großteil der Schuld" gebe, weiß ich schon, warum ich das so formuliere.
      Aber bei Lehrern, die uns wortwörtlich ins Gesicht sagen, dass wir dumm seien oder dass sie keinen Bock hätten, uns das zu erklären, oder bei Lehrern, die einfach ihren Stoff nicht durchziehen, weil sie dazu keine Lust und keine Motivation haben (stattdessen lieber 45 Minuten von 90 den Stoff wiederholen, den wir in der letzten Stunde behandelt haben - was in Geschichte nun wirklich nicht notwendig ist, das steht alles im Hefter) oder ein Prüfungsthema zur Seite schieben und sich stattdessen ein Nichtprüfungsthema vornehmen, obwohl sie ganz genau wissen, dass sie nicht beide schaffen werden, kann man nicht dem Bildungssystem die Schuld in die Schuhe schieben.
      Wie gesagt; 4% der Lehrer in meiner Schullaufbahn waren in ihrem Wesen und ihrem Unterricht so, wie man es von einem Lehrer zu erwarten hat.
    • Ich habe in meiner Schullaufbahn eher die gegenteilige Erfahrung gemacht. Viele Lehrer, die ich damals absolut schrecklich fand, würde ich rückblickend als ziemlich gut bezeichnen.

      Ja, es gibt die schlechten Lehrer, es gibt diejenigen, die ihr Fach nicht draufhaben, pädagogisch völlig unfähig sind und/oder keine Lust haben. Aber das war die Minderheit. Im Großen und Ganzen hat die Mehrheit meiner Lehrer zumindest ehrlich versucht, den Schülern das Wissen rüberzubringen.


      Aber bei Lehrern, die uns wortwörtlich ins Gesicht sagen, dass wir dumm seien oder dass sie keinen Bock hätten, uns das zu erklären, oder bei Lehrern, die einfach ihren Stoff nicht durchziehen, weil sie dazu keine Lust und keine Motivation haben (stattdessen lieber 45 Minuten von 90 den Stoff wiederholen, den wir in der letzten Stunde behandelt haben - was in Geschichte nun wirklich nicht notwendig ist, das steht alles im Hefter) oder ein Prüfungsthema zur Seite schieben und sich stattdessen ein Nichtprüfungsthema vornehmen, obwohl sie ganz genau wissen, dass sie nicht beide schaffen werden, kann man nicht dem Bildungssystem die Schuld in die Schuhe schieben.

      Wie viele Lehrer nennen einen Schüler denn wirklich klar und deutlich "dumm"? In meiner gesamten Schullaufbahn wurde ich genau einmal von einem Lehrer beleidigt, und rückwirkend betrachtet habe ich mich in dieser Situation auch völlig asozial verhalten. Oder welcher Lehrer würde seiner Klasse wortwörtlich sagen, dass er keinen Bock auf Unterricht hat? Sowas sind wenn dann Einzelfälle, aber doch nicht die Regel.

      Wenn man noch im "Schüleralter" ist hat man da natürlich einen anderen Blick drauf.
    • Maturion schrieb:

      Im Großen und Ganzen hat die Mehrheit meiner Lehrer zumindest ehrlich versucht, den Schülern das Wissen rüberzubringen.

      Naja, halt persönliche Erfahrung gegen persönliche Erfahrung, ich kann bedenkenlos bei meinen "4 Lehrer von 100" bleiben, mag ja sein, dass ich da einem Extrem zugehörig bin, aber zumindest in meiner Umgebung sehen das einige Leute ganz ähnlich. Auch Leute, die die gleichen Schulen wie ich besucht haben, aber schon vor Jahren abgeschlossen haben, haben mit den gleichen Lehrern die gleichen Erfahrungen gemacht.


      Wie viele Lehrer nennen einen Schüler denn wirklich klar und deutlich "dumm"? [...] Oder welcher Lehrer würde seiner Klasse wortwörtlich sagen, dass er keinen Bock auf Unterricht hat?

      Müsste ich jetzt natürlich durchzählen, aber mehr als einer war es auf jeden Fall, persönlich angegriffen wurde ich allein schon drei oder viermal in meiner Schullaufbahn und wenn ich etwas nicht bin, dann ist das dumm, so viel sei gesagt. Auf solche Anfeindungen reagiere ich natürlich besonders heftig und daher habe ich alle Einzelfälle auch noch gut im Kopf. Die Anfeindungen waren auch auf Distanz betrachtet vollkommen ungerechtfertigt.
      Aber gut, ich zähle mal durch. *Fächer vornehm und die jeweiligen Lehrer durchdenk*
      Beleidigt wurden wir im Klassenverband wie im einzelnen (in ungerechtfertigten und/oder vollkommen übertriebenen Situationen) von 14 Lehrern, was ausdrückliche Beleidigungen angeht, davon habe ich jetzt nicht mehr jede Situation im Kopf, besonders, was so Grundschul- und Unterstufenzeit angeht, aber ich weiß, dass es bei den entsprechenden Lehrern öfters mal darum ging, mit Beleidigungen um sich zu werfen, obwohl oder gerade weil die selbst einfach nur sockendumm waren und ihre Unfähigkeit dann auf uns abgewälzt haben.
      Direkt gesagt, dass sie keinen Bock auf unsere Klasse hätten und dass sie uns das nicht beibringen würden, haben nur drei oder vier Lehrer, aber ich denke mal, Unterrichtsverweigerung in Form von "Ich gehe jetzt mal raus und komme auch bis zum Stundenende nicht wieder zurück." oder "Ich setze mich 'ne halbe Stunde in den Vorbereitungsraum und besauf mich." sind in diese Kategorie mit hineinzuzählen.
      Gibt wenig, was ich in meiner Schulzeit noch nicht erlebt hätte und ich lebe gewiss nicht in irgendeinem Brennpunkt, wo das Tagesordnungspunkt 1 wäre.


      Wenn man noch im "Schüleralter" ist hat man da natürlich einen anderen Blick drauf.

      Nimm's mir nicht übel, aber feiere in wenigen Tagen meinen 18. Geburtstag und habe die Schulzeit so gut wie hinter mir gelassen, ich denke, dass ich ein ziemlich genaues Bild davon habe, was in meiner Schulzeit so abging und wo man als Betroffener zum Überbewerten neigt. ;)
      Ich konnte bei Lehrern, mit denen ich Unterricht hatte eigentlich (besonders in den letzten Jahren) ziemlich genau entscheiden, ob die ihren Job gut machen oder nicht und ich ticke eigentlich schon seit mehreren Jahren so, dass ich bei einem Lehrer darauf achte, wie er unterrichtet und was dabei herauskommt, nicht, wo ich die wenigste Arbeit habe. Die Lehrer, die ich mag, sind nicht die, bei denen ich die besten Noten habe.
      Bestes Beispiel dafür ist eigentlich Philosophie. Ich liebe dieses Fach, weil der Lehrer einfach extrem cool 'drauf ist. Seine Klausuren und Tests sind extrem hart und ich stehe gerademal zwischen 11 und 12, wo ich in anderen Fächern locker 13 oder 14 stehe, aber weil es einer der wenigen Lehrer ist, bei dem man auch das Gefühl hat, etwas mit auf den Weg zu bekommen und bei dem man ungehindert ins Unterrichtsgeschehen einsteigen kann, wenn man das denn will, entwickele ich tatsächlich sowas wie Freude am Unterricht. Gut, mag man jetzt auch dem Fach zuschreiben, aber ich habe auch in Philosophie schon Lehrer da stehen gehabt, die völlig Fehl am Platz waren. (Du hast eine eigene Meinung? Die gefällt mir nicht, hier kriegst' 'ne 6 - eine Mitschülerin hat in einer Stunde wirklich mal eiskalt drei 6er 'reingedrückt bekommen, weil ihm ihre Meinung nicht gepasst hat, oder wo auch immer sein Problem war.)

      Natürlich gibt es Lehrer, die meinen, es wäre eine alternative Unterrichtsmethode, alle zwei Stunden 'nen Film zu gucken oder sonst irgendeinen Müll zu machen, der total irrelevant für die Prüfungsvorbereitung ist. Lehrer, die meinen, sie würden den Schülern einen Gefallen tun, einfach mal keinen Unterricht zu machen - Lehrer, die versuchen, möglichst schülernah und "cool" zu sein. Und dummerweise kommt das bei vielen sogar an. Unser Klassenlehrer is' so einer. Und ganz ehrlich? Ich verachte solche Menschen. Erst recht als Lehrer.
    • Ich hatte viele eigenwillige Lehrer mit nicht wenig Überzeugungskraft im Schullaufbahn. Der Schlimmste in den ich traf war ein Mathe Lehrer der auf Voraussetzungen setz wie fehlerfrei, erkennbare und lange Rechnungen.

      Danach mit den Abschlusszeugnis konnte ich nicht richtig Bewerbung, es war ein guter Durchschnitt aber die Arbeitgeber konnten damit nix über mich heraus finden.

      Stimme auch meinen Vorpostern wie Blueprint es gesagt hat. Vielleicht sollte Deutschland das Englische Schulsystem adaptieren, die zieht sich eher vor auf die Ausgewählten Talente zu testen.

      Einpaar aus meinen Bekanntenkreis, die selbst Arbeitgeber sind, erzählen dass das Deutsche Bildungssystem Frust und langwierig ist für Talentierte somit schwieriger die Richtigen Arbeitnehmer zu finden in Deutschland.

      Die Schulpolitiker haben selbst einen Blöden Kopf. Jetzt wollen sie tiefer im Kindergarten mehr Lernstoff durchsetzen.

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    • Unser Schulsystem

      Pandorra schrieb:


      Allerdings stimme ich dir zu, dass das auch die Schuld der Schule ist. Immerhin werden solche Fächern zu absoluten Nebenfächern mit höchtens zwei Wochenstunden degradiert. Lieber lernt man im doppelten Pensum etwas über die Berechnung von Funktionen in einem dreidimensionalen Koordinatensystem oder darüber, was in einer aus chemischer Sicht in einer Kuperraffinerie passiert... Was einem im Studium sowieso nochmal vorgekaut wird, wenn man in einer entsprechenden Richtung studiert!
      ... Aber ich glaube, das schweift gerade ein bisschen ab. :D


      ... trotzdem perfekt, um einen neuen Thread aufzumachen.

      Schule ist lustigerweise auch das Thema, das mich dazu bewogen hat, mich mit Politik zu beschäftigen. Was man in den Nachrichten sieht, war mir immer zu weit weg, da hat es was Persönlicheres gebraucht. Da bin ich dann über diesen feinen Clip gestolpert. Schramm erzählt damit ziemlich genau meine Geschichte, als es um Gymnasialempfehlungen geht, die eher an Akademikerkinder gehen. In meinem speziellen Fall war es sogar der Sohn unseres CSU-Bürgermeisters. Will gar wissen, wie viele Fäden da im Hintergrund gezogen wurden...

      Aber darum geht es mir weniger, es geht mir viel mehr um das hier:

      Pandorra schrieb:


      Es gibt ja Fächer wie Religion, Philosophie und ähnliche Diskussionsfächer - zumindest bei uns war das so.


      Dass wenigstens diejenigen, die auf der Hauptschule bleiben, nicht dort versauern. Und gerade die Unterschicht, die immer breiter wird, hätte diese Angebote dringend nötig. Natürlich ist es an jedem selbst, was er daraus macht. Aber viele bekommen gar nicht erst die Chance, einen Einblick in diese Weilt zu erhalten und sich irgendwie aus dieser Spirale zu befreien und das geht mir tierisch auf den Keks.

      Religion gibt es hier zwar als Schulfach (sind schließlich in Bayern :ugly:), aber ich habe das nie auch nur ansatzweise als "Diskussionsfach" erlebt. Uns wurden eben "Fakten" aus der Bibel präsentiert, eine Diskussion über Moral, Werte oder sonstwas ist dabei nie entstanden, bzw. wurde gleich abgewürgt.

      Mal ganz abgesehen davon, dass kreative Fächer aus Kostengründen einfach komplett gestrichen werden. Bis zur 3. Klasse hatte ich Musik und habe es geliebt. Ich hatte auch Kunst und ich habe es gehasst. Als wir umgezogen sind und ich an eine neue Schule kam, gab es zwei Wahlplichtfächer (Gott, was bin ich ein Fan dieser Bezeichnung): Musik und Kunst. Für Musik meldeten sich nicht genug Schüler? Gut, das war es, müssen halt alle Kunst machen. Mit der 5 im Zeugnis musste man dann halt leben, weil man die Doppelstunde größtenteils einfach nur frustriert da saß.

      Nach erneutem Durchlesen kommt der Beitrag vermutlich nicht allzu reflektiert rüber, aber sorry: Was positives mag mir grad echt nicht einfallen. Das gibt es bestimmt, ich habe es einfach nicht erlebt.
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