Islamistischer Terrorismus und Islamfeindlichkeit

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    • Islamistischer Terrorismus und Islamfeindlichkeit

      Das Thema wurde hier so oft angeschnitten, aber einen eigenen Thread gibt es dazu bisher nicht. Wir haben aktuell Pegida in Dresden, ISIS in Syrien und Irak und die Terroranschläge in Frankreich. Genug Stoff für drei Topics.

      Ich will auch gar nicht anfangen, hier einen halben Roman darüber zu schreiben und stell einfach mal zwei Videos zum Thema rein, die schon sehr viel Aussagen.





      :D


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Wenn so was passiert, stelle ich mir oft die Frage: Was wäre, wenn es auf unserer Welt, gar keine Religion, egal welcher Art, geben würde. Diese Sache mit Charlie Hebdo ist ja nur passiert, weil andere sich in ihrem Glauben gekränkt gefüllt haben. Und dann zu solch Radikalen Mitteln gegriffen haben.

      Ich denke, wenn es gar keinen Glauben und Religion auf der Welt geben würde, wäre unsere Welt schon ein wenig "friedlicher". Ist jetzt sehr verallgemeinert, aber, es könnte schon was dran sein.
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    • Du hast natürlich recht, aber was bringt uns dieses hätte/wäre/könnte?

      Es gibt Religion ja nicht "einfach so". Früher konnten sich die Menschen sehr viele Dinge nicht erklären und auch wenn man heute schon viel weiß, verstehen wir immer nicht alles. Also kamen die Menschen auf die Idee, dass es eine göttliche Macht geben muss, die die Welt erschaffen hat/lenkt.

      Wir Menschen suchen von Natur aus nach Antworten und Religionen sind doch denke ich auch unabhängig voneinander entstanden.

      Daher stelle ich mal die These auf, dass da wo wir Menschen sind auch Religion ist. Deine Frage stellt sich also gar nicht.
    • Dem stimme ich zu. Hass gibt es immer. Erzeugt wird er durch korrupte Politiker, denen ihr Volk scheiß egal ist. Und man wählt ja auch nicht CDU und SPd, man wählt Black Rock, Thyssen Krupp oder Unliever. Die haben hier nämlich das Szepter in der Hand. Dadurch entsteht ein Niedriglohn Sektor, der wiederum zu Neid und Hass führt. Der führt zu Gewalt, Rassismus und Anarchie. Pegida wird von einem verutreilten Drogendealer und Schläger geführt...unser Finanzminister hat Millionen Menschen um ihr sauer verdientes Geld gebracht, der ist mindestens genau so ein Verbrecher!

      Und Pegida, AfD und Co. nutzen diese Situation aus und machen Stimmung, wie einst DNVP und NSDAP. Der Islamhass ist dabei nur deren Aufhänger, es geht wesentlcih tiefer, wenn man mal hinter die Kulissen guckt, sowohl AfD, als auch Pegida sind durchzogen mit Nazis und Rechtspopulisten. Und das schlimme: Es komtm an. Wenn ich mich hier in der Stadt aufmerksam umhöre, dann geht der Fremdenhass derzeit richtig ab. Die MigrantInnen werden von der Regierung als billige Arbeitskräfte ins Land geholt, als Nutzvieh benutzt und dann fallen gelassen. Während ein Spitzensportler für 60, 90 oder 120 Minuten Rumgezappel Millionen kassiert, gehen die meisten leute 9 oder 10 Studnen arbeiten und bekommen im Idealfall 1500 Euro Brutto im Monat.

      Solche Themen treiben die Menschen um und in die Arme der Faschisten. Pegida ist sicher nicht das Volk, aber auch nicht die 35.000 Gutbürgerlichen Kuscheldemokraten, die am Samstag auf dem Theaterplatz waren. Wir sind weder 18.000 noch 35.000, wir sind 80 Millionen. Und ich hoffe, das die Deutschen und die Menschheit das bald begreifen. Der Islam ist eine Religion, wie das Christentum auch. Beide haben Dreck am Stecken, Beide sind vom Grund her (Bibel/Koran) eigentlich friedlich, aber haben radikale (Islamisten, Katholiken) die denken, sie wären Repräsentanten der jeweiligen Religion. Das spielt wiederum den radikalen, also Anarchisten und Faschisten, in die Karten, die dann sagen können, alle Islam gläubigen sind schlecht, wir haben Überfremdung, etc.

      Ich habe ehrlich gesagt mehr Angst vor AfD und Pegida, als vor dem Islam. Mich hat noch nie ein Muslem blöd angemacht oder angegriffen, allerdings schon öfter irgendwelche traurige Gestalten hier aus dem "Abendland". terrorismus wird es immer geben, solange es die Menschheit gibt. Wir können ihm aber begegnen, ihn auf ein Minimum beschränken und die Bedingungen schaffen, das er keinen Nährboden hat. Das heißt, gesicherte Verhältnisse für die Einwohner eines jeden Staates, Trennung von Kirche und Staat, Begegnungsstätten für MigrantInnen und Bekämpfung von Rechtsradikalen und Anarchistischen Strukturen. Ein CDU Verbot wäre zum beispiel ein Anfang.
      Double Deejay und Dark Werehog: On a Mission since 2009
    • Pegida ist klar nur ein Phänomen in Dresden und kein bundesweites Problem. Heute in Leipzig waren es 30.000 Leute, die gegen Pegida demonstriert haben, auf der Gegenseite waren es grad mal mehrere hundert. Mit Glück wird das bald ein Ende haben.

      Köln, Berlin, Hamburg und München sind viel zu bunt, als dass sich so etwas durchsetzen könnte.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Miles schrieb:

      Pegida ist klar nur ein Phänomen in Dresden und kein bundesweites Problem. Heute in Leipzig waren es 30.000 Leute, die gegen Pegida demonstriert haben, auf der Gegenseite waren es grad mal mehrere hundert. Mit Glück wird das bald ein Ende haben.

      Köln, Berlin, Hamburg und München sind viel zu bunt, als dass sich so etwas durchsetzen könnte.


      Die Leute die in Dresden demonstrieren sind aber nicht unbedingt aus dieser Stadt. Viele reisen mehrere Kilometer um dort zu demonstrieren.
      Ich würde sagen es ist von Region zu Region unterschiedlich.
      XOXO
    • Doppelmoral hoch 3, wir wollen unsere Freiheit also verteidigen, indem wir eine Schere ansetzen und uns noch weiter in die Privatsphäre der Bürger einmischen, war das also das Ziel dieser "Je suis Charlie" Farce?

      spiegel.de/netzwelt/web/david-…en-koennen-a-1012730.html

      Der Angriff auf die Redaktion war eine Rache-Aktion und die Vorratsdatenspeicherung hat in Frankreich nichts gebracht, warum bleibt man nicht mal bei diesen Fakten? Das Ziel der Terroristen ist jedenfalls leicht zu erreichen, denn dass wir so aufgeblasen reagiert haben, zeigt nicht, dass wir "keine Angst" davor haben, sondern dass die Terroristen mit kleinen Angriffen bereits große Wirkung erzielen können.

      Läuft beispielsweise in Isreal ein radikaler Palästinenser in einen Supermarkt und bringt dort im Namen der Hamas 20 Juden um, wird sich hierzulande keiner ein Bein ausreißen.


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    • Das war natürlich klar, dass jetzt wieder viele Politiker meinen, man müsse noch mehr überwachen, um für Sicherheit zu sorgen. Erinnert mich an 9/11. Die Geheimdienste freuen sich. Wenn zum "Schutz" vor solchen Angriffen die Freiheit der Menschen und die Demokratie zum Opfer fallen, dann haben die Terroristen genau das erreicht, was sie wollten.
    • Schön, dennoch werden tägliche Vorträge gehalten, die rassistisches Gedankengut beherbergen. Wenn es eine Demonstration des Volkes ist, dann sollen die sich gefälligst Themen suchen, die gehaltvoller sind. Denn ein Teil von mir versteht sehr wohl, was diese Menschen antreibt. Ich kann selbst feststellen, dass eine Kommunikation mit dem Volk bei vielen Sachen nicht mehr besteht.
      Entweder habe ich Demokratie falsch verstanden, oder wir leben in gar Keiner. Wenn es um die Sanktionen gegen Russland geht, dürfen wir nicht mitreden, bei fragwürdigen Waffenlieferungen nicht und auch nicht beim Freihandessabkommen. Nun wollen sie auch noch die Vorratsdatenspeicherung verstärken. Das sind alles Dinge, die das Volk nicht will. Wenn sie so weiter machen, wird Pegida ihr aller kleinstes Problem sein.

      Der Beitrag sagt es zwar aus, aber leider ist der Islam Teilthema von Pegida, verstärkt durch den rechten Sektor, denn nicht Linke organisieren ihn, sondern Vertreter von NPD und co. Es ist nur so, dass Linke und Rechte immer als erstes schreien, sobald die Mitte Fehler begeht.


      Ansonsten habe ich den untereren Abschnitt lieber nicht gelesen, denn der ist ja wohl etwas weit her geholt. Intellektuelle sitzen den ganzen Tag auf der Couch? Politiker sind nie produktiv? Die Uni vergiftet mich? Genau, alle die nicht in Harz IV leben und die mindestens ein Lebensstandard haben wie die Flüchtlinge im Land, sind sofort unsere Feinde. Der Aufstand der Dummen und Bauern mit Mistgabeln....

      Der Text trieft selbst nur so von menschenverachtenden Ansichten. Sie behaupten die Obrigen behandeln uns nur wie Vieh, aber selbst sie wollen jeden, der nach ihrer Absicht nach nicht "produktiv" ist, wie Dreck behandeln. Es sind Menschen, auch wenn sie jeder nur vom Dschungelcamp her kennt.

      Warum greift man den Künstler an? Oder Moderatoren? Wen haben die denn unterdrückt? Macht für mich alles keinen Sinn.


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    • Also das könnte nun das Game Over für die IS bedeuten. Ich habe schon die ganze Zeit drauf gewartet, bis die Türkei die Pro-IS Haltung aufgibt und endlich auch mal gegen diese Terroristen aktiv wird. Das Lustige ist, dass die Türkei diese ganze Sache wohl schnell beenden könnte, wäre da nicht die Souveränität von Syrien und andere international geschmiedete Bündnisse.

      zeit.de/politik/ausland/2015-0…ischer-staat-luftangriffe

      Ausschlaggebend war wohl der Anschlag von Suruç bei den 32 Menschen getötet wurden.


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    • Miles schrieb:

      Also das könnte nun das Game Over für die IS bedeuten. Ich habe schon die ganze Zeit drauf gewartet, bis die Türkei die Pro-IS Haltung aufgibt und endlich auch mal gegen diese Terroristen aktiv wird. Das Lustige ist, dass die Türkei diese ganze Sache wohl schnell beenden könnte, wäre da nicht die Souveränität von Syrien und andere international geschmiedete Bündnisse.

      zeit.de/politik/ausland/2015-0…ischer-staat-luftangriffe

      Ausschlaggebend war wohl der Anschlag von Suruç bei den 32 Menschen getötet wurden.


      Ja, die Türkei will gegen IS vorgehen, aber was, wenn diese Entscheidung jene IS-Krieger aktiviert, die in der Türkei sind, immerhin dient (oder diente nach der Entscheidend der türkischen Regierung?) das Land als Durchzugsland für diese Terroristen bzw. sie hatten hier auch Ausbildungszellen. Was, wenn nun Racheakte kommen. Wird die türkische Regierung dann wieder einknicken? Desweiteren: Wenn der IS in Syrien und Irak vertrieben ist, dann ist das nicht das Ende. Mittlerweile hat der IS ähnlich wie Al Kaida weltweit Anhänger und Zellen.
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      Remember your Forgotten Dreams - Wenn ein Mensch nichts gefundenn hat, wofür er sterben würde, dann taugt er nicht zum Leben.
    • Die Amis bekämpfen den IS? Die einzige News wo sie die IS bekämpfen war ein Bombademor neben einer Ihrer besetzten Industrie Gebiete nähe von Syrien das vor 2 Jahren und von da höre ich gar nix mehr nur das sie Waffen liefern an Rebellen und wie auch dem IS.
    • The Atlantic hat einen sehr umfassenden Artikel zum Islamischen Staat online.
      Um den zu lesen und zu verstehen, habe ich gut 2 Std gebraucht. Es lohnt sich aber.

      In aller Kürze:
      Die Behauptung, der IS sei nicht islamisch, ist fatal falsch. Im Gegenteil. Tatsächlich ist der IS fundamental islamisch und will eine sehr frühe Vorstellung des Islam reetablieren, samt all seiner Praktiken, die im Koran legitimiert werden.
      Das heißt nun, dass sich alle Muslime wie natürlich auch der IS auf den Koran berufen, diesen aber vollkommen unterschiedlich interpretieren.
      Schwerpunkt dieser Interpretation ist, inwieweit sich der Text auf die heutige Welt beziehen lässt.
      Und da klafft es dann auseinander. Die Evolution des Islam zu dem, wie die meisten Muslime ihn heute verstehen, ist für den IS absolut inakzeptabel und für jenen Grund genug, von Glaubensabweichlern zu sprechen, die den Tod verdienen.
      Dies würde im Übrigen auf die gesamte westliche Welt zutreffen, weswegen sich der IS in Erwartung der Apokalypse und Reinigung der Erde von den Ungläubigen auf einen Genozid vorbereitet.

      Die Stärke des IS geht von seinem Kalifat aus, der ihn so attraktiv macht für viele Gläubige und schließlich auch Kämpfer.
      Gefährlich wird der IS insbesondere aufgrund der Definition eines Kalifen und dessen Pflichten gemäß der Ur-Vorstellung des Islam.
      So wäre jener in der Pflicht, sein Reich zu expandieren, um nicht seinen Status zu gefährden.

      Daher scheint unverzichtbar, dem IS sämtliches Territorium abzuringen, auf welches sich das Kalifat gründet, um zum einen die Attraktivität nach außen hin zu verlieren und die Legitimation innerhalb der Terrormiliz.

      Sehr viel ausführlicher an dieser Stelle:
      theatlantic.com/magazine/archi…isis-really-wants/384980/

      Dass sich nun wieder der Hass auf die Flüchtlinge aus Syrien richtet, ist vollkommen an den Tatsachen vorbei.
      Denn die flüchten vor dem, was der IS praktiziert und sind die Vertreter eines neuen, modernen Islam.
      Und da liegt auch der Unterschied zwischen Islamistisch und Islamisch.
    2007-2017 SpinDash
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