Was läuft hier eigentlich falsch?

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    • Was läuft hier eigentlich falsch?

      Ursprünglich wollte ich ja nur im Smalltalk antworten aber der Beitrag wurde immer länger, also mache ich ein eigenes Thema auf, um es eventuell als Sprungbrett für ein anderes, weiteres Thema zu nutzen.

      Ich weiß ganz genau, dass ich mir den Scheiß nicht ein lebelang antun möchte, also das ganz normale Arbeitnehmerleben. Da müsste schon ein cooler Chef her, der einen guten Job anbietet, der mir Spaß macht, einigermaßen gut bezahlt wird, bei dem man Möglichkeiten hat Eigenverantwortung zu tragen und bei dem auch moralisch nichts auszusetzen wäre.

      Ansonsten kann ich weder in der Welt nicht viel bewegen, noch mich selbst verwirklichen, außer ich mache mich selbstständig. Es gibt immer Möglichkeiten die Welt zu verändern und wenn es nur ist, das Leben einiger Leute lebenswerter zu machen indem man ihnen gute Unterhaltung und Stoff zu nachdenken anbietet. Wenn man es richtig macht, regt man die Leute auch selber an kreativ zu werden und mit Geld besitzt man Macht um Dinge verändern zu können. Dort wo man sein Geld anlegt, generiert man ganz automatisch Macht, denn Geld ist die Ressource mit der man sich jede beliebige andere Ressource kaufen kann.

      Die meisten bleiben doch mit ihrer Entwicklung stehen, sobald sie die Zwanzig etwas überschritten haben, die eignen sich höchstens noch mehr Wissen wissen an aber die geistige und persönliche Entwicklung bleibt völlig auf der Strecke. Ich will leben, denn im moment fühle ich mich nicht so und dass kann unmöglich der Sinn hinter all dem sein. Die Leute sollen dumm gehalten werden, damit sie sich anschließend ******* kaufen können die sich nicht brauchen, um die Illusion aufrecht zu erhalten, dass sie frei wären, was sie nicht sind.

      Einige Leute wollen noch höher greifen, nach den Sternen, wollen die Welt verbessern, das traue ich mir nicht zu. Ich will einfach nur meine Ruhe haben, endlich Frei sein, Freiheit zu, Freiheit von und wenn das Chaos sich irgendwann aufgelöst hat und der Rauch sich endlich gelegt hat, bin ich gerne bereit dieser wahnsinnigen Welt eine zweite Chance zu geben. So lange kann ich nur diejenigen mit besten Wissen und Gewissen unterstützen, die den Mut und die Kraft haben, das zu tun was ich nicht kann: Nämlich kämpfen und endlich das Bildniss der Dekadenz, dem kapitalistischem System die Schweinemaske vom Gesicht niederreißen.

      Was nicht heißt, dass ich an so etwas wie Kommunismus glaube, ganz und gar nicht, das ist die selbe Krankheit bloß ins Gegenteil verzerrt. Die Menschen achten sowieso nicht mehr aufeinander, sie sehen nur noch sich, wie soll da bitte so etwas wie Kommunismus oder Sozialismus auch nur ansatzweise funktionieren? Mal davon abgesehen, sollte es auch möglich sein ein soziales, menschliches kapitalistisches System zu schaffen. Hoffnung setze ich da in die nächste Generation, sie scheint zumindest etwas weniger verkorkst als meine zu sein, moralisch scheint da einiges besser zu laufen (wenn auch nicht bei allen, wie so immer). Die Leute scheinen im allgemeinen tolleranter zu werden, was aber auch ein Nachteil ist, da viele sich nicht mehr trauen "gegen etwas zu sein", irgendwie wurde das den Leuten abtrainiert, was im übrigen eine der schlimmsten modernen Fehlentwicklungen ist.

      Und dann sind da noch die Medien, die einen von allem ablenken sollen, dabei sterben jeden Tag Menschen an Hunger in den unterschiedlichsten Ländern. In manchen Ländern wird ein Scheiß auf Umweltschutz und Kinderarbeit gegeben, da werden Autos hergestellt, die z.B. ähnlich derer von VW sind aber viel billiger sind (warum wohl?) und mit solchen Ländern sollen wir "wettbewerbsfähig" konkurieren, anstatt, dass so etwas wie Schutzzölle etc. eingeführt werden. Wir bomben andere Länder zurück in die Steinzeit, finanzieren amerikanische Kriege mit und was steht in den Zeitungen? ISIS, Islamisierung, der böse Putin, etc. Mich würde es nicht wundern, wenn einige dieser Schlagzeilen von den Regierungen selbst inszeniert wurden und wer traut schon einer Regierung die uns jahrelang wissentlich überwachen lässt und da auch noch mit macht? Aber das Volk braucht ja schließlich nur Brot und Spiele um unterhalten zu werden, das wussten schon damals die Römer und manch einem Kleingeist reichts ja schon, wenn er Abends sein Bier trinken, vor seinem Fernseher rülpsen und danach seine Ehegattin knallen kann um glücklich zu sein - um es mal ganz salopp zu formulieren.

      Und jeder der deswegen ein schlechtes Gewissen hat, kann ja die Grünen wählen, der ökologischen Scheißdreckpartei beitreten oder sagen "Die da oben machen ja sowieso was sie wollen!", um sein Gewissen zu erleichtern. Wobei viele Teile der Linken Ecke ja genauso kranke Ideen proklamieren z.B. Gender Mainstreaming (errinert sich noch jemand an "Das Elter"?).

      Früher dachte ich immer, dieses ganze "verändere die Welt" Gelaber: "Alles wird schön und alles wird toll, du musst nur den Anfang machen.", ist dummes, sentimentales Gewäsch; die Welt ist schlecht und die Menschen auch. Aber das ist Schwachsinn, wir werden von Soziopathen regiert, verarscht und ausgebeutet und die ungebildete Mehrheit schluckt es auch noch dankend, weil sie dafür ein Dach über den Kopf und mehr Fressen als sie *******n kann bekommt, so sieht es aus! Der Mensch ist nicht schlecht, er wird schlecht gemacht, denn diese Gesellschaft ist krank und unmenschlich, weil sie so erzogen wurde.

      Was es bräuchte wäre Veränderung aber niemand hat den Mut dazu, weil alle Angst vor der Realität haben oder mit dem Kopf so tief im Sand stecken, dass sie, sie nicht mehr sehen können. Manchmal nervt mich der ganze Kram so dermaßen an, dass ich ziemlich schroff auf Leute reagiere, die es eigentlich gar nicht verdienen.
      Jede Veranstaltung die ich besuche wird ganz automatisch zu einer fucking Freakshow!
    • Was hier Falschläuft, ist schnell beantwortet : Sehr viel läuft hier nicht.

      •Es war früher so und so wird es Höchstwahrscheinlich auch heute noch bleiben. :
      Wir "dürfen" es uns aussuchen, von wen wir Überwacht werden "wollen".

      •ISIS, Pegida und Co. : (muss ich mehr sagen) Sind verschiedene Situationen aber ein Ergebnis: Diskriminierung und Beseitigung eines "Anderen" Menschen. In welchem Zeitalter Leben wir denn, Im z.b Zweiten Weltkrieg vielleicht?
      Nein, so was geht gar nicht.

      •Ukraine-Russland Konflikt : Ich muss echt Sagen, dass da die Demokratie eindeutig versagt hat. (es gab keine wirkliche Demokratie)
      Hätte man es Anders lösen können, ich denke ja.

      Des nur wenige fakten mit meiner Meinung.

      •Im Allgemeinem: Schule wird langsam uninteressanter (Größenteils, weil die Lehrer immer unmotivierter den Stoff weitergeben) Arbeit immer Stressiger (einer muss Arbeiten von Dreien machen) usw ...

      Wir Arbeiten für einen "guten" Lohn/Rente :

      •Großteils sogar Unter 8,50€/die Stunde oder ohne Lohn (teils mit schlechten Arbeitsverhältnis)

      •Mit der Rente möchte ich gar nicht erst Anfangen (Steht in den Sternen)

      S. P. Gardebiter schrieb:


      Was es bräuchte wäre Veränderung aber niemand hat den Mut dazu, weil alle Angst vor der Realität haben oder mit dem Kopf so tief im Sand stecken, dass sie, sie nicht mehr sehen können.


      Stimme ich zu.

      Früher (z.b Deutsch/Deutsche Zeit) wusste man, dass man da was Verändern kann/konnte, wenn man Demonstrierte. (Pegida macht sowas zwar auch, aber in die Falsche Richtung.)

      Heute:

      •Hat man Angst deswegen verfolgt zu werden.
      •Gibt es die "es passiert sowisonichts" haltung
      •Glauben relativ Viele Menschen sogar daran, das es so gut ist, wie es Jetzt ist

      (Kritisieren Erlaubt)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Twails-VF ()



    • Ich bin ein Mensch, der mit unserem System ganz gewiss nicht einverstanden ist. In meinem politisch-naiv-Zeiten hat mir sogar die Gesellschaftsform der Anarchie sehr zugesagt. Und obwohl ich das mittlerweile nicht mehr ernsthaft wollen kann, halte ich es bei Weitem noch nicht für die schlechteste Gesellschaftsform - da gibt's traurigerweise sogar noch Schlimmeres.

      Was unser Grundproblem und die Ursache aller Folgeprobleme ist, ist schnell geklärt;
      Die Mentalität der Masse. Die meisten Leute wollen in der Gesellschaft entweder nichts ernsthaft verändern oder sie haben die Vorstellung, dass sie es nicht können. (Letzteren Gedanken finde ich nicht so falsch. Als Einzelperson ist man ja tatsächlich ein sehr schwaches Glied, wenn man von Revolutionen und anderen gesellschaftlichen Umstürzen redet.)
      Ich habe lustigerweise erst heute über genau diese Problematik nachgedacht.
      Im Prinzip leben wir doch in einem System voller Eventualitäten und ideellen Abmachungen und Werten. Letzten Endes sind wir keine funktionierende Maschinerie, sondern nur ein riesiger Apparat, der solange an den Stellen geflickt wurde, die nicht funktionieren, bis es insgesamt einigermaßen lief.
      Wir bezahlen mit der Idee von Geld (EC-Karten und Co.), lassen uns an Absprachen binden, nur, weil sie irgendeiner Mal auf ein Stück Papier geschrieben hat und unterwerfen uns einem Gesellschaftsvertrag, von dem wir niemals gefragt wurden, ob wir ihm zustimmen.

      Warum tun wir das alles? Weil es augenscheinlich erstmal funktioniert. Unsere Gesellschaft läuft so, wie sie ist. Nicht gut und schon gar nicht ohne irgendwelche Verluste, aber es ist erstmal ein System, das nach außen hin funktioniert. Und es ist ja auch sehr viel einfacher, sich dem einfach anzupassen, statt aufzustehen, rauszugehen und Veränderungen zu erzielen.
      Die meisten Leute wissen auch gar nicht, was für Veränderungen sie im Speziellen haben wollen würden. Gerade die Mittelklasse, der es in der ersten Welt ja einigermaßen gut geht und die sich keine großen Gedanken darüber machen müssen, was falsch läuft. Es gibt nur wenige Freigeister, die die Macken im System tatsächlich stören und die sich überhaupt wünschen würden, dass es zu Veränderungen kommt.

      Von mir selbst kann ich nur sagen; Ich bin unendlich müde, was diese Thematik angeht. Es gab eine Zeit, in der ich Veränderungen für etwas Wünschenswertes und Unumgängliches hielt, mittlerweile setze ich mich lieber still nieder.
      Wenn es allein nach meinen innersten Wünschen ginge, würde ich nicht Psychologie studieren - würde mich nicht zum Wissenschaftler und Therapeuten ausbilden lassen. Das ist nur ein Kompromiss, den ich mit mir selbst geschlossen habe, mit dem ich leben kann, ohne mein komplettes Wesen zu verleugnen. Also schnapp ich mir, was ich kriegen kann, setz mich hin, esse mein Brot und schaue meine Spiele.
      Mit Weltverbessern muss man immer vorsichtig sein - man muss ich dabei immer fragen: Wo will ich eigentlich hin? Wenn man mir jetzt die Zügel in die Hand geben würde und ich Entscheidungsgewalt hätte - was würde ich dann aus der Gesellschaft machen? Wie könnte ich sie so formen, dass sie trotzdem noch funktioniert?

      Und dabei habe ich auch gar nicht so viel Hoffnung in die Folgegenerationen - im Gegenteil. Ich werde sogar das Gefühl nicht los, dass es von Generation zu Generation schlimmer wird.
      Sehen wir es doch mal rein evolutionär;
      Intelligente, leistungsorientierte Menschen legen arttypisch mehr Wert auf Karriere als auf die Familie. Sie werden Akademiker und holen sich ihre drei Doktortitel, bevor sie überhaupt darüber nachdenken, Kinder in die Welt zu setzen. Und selbst dann bleiben sie entweder kinderlos oder haben nur ein oder zwei Kinder - weil sie genau abwägen, ob sie ein geeignetes Fundament gebaut haben, um ein Kind in die Welt zu setzen.
      Dagegen reproduzieren sich die Leute, die zu blöd sind, ein Kondom zu benutzen i.d.R. wie die Kaninchen. Ich habe Leute in meinem Jahrgang, die irgendwann aus der Schule gefallen sind, keinen Abschluss gemacht haben, den ganzen Tag daheim vor der Glotze sitzen und schon das dritte oder vierte Kind durch die Straßen schieben, damit sie nicht arbeiten müssen.

      Über Intelligenz mag man jetzt so oder so urteilen, aber Leute, denen von Kinderbeinen anerzogen wird, dass sie zu Hause sitzen und zwanzig Kinder zeugen sollen, sind in einer Gesellschaft nicht besonders nützlich - egal, welche Staatsform da amtiert.

      Und da steht das Schulsystem nochmal auf einer ganz anderen Karte - diese Diskussion will ich gar nicht so sehr provozieren. Es gibt natürlich auch Schulabrecher, die nicht auf den Kopf gefallen sind. Aber wenn wir mal ehrlich sind, besteht schon eine starke Korrelation zwischen einem Schulabbruch und den geistigen Fähigkeiten.

      Von den Medien gar nicht zu schreiben. Ich will gar nicht wissen, wie heftig das Zeug gefiltert ist, das bei uns ankommt. Ich finde es immer sehr bedenklich, wenn (auch intelligente) Leute grundsätzlich alles glauben, was man ihnen da so auftischt. Ich mache mir ja manchmal den Spaß und rechne die Horrorstatistiken durch, die da manchmal so demonstriert werden.
      (Beispiel: "Nur 2% der ausgebildeten Mediziner sind Allergologen, wir werden alle an Heuschnupfen sterben!!!!!" Wenn man sich mal anguckt, wie viele verschiedene Fachgebiete es in der Medizin gibt, wird man feststellen, dass 2% gar nicht so wenig sind und das relativ gleich verteilt ist. Es gibt kaum mehr Orthopäden, Anästhesisten und Co. Aber erstmal Angst und Schrecken verbreiten, damit die kleine, dumme Bevölkerung kurz gehalten wird.)
      In solchen Situationen finde ich es dann erschreckend, wenn z.B. meine Mutter sowas glaubt. Aber wenn ich dann versuche, ihr zu demonstrieren, dass das kein Grund zur Besorgnis ist, hat sie i.d.R. auch keine Lust, das auszudiskutieren. Obwohl sie nicht dumm ist, schluckt sie lieber die mundgerechten Happen, die ihr serviert werden, als sich über die Hintergründe Gedanken zu machen, weil es eben viel einfacher ist. Und das beobachte ich bei Menschen, die ihre Jugendzeit hinter sich gelassen haben, häufiger.
      Man will eigentlich gar nicht so viel herumphilosophieren. Man will nicht selber denken müssen. Und schon gar nicht will man irgendwas verändern, wenn man im Leben erstmal etwas erreicht hat.

      Traurigerweise verstehe ich diese Mentalität ein bisschen.
      Mein Ziel ist es, einen Abschluss in Psychologie zu erreichen - ein rein ideelles Gebilde auf einem Wisch, mit dem ich mir genauso gut den Hintern wischen könnte. Aber es ist halt gesellschaftlich anerkannt und irgendwann darf ich meinen Nachnamen vielleicht sogar mit einem Doktortitel schmücken.
      Es könnte aber jederzeit jemand kommen und sowas für nichtig erklären - wie gesagt; ideelle Gebilde.
      Dann hätte ich mich durch 12 Jahre Schule gequält, um eine adäquate Abiturnote zu erreichen, mich anschließend durch mehrere Semester Studium gequält und eine Dissertation verfasst - Stress, Mühen und Arbeit geleistet, damit mir am Ende einer einen Scherbenhaufen vor die Füße rotzt und mir erklärt, dass das System sich geändert hat.
    • Ich würde weniger auf die systemkritischen Barrikaden springen als direkt mal bei mir selbst anzufangen. Auch ich will nicht mein Leben lang in dem Job arbeiten, in dem ich gerade sitze. Ich habe hohe Ziele in der Gewissheit, dass ich sie wohl nicht erreichen werde. So geht es fats jedem, den ich kenne. Man frisst, was man kriegt und hofft durchs Leben zu eiern, damit man nebenbei noch etwas Zeit hat, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die einen weiter bringen oder anders emotional befriedigen.

      Warum ist das so? Nun, ich denke ein großes Kreuz unserer Zeit sind unsere eigenen Ambitionen. Wir leben in einer sicheren Welt. Wir müssen uns nicht sorgen, ob wir morgen nichts mehr zu essen haben oder ob die Ernte schlecht auffällt. Natürlich haben wir Existenzängste, aber insgesamt ist unser Überleben doch relativ sicher. Viele Menschen bewundern Leute, die wenig haben (Naturvölker, arme Menschen, etc.), weil sie mit dem zufrieden sind, was sie haben. Sie haben ein hartes Leben und wirken teilweise trotzdem glücklicher als wir. Irgendwie können sie sich mit dem zufrieden geben, was sie haben. Ich kann das nicht.

      Kennt jemand die Maslowsche Bedürfnispyramide?



      Sie steht zwar durchaus in der Kritik, zeigt aber relativ anschaulich eine simplen Bedürfnisaufbau. Ist ein Bedürfnis befriedigt, geht es ans Nächste. Menschen, die täglich ums Überleben kämpfen, können gar nicht an die Selbstverwirklichung (oder auch daran das System zu ändern) denken und lernen schnell sich über simple Dinge zu freuen.

      Bei uns sind die Grundbedürfnisse gesichert, während unsere Antennen auf Selbstverwirklichung stehen. Wir werden ständig damit zugebombt, was man alles erreichen kann und was wir vielleicht nie erreichen werden. Das Maß, an dem wir uns messen, ist inzwischen so weit über die Decke geschossen, dass wir uns im ständigen Vergleich klein und unbedeutend fühlen, eigentlich sogar machtlos. Unser eigener Selbstwert steht ständig auf der Probe gegen unerreichbare Ideale. Das macht auf Dauer unglücklich und unsicher. Obwohl wir ständig auf die Selbstverwirklichung schielen, fühlen wir uns unsicherer als je zuvor. Was ulkig ist, denn eigentlich sollten wir uns mit der Grundsicherung doch sicher fühlen. In dem sicheren Umfeld, in dem wir uns (theoretisch) befinden, sollte eigentlich gerade Platz für Systemverändernde Ideen sein. Ist er aber nicht, weil wir in ideeler Unsicherheit leben.

      Man kann da sicher auch den Medien den schwarzen Peter zuschieben. Zum einen natürlich als Beschäftigungstherapie für müde Geister, zum Anderen propagieren sie natürlich unrealistische Ideale. Zum Anderen sind die Informationen natürlich oft Grütze oder direkt manipulierend. "Oh oh, da ist was in der Politik, was den Leuten nicht gefällt, mhhhh, Medienskandal!!! Öh... Pferdewurst, guckt da Pferdewurst!"

      Zum Anderen fehlt "unser Generation" ein klares Feindbild bzw. sind klare Feindbilder als falsch entlarvt. Der böse Russe oder der böse Ami funktioniert so einfach nicht mehr, die Welt ist zu komplex dafür. Wir haben 10.000 Splittergruppen, die für oder gegen irgendwas demonstrieren, recht haut sich mit links die Köpfe ein und irgendwie weiß keiner so recht, wo man denn nun lang soll. So um die 20 ist die große Sturm und Drang Phase. Man will etwas verändern, glaubt zu wissen, wo es lang geht und will eben gegen das System, aber letzten Endes fühlt man sich machtlos. Die Politik will keine Veränderung. Sie ist ein träges System. Und da es ja nur politische Splittergrüppchen gibt, die sich bewegen, muss sie sich auch nicht ändern. Wenn man Glück hat bleibt man auch nach dieser Enttäuschung noch kritisch denkend und versucht die Welt um sich zu verstehen, aber viele geben da einfach auf.

      Ein anderer Punkt ist die Arbeits als Beschäftigungstherapie, was ich hier glaub ich auch schonmal irgendwo beschrieben hatte. Arbeit mit sehr geringem "Payoff", die entweder als sinnlos empfunden wird oder gar sinnlos ist. Letzten Endes macht man sie halt für das geld, aber das ist immer noch eine sehr geringe Motivation für 8 Stunden unbefriedigende Langeweile am Tag.

      Ich sehe in den neuen Generationen übrigens durchaus Potenzial, aber vielleicht ist das nur der persönliche Eindruck. Ich erlebe sehr viele empathische und engagierte sowie kritische Leute, die noch jünger sind als ich. Irgendwie bewegt sich zurzeit in meinem Umfeld auch relativ viel. Viele Leute werden kritischer oder interessieren sich mehr für die Welt um sich herum.

      Das erstmal meine wirren Gedanken dazu.
    • LittleMissDevil schrieb:

      Kennt jemand die Maslowsche Bedürfnispyramide?


      Jap, wobei ich da die Schachfigur noch ein Stück weiter vorsetzen würde.
      Denn im Zusammenhang mit diesem Thema ist ja gerade das, was Maslow dazu gesagt hat, interessant.
      Maslow behauptet ja heruntergebrochen, dass man als relativ junger Mensch (unter 50, wenn ich mich recht erinnere) noch gar nicht dazu fähig ist, die Selbstverwirklichung anzugehen. Die grundlegende Berufsausbildung, Familienleben und Co. sind ja für ihn grundsätzlich noch fundamentale Aspekte der Bedürfnispyramide.

      Er hat ja auch Kriterien aufgestellt, wie eine optimale Selbstverwirklichung aussehen sollte. Lustigerweise ist davon aber nichts im Entferntesten "Ich arbeite in einem Job, der mir Spaß macht."... :D
      Er geht eher davon aus, dass der Mensch als soziales Wesen seine Erfüllung findet und eher um seine Karriere herumlebt - quasi lernt, mit dem, was man ihm gibt, umzugehen und zufrieden zu sein, obwohl man sich geistig betätigt und reflektiert handelt.
      Letzten Endes kann man das System nicht so umstürzen, dass es jedem recht gemacht wird. Ein Leben in Gemeinschaft ist immer ein Leben von Kompromissen.
    • Ah, danke, du bringst mich da noch auf einen Punkt zurück, den ich in den ersten Ausführungen vergessen bzw. nur sehr kurz angeschnitten hatte. Das Leben um den Job herum ^^ Ich unterstütze diese These sehr stark (aufgrund eigener Erfahrungen). Dieses Leben um den Job herum ist allerdings gar nicht so einfach, weil der Job und das Geld, dass man damit verdient, irgendwie zum Lebensmittelpunkt mutiert sind. Sei es, dass man viel arbeiten muss, weil man wenig verdient, und so wenig Raum für Freizeit hat. Dass der Schichtdienst einen sozial isoliert. Überstunden gefordert werden etc. Die Arbeitswelt ist auch so ein friss oder stirb Ding, dass häufig jegliche Energie aus der Freizeit zieht.
    • Rum jammern bringt nichts. Das steht mal fest. lol
      Dafür brauche ich auch keinen langen Beitrag zu schreiben, das würde mich viel wertvolle Zeit kosten. Einfach das machen was Spaß macht, Geld verdienen damit man sich was schönes leisten kann und wo man sich selbst auf die Schulter klopfen kann, dass man sich das wirklich gönnen konnte, da man dafür geackert hat. Yayayay!
      Ganz genau richtig läuft nie was. Einfach leben.
    • Pandorra schrieb:

      sie haben die Vorstellung, dass sie es nicht können. (Letzteren Gedanken finde ich nicht so falsch. Als Einzelperson ist man ja tatsächlich ein sehr schwaches Glied, wenn man von Revolutionen und anderen gesellschaftlichen Umstürzen redet.)


      Deshalb bräuchte man eine Bewegung, die Leute müssen sich untereinander solidarisieren. Wenn alle nur miteinander die lächerliche Vorstellung teilen, dass sich sowieso nichts ändert, dann wird nie etwas passieren.
      Es reicht aber auch schon die Information an die Leute zu verteilen oder systemkritischen Medien/Personen etwas zu spenden, damit bewegt man schon etwas.

      Pandorra schrieb:

      Weil es augenscheinlich erstmal funktioniert. Unsere Gesellschaft läuft so, wie sie ist.


      Genau das ist das Gefährliche, das ist nämlich das was alle glauben sollen. Wir leben in einem Staat der Kriegstreiber unterstützt, sich von ihnen überwachen lässt, vollkommen unsouverän ist, eine extrem niedrige Geburtenrate hat (Migranten passen ihre Geburtenrate ebenfalls an, falls jetzt einer mit Einwanderung kommt), in dem die großen Medien nicht mehr unabhängig sind und uns augenscheinlich anlügen/ablenken, in dem juristisches Chaos herrscht (Grundgesetz, Wahlgesetz und co.), der verschuldet ist obwohl er doch "Exportweltmeister" ist, in dem 10% der Bevölkerung 90% des Vermögens besitzen, viele Menschen nicht wählen gehen und in dem viele denkenden Menschen das Gefühl haben, dass ganz gewaltig was schief läuft.
      Ich könnte jetzt noch viel mehr anbringen, alles näher ausführen etc. Aber du solltest eigentlich verstehen, was ich dir damit sagen will: Natürlich will der Staat das jeder in ruhe essen, kacken, schlafen, seinem Hobby nachgehen und sich unnützes Zeug kaufen kann, das hat doch LMD schon so gut mit der Bedürfnispyramide vorgeführt. Schließlich ist das doch eine viel subtilere Diktaktur oder meinst du das ist Zufall, dass so viele etwas ändern wollen aber sich hilflos fühlen?
      Und was passiert wenn du mit einfach Menschen über Politik redest? Alle reden immer nur übers Geld, Arbeitnehmer hier, Arbeitgeber da, Steuern, Renten etc. Man verkauft die Leute für dumm und lenkt von den eigentlichen Problemen ab, die Amis, die Lobbies, diejenigen mit viel Geld, die lenken diesen Staat und nicht unsere Politiker, das sind nur Marionetten. Oder glaubst du allen ernstes das sei Inkompetenz und das unsere Politiker es trotz dieser soweit nach oben geschafft haben?

      Pandorra schrieb:

      Es gibt nur wenige Freigeister, die die Macken im System tatsächlich stören und die sich überhaupt wünschen würden, dass es zu Veränderungen kommt.


      Das stimmt absolut nicht, die Bewegung ist im Internet größer als du denkst, nur eben nicht organisiert und teilweise misinformiert.

      Pandorra schrieb:

      mittlerweile setze ich mich lieber still nieder.


      Kenne ich, auch ich schreib, dass ich lieber meine Ruhe hätte aber man muss zumindest Leute informieren, um sie dann wenn es darauf ankommt eventuell mobilisieren zu können.

      Pandorra schrieb:

      Wo will ich eigentlich hin? Wenn man mir jetzt die Zügel in die Hand geben würde und ich Entscheidungsgewalt hätte - was würde ich dann aus der Gesellschaft machen? Wie könnte ich sie so formen, dass sie trotzdem noch funktioniert?


      Die großen, offensichtlichsten Probleme sind nun wirklich nicht so komplex, dass sie sich nicht einfach lösen ließen, mit einer Lösung mit der alle zufrieden sein könnten. Das Geldproblem wird sich nicht so einfach lösen lassen aber erstmal gibt es sowieso wichtigere Probleme.

      Pandorra schrieb:

      Sehen wir es doch mal rein evolutionär;
      Intelligente, leistungsorientierte Menschen legen arttypisch mehr Wert auf Karriere als auf die Familie. Sie werden Akademiker und holen sich ihre drei Doktortitel, bevor sie überhaupt darüber nachdenken, Kinder in die Welt zu setzen.


      Wieso "evolutionär"? Intelligente Menschen würden Kinder in die Welt setzen, wenn sie nicht aussterben wollen, so siehts aus. Allerdings wird versucht uns in eine andere Richtung zu bewegen: Karriere ist wichtiger als Familie, alle müssen arbeiten, am besten sollen sie 2 Jobs gleichzeitig machen, Emanzipation ist wichtig, eine Frau ist nur etwas wert wenn sie Karriere macht, etc. Leistungsorientiert soll man denken. Im übrigen werden da auch Migranten nicht helfen, die ihre Fertilitätsrate anpassen (noch ein Indiz dafür, dass hier so einiges falsch läuft), das wird das Problem bestenfalls temporär beschönigen.

      Pandorra schrieb:

      Dagegen reproduzieren sich die Leute, die zu blöd sind, ein Kondom zu benutzen i.d.R. wie die Kaninchen.


      Eine österreichische Studie kommt zu einem anderen Ergebnis, nämlich, dass Bildung die Chancen auf ein Kind erhöht: oif.ac.at/service/zeitschrift_…fec6abc602b3e1f3b153ea374
      Und wenn die Bildung daran Schuld sein soll, dass weniger Kinder geboren werden, dann überlege dir mal was das für eine Bildung sein soll oder was die gebildeten so stört, dass sie keine Kinder mehr in die Welt setzen wollen.

      Pandorra schrieb:

      Über Intelligenz mag man jetzt so oder so urteilen, aber Leute, denen von Kinderbeinen anerzogen wird, dass sie zu Hause sitzen und zwanzig Kinder zeugen sollen, sind in einer Gesellschaft nicht besonders nützlich - egal, welche Staatsform da amtiert.


      Nur, dass sie nicht aussterben, im Gegensatz zu den "intelligenten" Leuten. Überleg es dir ob du es als Massensuizid oder als Genozid des ethnischen deutschen Volkes (nicht des Staatsvolkes) ansehen möchtest, denn nichts anderes wird es sein wenn es die nächsten Jahre so weiter geht. Die Bevölkerung nimmt nämlich etwa um 1/3 pro Generation ab.

      LittleMissDevil schrieb:

      Ich würde weniger auf die systemkritischen Barrikaden springen als direkt mal bei mir selbst anzufangen.


      Das eine hat mit dem anderen zutun, ich bin unzufrieden weil das System so ******* läuft. Natürlich gibt es auch eigene Bedürfnisse wie z.B. Selbstverwirklichung aber die stehen eben hinten an.

      LittleMissDevil schrieb:

      Ich habe hohe Ziele in der Gewissheit, dass ich sie wohl nicht erreichen werde. So geht es fats jedem, den ich kenne.


      Meine Ziele sind nicht so hoch, ich denke sich selbst zu verwirklichen, genug Geld zu machen und Informationen zu verteilen, um andere beim Kampf gegen etwas Unrechtes zu unterstützen sind keine zu hohen Ziele, das sollte wirklich machbar sein.

      LittleMissDevil schrieb:

      Menschen, die täglich ums Überleben kämpfen, können gar nicht an die Selbstverwirklichung (oder auch daran das System zu ändern) denken und lernen schnell sich über simple Dinge zu freuen.


      Logisch können sie das nicht aber sie unterstützen ja auch nicht indirekt eine Regierung die anderen Leid bescherrt, manipuliert und korrupt ist.
      Im übrigen habe ich großen Respekt vor solchen Menschen und wäre gerne selber so geboren worden, das simple Leben ist doch viel einfacher zu genießen und man muss sich keinen Kopf um hochkomplizerte Entwicklungen machen. Jedoch bin ich hier geboren und damit auch in der Verantwortung, schließlich steht auf dem Papier, dass ich unsere Regierung legitimiere und damit bin ich überhaupt nicht einverstanden.

      LittleMissDevil schrieb:

      In dem sicheren Umfeld, in dem wir uns (theoretisch) befinden, sollte eigentlich gerade Platz für Systemverändernde Ideen sein. Ist er aber nicht, weil wir in ideeler Unsicherheit leben.


      Das ist weil die Gefahren von heutzutage viel abstrakter sind, eine Regierung die dich z.B. ausspioniert und manipuliert ist zunächst als Gefahr nicht so greifbar wie etwa ein Bär der dich angreift. Und natürlich haben wir alle Möglichkeiten zur Veränderung und die sollten wir auch ergreifen, denn ich denke wir können uns darauf einigen, dass hier eben nicht alles super toll läuft und wir durch unsere stille Zustimmung Leid in einigen Teilen der Welt verursachen. In diesem Land wird man auch zunehmend paranoider, weil sich teilweise Dinge, die man zunächst noch als Verschwörungstheorie vermutet oder sogar "gewünscht" hat, am ende doch bewahrheiten. Ganz ehrlich, müsste ich wählen, würde ich mich lieber für den Bären entscheiden.

      LittleMissDevil schrieb:

      Der böse Russe oder der böse Ami funktioniert so einfach nicht mehr, die Welt ist zu komplex dafür.


      Beim Russen kauf ich es dir noch ab aber nicht beim Amerikaner. Mir ist klar, dass die Bevölkerung dafür nichts kann, die wird genauso von ihrer Regierung verarscht wie wir. Aber bei der amerikanischen Regierung ist die Sache eigentlich ganz klar, jeder sollte eigentlich die Verbrechen kennen. Wenn du allerdings meinst, dass nicht klar ist, ob die Regierung nicht auch nur eine Marionette ist und es im Hintergrund andere Strippenzieher gibt, gut, das kann man nicht so ohne weiteres wiederlegen. Nichtsdestotrotz beeinflusst und manipuliert diese Regierung uns extrem, spielt Kriegstreiber, führt Kriege, spioniert alle aus, etc. Sie ist in der ausführenden Gewalt und deshalb ist es zunächst einmal klar, dass man sich gegen die Veramerikanisierung und den amerikanischen Einfluss stellen muss, denn viele Probleme die wir heute haben sind Folgeprobleme dessen.

      LittleMissDevil schrieb:

      Irgendwie bewegt sich zurzeit in meinem Umfeld auch relativ viel. Viele Leute werden kritischer oder interessieren sich mehr für die Welt um sich herum.


      Ohja, ich habe den selben Eindruck, deshalb ist auch gerade jetzt ein guter Zeitpunkt das Thema aufzugreifen und mit seinen Bekannten und Freunden darüber zu reden. Je mehr die Leute wissen, desto besser ist es, es erhöht die Chancen, dass man eines Tages tatsächlich etwas verändern kann.

      LittleMissDevil schrieb:

      Wenn man Glück hat bleibt man auch nach dieser Enttäuschung noch kritisch denkend und versucht die Welt um sich zu verstehen, aber viele geben da einfach auf.


      Mir war schon mit 16 klar, dass hier einiges aus dem Ruder läuft, der Kampf dagegen lohnt sich immer wieder und das wird sich auch nicht ändern, viele in meiner Familie denken ähnlich und ich wurde auch so erzogen, alles kritisch zu hinterfragen.

      Mercury schrieb:

      Rum jammern bringt nichts. Das steht mal fest. lol


      Entschuldigung Frau Merkel, ich wusste nicht, dass sie auch im Forum unterwegs sind und man deswegen echte Probleme nicht mehr ansprechen darf, um mit anderen Leuten eine Lösung zu diskutieren. Wie wäre es wenn du mal einige Zeit in einem Krisengebiet verbringst? Soldaten kommen nicht ohne Grund traumatisiert nach Deutschland zurück. Vielleicht weißt du es dann mal zu schätzen, wenn sich Menschen für andere einsetzen und die Probleme ansprechen, wenn du selber mal Todesangst hattest.

      Mercury schrieb:

      Dafür brauche ich auch keinen langen Beitrag zu schreiben, das würde mich viel wertvolle Zeit kosten. Einfach das machen was Spaß macht, Geld verdienen damit man sich was schönes leisten kann und wo man sich selbst auf die Schulter klopfen kann, dass man sich das wirklich gönnen konnte, da man dafür geackert hat. Yayayay!
      Ganz genau richtig läuft nie was. Einfach leben.


      Danke für die Bestätigung meiner These, dass Menschen nur noch auf sich achten, lieber den Kopf in den Sand stecken und sich auf stupide Bedürfnisbefriedigung reduzieren als gegen Unrecht vorzugehen. Weil man hat ja auch nichts mit hungernden und sterbenden Menschen in sonstwo zutun, sollen die doch alle verrecken, die kenne ich ja nicht persönlich und das war ja auch schon immer so.

      Ganz richtig läuft nie was, ja, Beispiele für Regierungen muss ich nicht nennen in denen auch nie ganz richtig was lief oder?
      Jede Veranstaltung die ich besuche wird ganz automatisch zu einer fucking Freakshow!
    • S. P. Gardebiter schrieb:

      Natürlich will der Staat das jeder in ruhe essen, kacken, schlafen, seinem Hobby nachgehen und sich unnützes Zeug kaufen kann, das hat doch LMD schon so gut mit der Bedürfnispyramide vorgeführt.

      Dem habe ich ja nicht widersprochen - ich bin nicht der Ansicht, dass unsere Gesellschaft exakt das ist, was uns dargeboten wird.
      Aber vielen, vielen Leuten reicht es einfach schon, wenn sie ihre Grundbedürfnisse befriedigen können. Für sie "funktioniert" das System - zwar mit Abstrichen und Einbußen, aber für die meisten hält sich das im Rahmen des Verkraftbaren. Wer nicht mit Armut und Co. zu kämpfen hat, macht sich weniger Gedanken um Politik und mögliche Veränderungen.

      S. P. Gardebiter schrieb:

      Die großen, offensichtlichsten Probleme sind nun wirklich nicht so komplex, dass sie sich nicht einfach lösen ließen, mit einer Lösung mit der alle zufrieden sein könnten. Das Geldproblem wird sich nicht so einfach lösen lassen aber erstmal gibt es sowieso wichtigere Probleme.

      Aber wo Geld ist, ist auch immer ein Machtgefüge. Und es gibt keine Garantie dafür, dass Menschen sich mit genug Geld und Macht nicht dem Staate gemäß umpolen lassen. Je weniger Probleme man selbst hat, desto geringer die Ambitionen, irgendwas daran zu verändern.
      Die größten Probleme hängen ja indirekt auch alle mit Geld zusammen. Radikale Veränderungen in der Regierung vorzunehmen, würde beispielsweise erstmal nirgendo hinführen, dann würde nur ein Machtvakuum entstehen.
      Die kapitalzentrierte Orientierung kann man in der heutigen Gesellschaft niemandem so recht aberziehen, weil es uns seit jeher so beigebracht wurde - und das auch überlebenswichtig ist, um in unserer Gesellschaft zu bestehen.
      Ich bin ja selbst jemand, dessen (Geld betreffende) moralische Ansichten auf Andere recht überzogen wirken müssen - siehe Commissions, amiibo und Co.
      Aber selbst ich könnte keine Garantie darauf geben, diese Mentalität beizubehalten, wenn die Summe einfach groß genug ist, um mein Leben von jeglichen Problemen zu befreien. Und so funktioniert unsere Gesellschaft: Mit Geld kann man alle Probleme lösen. Mit Geld kann man sich Freiheit (persönliche und juristische) erkaufen. Nur deshalb funktioniert das System überhaupt.
      Ich denke, dass Menschen grundsätzlich egoistisch sind, wenn es um die Entscheidung geht "mein eigenes Wohl oder das aller Anderen" - jetzt noch die paar Altruisten zu finden, die die eigenen Werte und Überzeugungen teilen, dürfte schwierig sein.

      S. P. Gardebiter schrieb:

      Intelligente Menschen würden Kinder in die Welt setzen, wenn sie nicht aussterben wollen, so siehts aus.

      Naja, da wären wir wieder bei "Nach mir die Sintflut".
      Ich nehme mir mal die Arroganz heraus und würde mich selbst als intelligenten Menschen bezeichnen. Für mich liegt Selbstverwirklichung aber eher im akademischen Sektor, nicht im familiären. Ich habe - unabhängig von meiner wirtschaftlichen Lage - gar kein Interesse daran, Kinder in die Welt zu setzen. Weniger, weil mich die Gesellschaft dazu zwingt, sondern viel mehr, weil das meinen eigenen Werten als introvertierter, tendentiell unsozialer Person entspricht. Ob ich damit dazu beitrage, dass Intelligenz in kommenden Generationen ausstirbt, ist mir grundsätzlich erstmal egal - davon kriege ich ja nichts mehr mit.

      Ich glaube auch, dass das ein weiterer Knackpunkt in Sachen gesellschaftliche Umstürze ist. Wenn es nur eine schleppende Folge ist, die sich erst auf Generationen in der Zukunft auswirkt, ist man als Einzelperson gleich viel weniger bestrebt, etwas zu tun. Man selbst hat von seinen ganzen Mühen und Anstrengungen ja nichts mehr.

      S. P. Gardebiter schrieb:


      Und wenn die Bildung daran Schuld sein soll, dass weniger Kinder geboren werden, dann überlege dir mal was das für eine Bildung sein soll oder was die gebildeten so stört, dass sie keine Kinder mehr in die Welt setzen wollen.

      Naja, da widerspreche ich dem Artikel gar nicht so sehr - ich habe ja nicht gemeint, dass die Bildung das Problem ist, sondern dass das beides miteinander korreliert. Das ist letzten Endes einfach nur das Ergebnis, das wir präsentiert kriegen.
      Dass die Faktoren da nicht so einfach zu fassen sind wie "Bildung" und "Fertilität", ist mir bewusst. Aber summa summarum; Intelligente Menschen zeugen weniger Kinder.
    • S. P. Gardebiter schrieb:


      Danke für die Bestätigung meiner These, dass Menschen nur noch auf sich achten, lieber den Kopf in den Sand stecken und sich auf stupide Bedürfnisbefriedigung reduzieren als gegen Unrecht vorzugehen. Weil man hat ja auch nichts mit hungernden und sterbenden Menschen in sonstwo zutun, sollen die doch alle verrecken, die kenne ich ja nicht persönlich und das war ja auch schon immer so.

      Ganz richtig läuft nie was, ja, Beispiele für Regierungen muss ich nicht nennen in denen auch nie ganz richtig was lief oder?


      Jop! Wenigstens tu ich nicht so als ob es mich so gewaltig stört, ohne dass ich groß für eine Veränderung sorge. Es bringt nichts sich darüber zu beschweren, ohne dass man aktiv was dagegen tut. Von dem her sehe ich an meiner Einstellung nichts negatives.
    • Du bist der Meinung, das wir uns nicht aufregen brauchen, wenn wir sowieso nichts daran ändern wollen/können.

      Du hast das Recht drauf, es uns klar zu sagen, und deine Meinung dazu zu äußern.

      Es ist schon lustig, wenn davor alle einer Meinung waren und plötzlich eine Gegenstimme auftaucht.

      Das macht die Diskussion um meilenweit Interessanter

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    • Puh, das ganze ist ja ziemlich weitreichend.
      Ich für meinen Teil denke mir manchmal, dass meine Lebenszeit meist sowieso zu kurz ist um irgendwas zu ändern. Das ist zwar schon eine Form von Resignation, aber ich möchte mich nicht mit Hoffnung besaufen und dann in der nüchternen Realität aufwachen.
      Man hört ja oft, dass Geld der Ursprung allen Übels auf der Welt ist weil es sie regiert. Allerdings kann man meiner Meinung nach die menschliche Eigenschaft des Egoismus überordnen. Und genau deswegen lebe ich zumindest zum Teil nach der Devise, dass ich der Welt nicht nur helfen kann mit dem was ich tue, sondern auch mit dem was ich nicht tue. Für jede Aktion, welche ich nicht aus Eigennutz ausführe, kann ich mir zumindest sagen, dass ich etwas getan habe, was nicht mir und meinem Leben im direkten Sinne nutzt. Und ich hoffe trotz allem, dass sich diese Verhaltensweise(n) irgendwann exponentiell vermehrt, da die zugehörigen Wertevorstellungen sich immer mehr verbreiten.

      Was oft vergessen wird bei den vielen Verzweiflungen, Kritiken usw. heutzutage ist die Tatsache, dass sich vieles unmerklich doch sehr verbessert hat. Und die ganzen Kritiken an Deutschland, USA und Russland kann ich sowieso erst bei konkreten, öffentlichen Beweisen ernstnehmen (wie Beispielsweise die ungleichen Preisverhältnisse bei Rohstoff und Fertigprodukt beim Handel mit Entwicklungsländern), da die vielen Theorien, und sei die Wahrscheinlichkeit noch so hoch dass sie stimmen, leider immer noch nicht 100% belegbar sind. Und ich bin der Meinung, dass oft viel zu viel Energie sinnlos darauf verschwendet wird, etwas ändern zu wollen, was nur mit gewaltiger Teamarbeit durchsetzbar ist. Wenn man Rücksichtnahme und Solidarität in der Gesellschaft durch bereits erwähnte uneigennützige Handlungen fördern würde, wäre die Solidarität gleich viel größer. Aber wer, jetzt mal sehr übertrieben gesagt, sich über die böse Lügenpresse und die korrupten Länder aufregt, oder, weniger überzogen, einfach über das Leid der vielen Menschen in ärmeren Ländern, parallel aber eine Stunde später im Einkaufscenter dem Rollstuhlfahrer aus lauter Stress/Insichgekehrtheit/wasauchimmer vergisst die Tür aufzuhalten, da sehe ich, trotz der radikal unterschiedlichen Größenverhältnisse dieser Situationen schon eine gewisse Ironie...

      Spoiler anzeigen
      und irgendwie wirkt das ganze was ich geschrieben habe viel zu deep......


      Did that sting? Saw-ry!
    • S. P. Gardebiter schrieb:

      Das eine hat mit dem anderen zutun, ich bin unzufrieden weil das System so ******* läuft. Natürlich gibt es auch eigene Bedürfnisse wie z.B. Selbstverwirklichung aber die stehen eben hinten an.

      Wie dir vielleicht aufgefallen ist, bin ich Systemkritik ja auch gar nicht abgeneigt. Ich habe meinen Beitrag eben nur mit einem Erfahrungsbericht begonnen und eher die Auswirkungen beschrieben, die "das System" auf die Menschen selbst hat ^^ Ich selbst kann Dingen vor allem im kleinen bewegen und beobachte daher tendenziell eher, was sich in meinem Umfeld bewegt, und setze dort an. Je mehr Leute ich auf Missstände aufmerksam machen oder zum Denken anregen kann, desdo besser. Ich arbeite ja nicht umsonst mit Menschen. Wie du ja so schön geschrieben hast:
      Ohja, ich habe den selben Eindruck, deshalb ist auch gerade jetzt ein guter Zeitpunkt das Thema aufzugreifen und mit seinen Bekannten und Freunden darüber zu reden. Je mehr die Leute wissen, desto besser ist es, es erhöht die Chancen, dass man eines Tages tatsächlich etwas verändern kann.

      Meine Ziele sind nicht so hoch, ich denke sich selbst zu verwirklichen, genug Geld zu machen und Informationen zu verteilen, um andere beim Kampf gegen etwas Unrechtes zu unterstützen sind keine zu hohen Ziele, das sollte wirklich machbar sein.

      Nun, damit sprichst du für dich. Ich habe lediglich die Erfahrungen wieder gegeben, die sich so in meinem Umfeld bewegen ;)
      Im übrigen habe ich großen Respekt vor solchen Menschen und wäre gerne selber so geboren worden, das simple Leben ist doch viel einfacher zu genießen und man muss sich keinen Kopf um hochkomplizerte Entwicklungen machen. Jedoch bin ich hier geboren und damit auch in der Verantwortung, schließlich steht auf dem Papier, dass ich unsere Regierung legitimiere und damit bin ich überhaupt nicht einverstanden.

      Das ist eigentlich auch schon das, worauf ich hinaus wollte. Und viele menschen haben eben nicht das Interesse oder auch rein die Fähigkeiten, um sich mit diesen Themen zu befassen. Natürlich ist das wichtig (auch für mich persönlich), aber ich kann nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen, dass viele sich dieser Verantwortung über das eigene Leben entledigen und es schön auf die Regierung abschieben. Kommt der Regierung natürlich nicht ungelegen, wenn sich wenig Leute zutrauen etwas zu bewegen.
      Das ist weil die Gefahren von heutzutage viel abstrakter sind, eine Regierung die dich z.B. ausspioniert und manipuliert ist zunächst als Gefahr nicht so greifbar wie etwa ein Bär der dich angreift. Und natürlich haben wir alle Möglichkeiten zur Veränderung und die sollten wir auch ergreifen, denn ich denke wir können uns darauf einigen, dass hier eben nicht alles super toll läuft und wir durch unsere stille Zustimmung Leid in einigen Teilen der Welt verursachen. In diesem Land wird man auch zunehmend paranoider, weil sich teilweise Dinge, die man zunächst noch als Verschwörungstheorie vermutet oder sogar "gewünscht" hat, am ende doch bewahrheiten. Ganz ehrlich, müsste ich wählen, würde ich mich lieber für den Bären entscheiden.

      Richtig, wobei ich deshalb trotzdem noch nicht den Bären nehmen würde. ^^
      [..]Nichtsdestotrotz beeinflusst und manipuliert diese Regierung uns extrem, spielt Kriegstreiber, führt Kriege, spioniert alle aus, etc. Sie ist in der ausführenden Gewalt und deshalb ist es zunächst einmal klar, dass man sich gegen die Veramerikanisierung und den amerikanischen Einfluss stellen muss, denn viele Probleme die wir heute haben sind Folgeprobleme dessen.

      Ich wollte in meinem Beitrag nur darauf hinaus, dass simple Feindbilder meist nciht mehr so leicht funktionieren, nicht dass es nicht auch Böses an Ami und Russen gibt ;) Die amerikanischen Verbrechen, die unsere Regierung auch noch unterstützt, sollten allen Menschen bewusst sein. Ich stehe auch geschlossen bei dir, wenn es um die amerikanische Politik geht, keine Sorge. Ich wollte nur sagen, dass die Welt nicht nach einfach Feindbildern einteilbar ist. Dazu trägt auch die abstraktere Gefahr bei, die du im oberen Abschnitt angesprochen hast sowie die Tatsache, dass unser Einblick in die Politik durch die Medien nur sehr sehr schmal ist und wir letztendlich kaum abschätzen können, was alles außerhalb unseres Sichtfeldes geschicht und abgesprochen wird. Man weiß oft gar nicht so genau, wo die Verantwortlichen sitzen und wer da gerade Einfluss auf wen hatte und warum. Sich heute rein auf einen "Schuldigen" zu stürzen, macht blind für die Anderen Dinge, die passieren. Deshalb kann ich mich auch weder rein auf die Seite "böser Russe" noch auf die Seite "böse Ami" stellen. Das mir das, was wir sehen, alles Andere als gefällt, sollte allerdings auch klar sein.
      Mir war schon mit 16 klar, dass hier einiges aus dem Ruder läuft, der Kampf dagegen lohnt sich immer wieder und das wird sich auch nicht ändern, viele in meiner Familie denken ähnlich und ich wurde auch so erzogen, alles kritisch zu hinterfragen.

      Wir gehen auch hier konform. Den Kopf in den Sand zu stecken, hilft da gar nichts.
      __________________________________
      @Mercury: Wie wir hier im Thread schon festgestellt haben, wird niemand von uns "das ganz Große"verändern, allerdings kann man im Kleinen bei sich anfangen. Zu sagen, man ignoriert alle Probleme und kümmert sich nur um sich selbst, weil es im Grunde zu unbequem ist, den Versuch zu starten, etwas zu ändern, ist ziemlich ignorant. Probleme sind da und sich über diese Probleme und seine Handlungsoptionen bewusst zu werden, ist ein erster Schritt der Veränderung. Wer aber nicht mal bei sich selbst anfangen will, wird natürlich davon ausgehen, dass man nichts ändern kann.
    • "Die Gefahr der Politik ist schnell erkannt,
      Die Bürokratie übernimmt die Oberhand
      ." ;(

      >
      Ich finde es nicht gut, das fast alles Bürokratisiert wird.

      Damit verlieren wir die Chance, Meinungen besser durchsetzen zu können, da alles schriftlich festgehalten wird.
      Laut dem Motto: Was da steht ist Gesetz.

      Um ein Gesetz ändern zu wollen, muss es durch mehrere ebenen durchlaufen.
      Da wird entschieden ob ein Gesetz geändert wird oder nicht.

      Und das finde ich nicht schön, weil es eben die Demokratie einschränkt.

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    • Ich denke das passt hier ganz gut rein.
      Es geht um japanische Aussteiger, die sich nicht der Doktrin der früheren Japanischen Gesellschaft beugen wollen. Nach dem Krieg wollte man Europa schnell einholen und übertreffen. Die Regierung förderte die Unternehmen, etablierte soziale Systeme und bot den Arbeitern eine Anstellung auf Lebenszeit an. Das Land schaffte den wirtschaftlichen Aufschwung, zugleich aber förderte es den Wettbewerb auf eine ungesunde Art und Weise. Ähnlich wie in Südkorea gilt dort der Drill der besonderen Art: Schüler werden schon früh darauf geeicht, dass Kameraden in der Schule nur Konkurrenten sein und nur die Besten auch später eine ehrenwerte Anstellung bekämen. Bereits im Studium gibt es Anwerbungen von Unternehmen.
      Die Generation rebelliert seit den 80iger Jahren aber gegen dieses System und möchte mehr Freiheiten (Work-Life-Balance), was wiederum von den älteren als Faulheit und Schande bewertet wird, sie denken die Jugend sei verweichlicht und wolle nicht mehr arbeiten. Ein wichtiges Thema ist die Zeitarbeit, die auch hierzulande ein Problem darstellt. In Japan gilt nur der als etwas, der seine Ahnen respektiert und eine feste Anstellung hat. Leute die sich dagegen stellen werden als Verlierer betrachtet. Demonstrationen gibt es zwar, aber es ist nicht so wie in Europa, in Asien gilt die Regel der "Scham-Gesellschaft". Die Japaner sind von konfuzianischen Werten geprägt, dort besteht eher das Credo niemanden zu stören oder öffentlich Kritik zu äußern. Viele Japaner die sich nicht mit den Wettkampfgedanken ihrer Ahnen auseinandersetzen wollen (genannt Freeters), landen schnell auf die schiefe Bahn, haben keinen Abschluss, kaum Geld und schlagen sich mit Jobs durch die lausig bezahlt werden und zeitlich begrenzt sind. Weitere Sub-Gruppen, die ähnliche Motive verfolgen kennt man auch hierzulande als "Otaku and Hikikomori." u.ä. (Otakus können natürlich immer noch erfolgreich sein, nur begehren sie ebenfalls gegen die alte Gesellschaftsordnung auf).




      Betrachtet man den Trend der Zeitarbeit, so ist anzunehmen, dass so etwas ähnliches auch hier eintreten könnte. Ich aber halte unsere Gesellschaftsordnung für viel zu sozial, als dass sie diese Ungerechtigkeit blind links ignorieren könnte, auch wenn hier immer von "Ungleichheit" gesprochen wird. Dafür jammern die Deutschen zu viel rum, was vielleicht eine doch nicht so negative Eigenschaft ist.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Nur ein kurzer Einwurf zu Japan und der Gesellschaft dort im allgemeinen - da gelten Prinzipien wie "Nägel, die herausstehen, müssen reingehämmert werden", absoluter Respekt vor Älteren (auch wenn das bedeutet, dass die Jugend keine eigenen Perspektiven sieht) und einen großen Erfolgsdruck. Ganztagsschule plus Nachhilfe ist ein Klischee für Ostasien, aber das kommt nicht von ungefähr und hat seine Berechtigung. Und ja, der Fokus auf "das Gesicht wahren" ist auch real, offene Kritik wird grundsätzlich nicht geäußert, Schuldeingeständnisse sind undenkbar. Das geht so weit, dass du, wenn du einen Passanten in Japan nach dem Weg fragst, er dir im Brustton der Überzeugung den Weg weisen wird, selbst wenn er ihn nicht kennt - er stünde ja sonst dumm da.
      Konformitätszwang und Druck von Oben haben da Dimensionen, die wir uns in Europa nicht mal vorstellen können.

      Trotzdem auf jeden Fall ein interessantes Phänomen, Video steht auf der Liste zum noch mal ansehen.

      "What can change the nature of a man?"




      Ravel, Planescape: Torment

    • Die ersten Posts hab ich gelesen, dann hab ich gescrollt... sorry...

      Mir fällt im Moment auf, dass irgendwie alle Leute an die ich so rankomme aggressiv und depressiv werden und keiner hört einem mehr zu...

      Vor wenigen Tagen erst meinte eine Person, die eigentlich sehr schlau ist sie würde bei Pegida mitlaufen O.O
      Ich hab ihr daraufhin gesagt, dass sie selber mal gesagt hat, dass man DENEN Niemals hinterher läuft! Egal was ist!
      Und das es Schwachsinnig ist, das diese Leute einfach nur aggresiv sind ohne zu wissen um was es eigentlich wirklich geht!
      Ja Medien sind Monster!
      Man folgt nur der Hetze, die das Fernsehen anfeuert ohne darüber nachzudenken, warum die Leute wirklich aus ihren Ländern fliehen und dann bei Eiseskälte in Zelten tausend Meilen von zu Hause schlafen...

      Ratschläge nimmt auch niemand mehr an, weil jeder nur sich selber am nähsten ist.
      Keiner Hilft mehr einander und wenn man "Hilfe angeboten bekommt" wird man runtergesaut und unter Zeitdruck gesetzt und bekommt zu hören, dass man diese Chance NIE wieder bekommt.

      Hey Leute, hat man euch als Kinder zu oft den Lolli geklaut? (Nicht ihr, die die das betrifft)
      Das ist doch nicht mehr normal!
      Wir hetzten uns gegenseitig auf und keiner tut mehr etwas ohne eine Gegenleistung?
      Netten Beisammensein gibt es nicht mehr.
      Man wird in Klassen und Gruppen unterteilt und dann zerquetscht!

      Und wie Pandorra so schön geschrieben hat:
      Wie im Film "Idiocrazy": die Dummen vermehren sich, sie Schlauen sterben aus.

      Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass "dumm" relativ ist, ich denke viele bauen ihr eigenes Potenzial nciht aus, weil sei vorher runter gemacht und/oder mit Drogen gefüttert werden.
      Ich habe schon einige Leute kenne gelernt bei denen ich mich fragte, warum sie da sind, wo sie sind.
      KEINER stand hinter ihnen, als sie jung waren und die helfende Hand brauchten.

      Viele Probleme könnte man umgehen, wenn man sich höflich miteinader beschäftigt, aber das treibt man und ja täglich aus!

      Ach und was die zukünftige Generation angeht, glaube ich, könne wir froh sein, wenn die noch wissen wie man sich selber Essen machen kann ...
      Damit meine ich jetzt eine Generation die grade Geboren bis 3 Jahre ist, diese Eltern kümmern sich nämlich gar nicht mehr um ihre Kinder oder lassen sie verblöden! Ist wirklich so, zumindest die Leute, die ich kenne!
      2016: All Dreams are rising! Hope is strong, Hearts are brave....

      Memo an mich: Es ist SONIC!
      Ziel 23.06.2021: WDK auf irgendeine Weise!


      Es liegt bei dir, wo die Grenzen deiner Träume und Wünsche liegen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TerikoLunic ()

    • TerikoLunic schrieb:

      Vor wenigen Tagen erst meinte eine Person, die eigentlich sehr schlau ist sie würde bei Pegida mitlaufen O.O
      Ich hab ihr daraufhin gesagt, dass sie selber mal gesagt hat, dass man DENEN Niemals hinterher läuft! Egal was ist!
      Und das es Schwachsinnig ist, das diese Leute einfach nur aggresiv sind ohne zu wissen um was es eigentlich wirklich geht!
      Ja Medien sind Monster!
      Man folgt nur der Hetze, die das Fernsehen anfeuert ohne darüber nachzudenken, warum die Leute wirklich aus ihren Ländern fliehen und dann bei Eiseskälte in Zelten tausend Meilen von zu Hause schlafen...
      Das stimmt nicht, das Fernsehen produziert bestimmt keine Hetze, es sind die sozialen Medien, weil dort jeder Vollhirni irgendein Scheißmist verbreiten kann und dann glauben es die Leute, weil viele nicht im Kopf kritisch denken können.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Wobei die Medien oft auch Halbwahrheiten raushauen und dadurch stellenweise ein falsches Bild geschürt wird. Wobei die Medien mir momentan alles Andere als pro-rechts vorkommen. Nur kriegt die Regierung momentan allerhand Bugschüsse ab - was imo aber auch nicht ganz ungerechtfertigt ist.

      Aber ja, den Rechtswandel momentan finde ich ziemlich bedenklich für unsere Gesellschaft. Die erfahren durch die ganze Flüchtlingskrise und ein paar weitere Faktoren momentan ziemlichen Auftrieb. Dass auch "schlaue Menschen" sich dem hingeben, liegt einfach daran, dass diverse Rechtspopulisten Veränderungen verheißen, die das Volk tatsächlich bewegen, während die amtierende Regierung in den Augen der Masse tatenlos rumsitzt. Halte die Situation ebenfalls für bedenklich, weil ich auch in meinem Umfeld schon Sätze gehört habe, bei denen ich erstmal schlucken musste.
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