Flüchtlingsdebatte

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Flüchtlingsdebatte

      Passt hier vielleicht nicht 100 % rein, aber im Prinzip geht es bei dem Flüchtlingsthema ja um Flüchtlinge, die vor islamistischen Terror-Gruppierungen und ähnlichen Sachen flüchten (die Mods sollten einfach entscheiden, ob es für diese brisante Thematik ein neues Thema geben sollte, oder nicht).


      Ich weiß, die Debatte ist langsam ein alter Schuh, Promis von A-bis-Z haben sich dazu schon zur Genüge geäußert. Aber Oliver Kalkofe hat das, wie ich finde, besonders gut auf den Punkt gebracht:



      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Gutmenschen wären ja noch wünschenswert, ich habe da schon Ausschläge in die andere Richtung erlebt, die ich ziemlich erschreckend fand.
      Leider erfahren durch den Aufruhr im Volk gerade die rechtsradikalen Gruppen einen ziemlichen Auftrieb, weil die Leute langsam eine "Endlich macht mal einer was"-Politik entwickeln. Zumindest in den konservativeren Gegenden, in denen man nicht besonders offenherzig und tolerant eingestellt ist, scheuen die Menschen eher vor fremden Völkergruppen. Hier oben in M/V kann ein Dunkelhäutiger nicht durch die Straßen gehen, ohne Blicke zugeworfen zu bekommen. Das finde ich bis zu einem gewissen Grad auch noch verständlich, weil das hier einfach nicht häufig vorkommt. Leider schlägt diese Mentalität ganz schnell in Menschenhass um, was überhaupt nicht mehr verständlich ist.
      Habe sogar in meinem näheren Umfeld einige Äußerungen gehört, bei denen ich erstmal schlucken musste und die ich hier nichtmal als indirektes Zitat wiedergeben möchte. Aber leider greift dieses radikale Gedankengut hier oben gerade ziemlich um sich - auch bei Leuten, von denen ich absolut keine rechtsradikale Orientierung erwartet hätte. Finde das Ganze ein bisschen beängstigend und auch schockierend, wenn man sowas von Menschen hört, von denen man eigentlich dachte, man kenne diese.
    • Bin auch mehr und mehr angeekelt vom Rechtruck in Deutschland. Wie oft ich in letzter Zeit mit dem vollkommen sinnfreien Begriff "linksversiffter Gutmensch" betitelt wurde, ist nicht mehr feierlich. Die Diskussionen mit "besorgten Bürgern" führen leider auch nirgendwohin und es ist extrem aufwändig da mit Argumenten zu landen. Man ist ja nur vom System verblendet, deine Quellen sind Lügenpresse und "man wird das ja wohl nochmal sagen dürfen!". Und das findet sich tatsächlich so schnell im Nahumfeld, weil die Leute ihre eigene Unzufriedenheit auf die Flüchtlinge projezieren ohne auch nur ein bisschen zu reflektieren, dass es ihnen selbst gar nicht besser ginge, wenn wir keine Flüchtlinge aufnehmen würden.

      Natürlich werden in so einem Umfeld, wo recht bald "salonfähig" wird, die Radikalen bestärkt und werden insgesamt mehr. Und leider befeuert so eine Atmosphäre die furchtbaren Gewalttaten gegen Flüchtlinge.
    • Ich finde es unglaublich, was in Deutschland abgeht. Gestern (oder war es schon vorgestern?) im Fernsehen: Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht gegen irgendeine Flüchtlingsunterkunft in Deutschland randaliert wird. Ich habe zwar immer gewusst, dass es in Deutschland viele Rechtsradikale bzw. (Neo-)Nazis gibt, aber in solch einem Ausmaß? Dass so gewalttätig und voll Hass gegen Flüchtlinge vorgegangen wird? Das hat sogar mein Bild erschüttert. Ich finde das Ganze traurig und abartig.

      Armes Deutschland. Mehr kann man zu dem Thema einfach wirklich nicht mehr sagen.
    • Ich bin der Meinung das man gegen solche Menschen die so stark rebellieren extrem hart vorgehen muss. Es kann nicht angehen das die ihren Agressionen freien Lauf lassen können und Deutschland nicht richtig durchgreift. Klar gibt es die Grundrechte und wir sind eine Demokratie aber bei solchen Pissern kann man meiner Meinung nach die Grundrechte aufheben, das sind doch auch Leute die auf die Würde des Menschen scheißen und denen es egal ist warum die Menschen kommen und aus ihrem Land fliehen. Einfach nur wiederlich und wenn Deutschland nicht bald richtig durchgreift u d diese Menschen hart bestraft wird das immer schlimmer und nichts wird sich ändern :/
      [SIGPIC][/SIGPIC]
    • DrEdwardRichtofen schrieb:

      Klar gibt es die Grundrechte und wir sind eine Demokratie aber bei solchen Pissern kann man meiner Meinung nach die Grundrechte aufheben, [...]
      Oh, da wäre ich vorsichtig. Ich finde es schon richtig, dass die Grundrechte für jeden gelten - auch für solche, die sich selbst nicht daran halten. Aber das würde jetzt fast schon in Richtung Todesstrafen-Debatte driften. Ich finde es schon wichtig, dass man mit allen Mitteln versucht, die Menschenwürde zu erhalten - sonst ist man am Ende nicht besser als die Rechtsfaschisten.
      Allerdings sollte man härter durchgreifen, da gebe ich Dir recht. In dem Kommentar wurde es ja eigentlich auch schon gesagt; Der Stempel "Meinungsfreiheit" wird eigentlich nur benutzt, um menschenunwürdige Taten zu vollbringen. Meinungsfreiheit umfasst aber nur das Recht, nicht juristisch für Aussagen belangt zu werden, die man tätigt. Flüchtlingsheime niederzubrennen und Ausländer zu bespucken hat aber nichts mit mit freier Meinungsäußerung zu tun. Und einige Äußerungen/Symboliken sind gleich ganz verfassungsfeindlich.
    • Ich finde es auch sehr schade, dass gerade hier in Deutschland, wo man ja eigentlich meinen sollte, dass wir unsere Lektionen gelernt haben, so ein Verhalten wieder auftritt. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man die Unterkünfte von Menschen, welche so schon nahezu menschenunwürdig sind, auch noch verbrennen kann. Widerliches Verhalten.

      Aber dazu muss ich auch sagen, dass mir auch die Leute furchtbar auf den Sack gehen, die sich hinstellen und sagen "Wir müssen die Flüchtlinge aufnehmen und versorgen!" dann aber nicht mal den kleinen Finger rühren, um diesen Menschen wirklich zu helfen. Solche heuchlerischen Moralapostel können mir genauso gestohlen bleiben, wie das rechte "Pack".

      Dementsprechend würde ich mich persönlich eher neutral in der Sache einordnen. Ich weiß nicht wirklich, wie wir uns um die Flüchtlinge kümmern können, weswegen ich nicht unbedingt dafür bin, noch mehr von ihnen aufzunehmen. Jedoch kann man schlecht Menschen, die auf der Flucht sind, einen sicheren Zufluchtsort verwehren...

      Daher respektiere ich insbesondere die Organisationen, welche sich aus freiwilligen Helfern bebildet haben, die beispielsweise in Berlin die Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung versorgen, bis diese endlich ihre Registrierung hinter sich bringen konnte.

      Wir haben hier in Deutschland durchaus gute Menschen, die den Flüchtlingen helfen, aber das bekommt durch diesen ganzen rechten "Terror" viel zu wenig Aufmerksamkeit...
      ~Come and play with me~
      Nostale - Dragon Nest - League of Legends - Elsword

    • Ich sehe das so:

      Kriegsflüchtlinge oder politisch Verfolgte müssen natürlich aufgenommen werden. Asylrecht ist ein Menschenrecht und da ist es selbstverständlich (insbesondere als wohlhabendes Land) die paar Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen, um diesen Menschen - die um ihr Leben fürchten - zu helfen.

      Für Wirtschaftsflüchtlinge sehe ich allerdings eindeutig keinen Platz. Ich verstehe dass es auch diesen Menschen in ihrer Heimat schlecht geht, aber um sie alle aufzunehmen sind das meiner Einschätzung nach erstens auf Dauer viel zu viele (!) und zweitens löst es nicht die Probleme vor Ort. Die Flüchtlingsströme sind nur das Symptom und nicht die Krankheit. Man kann doch nicht ganze Kontinente entvölkern nur weil es mal irgendwo brennt. ;)

      Von daher muss man meiner Meinung nach versuchen über einen Mittelweg das beste für alle Beteiligten rauszuholen. Wenn wir einfach jeden aufnehmen, würde Deutschland glaube ich mittelfristig im Chaos versinken und das wäre weder für Deutsche, noch für Flüchtlinge gut.
    • Chris schrieb:

      Für Wirtschaftsflüchtlinge sehe ich allerdings eindeutig keinen Platz. Ich verstehe dass es auch diesen Menschen in ihrer Heimat schlecht geht, aber um sie alle aufzunehmen sind das meiner Einschätzung nach erstens auf Dauer viel zu viele (!) und zweitens löst es nicht die Probleme vor Ort. Die Flüchtlingsströme sind nur das Symptom und nicht die Krankheit. Man kann doch nicht ganze Kontinente entvölkern nur weil es mal irgendwo brennt.

      Ganze Kontinente werden auch nicht entvölkert, das ist doch stark übertrieben. Zudem werden viele Flüchtlinge auch wieder abgeschoben. Menschen die aus Kriegsgebieten kommen werden ohnehin bevorzugt. Alle anderen, die den gleichen lebensgefährlichen Weg auf sich nehmen, haben doch sicher auch einen Grund aus ihrer Heimat zu fliehen.

      Ich habe z.B. von einem Fall gelesen den man nicht unter Kriegsflüchtling einordnen kann. Ein junger Mann war mit einer Frau zusammen, die später zwangsverheiratet wurde. Da sie es so fertig gemacht hat, nicht mit ihrem Liebsten zusammen zu sein, beging sie Suizid. Jetzt trachtet ihre Familie nach dem Leben des jungen Mannes, weil sie ihm die Schuld am Tod geben.
      Flieht er vor Krieg? Nein, aber sein Leben ist in Gefahr und er sah keinen anderen Weg als alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Diese Strapazen hätte er bestimmt nicht gerne auf sich genommen, aber es blieb ihm nichts anderes übrig.
      Außerdem kann auch jeder Asyl erhalten, der in seiner Heimat politisch verfolgt wurde oder diskriminiert.

      Man muss sehr wohl differenzieren und nicht behaupten, jeder der nicht vor Krieg fliegt, es nicht "verdient" hätte, aufgenommen werden.
      XOXO
    • Spark schrieb:

      Man muss sehr wohl differenzieren und nicht behaupten, jeder der nicht vor Krieg fliegt, es nicht "verdient" hätte, aufgenommen werden.
      Hat er doch auch gar nicht so gesagt. Er hat von wirtschaftlichen Flüchtlingen gesprochen - also Leuten, die nicht direkt in ihrem physischen Wohlergehen beeinträchtigt sind und erst recht nicht in irgendeiner Form von Lebensgefahr schweben.
      Und da stimme ich durchaus auch mit überein - wenn wir so schon Probleme mit den Unterbringungen haben, sollten wir uns auf die akutesten Fälle konzentrieren, um möglichst effizient zu helfen.
    • Spark schrieb:

      Chris schrieb:

      Für Wirtschaftsflüchtlinge sehe ich allerdings eindeutig keinen Platz. Ich verstehe dass es auch diesen Menschen in ihrer Heimat schlecht geht, aber um sie alle aufzunehmen sind das meiner Einschätzung nach erstens auf Dauer viel zu viele (!) und zweitens löst es nicht die Probleme vor Ort. Die Flüchtlingsströme sind nur das Symptom und nicht die Krankheit. Man kann doch nicht ganze Kontinente entvölkern nur weil es mal irgendwo brennt.
      Ganze Kontinente werden auch nicht entvölkert, das ist doch stark übertrieben. Zudem werden viele Flüchtlinge auch wieder abgeschoben. Menschen die aus Kriegsgebieten kommen werden ohnehin bevorzugt. Alle anderen, die den gleichen lebensgefährlichen Weg auf sich nehmen, haben doch sicher auch einen Grund aus ihrer Heimat zu fliehen.

      Ich habe z.B. von einem Fall gelesen den man nicht unter Kriegsflüchtling einordnen kann. Ein junger Mann war mit einer Frau zusammen, die später zwangsverheiratet wurde. Da sie es so fertig gemacht hat, nicht mit ihrem Liebsten zusammen zu sein, beging sie Suizid. Jetzt trachtet ihre Familie nach dem Leben des jungen Mannes, weil sie ihm die Schuld am Tod geben.
      Flieht er vor Krieg? Nein, aber sein Leben ist in Gefahr und er sah keinen anderen Weg als alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Diese Strapazen hätte er bestimmt nicht gerne auf sich genommen, aber es blieb ihm nichts anderes übrig.
      Außerdem kann auch jeder Asyl erhalten, der in seiner Heimat politisch verfolgt wurde oder diskriminiert.

      Man muss sehr wohl differenzieren und nicht behaupten, jeder der nicht vor Krieg fliegt, es nicht "verdient" hätte, aufgenommen werden.
      Aber wenn dafür die eigene Bevölkerung den kürzeren zieht, weil man Wirtschaftsflüchtlinge lieber unterstützen will? Ich sehe die momentane Flüchtlingssituation wirklich sehr kritisch und ich habe ja live miterleben dürfen, dass der Hauptbahnhof hier durch den Anstrom gestern blockiert war.

      Man muss differenzieren und sehe das sehr ähnlich wie Chris. Kriegsflüchtlinge und solche Ausnahmefälle, die du genannt hast? Hätte ich absolut kein Problem damit. Allerdings ist der Anteil der Wirtschaftsflüchtlinge wohl sehr hoch, weshalb ich mich wirklich frage, wohin das noch alles führen soll. Es gibt so viele Menschen in Deutschland, die ohnehin schon benachteiligt werden und auch genügend Sozialschmarotzer sind bereits vorhanden. Und man stelle sich vor: Bei der Masse an Flüchtlingen, die hier eintreffen ist es ein wahrer Alptraum, jeden Fall einzeln zu prüfen. Haben wir überhaupt so viel Manpower, um Abschiebungen in dem Maß zu realisieren? Die Kosten, die durch eine Abschiebung entstehen würden, darf man auch nicht außer acht lassen.

      Ich verlinke mal den Artikel hier: welt.de/politik/deutschland/ar…hiebungen-verhindert.html

      Unter Umständen könnte das, falls es so weiter geht, weitere stark negative Folgen für den Steuerzahler und den Staat selbst haben, aber das wollen viele wohl verdrängen. Hilfe ist ja schön und gut, aber wenn letztendlich der deutsche Bürger durch Wirtschaftsflüchtlinge der Dumme ist... kann man das für Gut heißen?

      Die Anschläge aus Asylanten-Heime sind in jeder Hinsicht verachtenswert und das die rechtsradikale Szene immer noch so verbreitet ist, ist leider traurige Wahrheit.
    • Interessant finde ich, dass es auch viele Länder gibt, in der EU Zone wohlgemerkt, die strikt dagegen sind, Flüchtlinge aufzunehmen. Die werden dann gerne nach Deutschland weiter geschickt. In Tschechien z.B. wird so ein Vorgehen auch durch die Bevölkerung mehrheitlich gestützt. Die Politiker dort sehen keinen Weg, alle Flüchtlinge in Europa aufzunehmen und nennen es "Selbstmord". Es sei kein Menschenrecht und deshalb sehe man sich nicht in der Pflicht dazu.

      welt.de/politik/ausland/articl…echtlinge-und-Merkel.html

      Wäre es hierzulande so, würden wohl 80% aller Bürger als Nazis abgestempelt werden. Aber hier ist ein großer Teil sehr solidarisch. Viele würden auf die Straße gehen, gäbe es eine Flüchtlingsbehandlung nach Tschechischer Art. Demnach sehe ich den Angriff auf Asylheimen nicht wirklich als ein großes Problem an. Das sind vereinzelte Leute, denen es im Kopf wohl an etwas fehlt. Ein Problem sehe ich viel mehr bei unserer Flüchtlingspolitik, die hierzulande dazu führt, dass Flüchtlinge ein halbes Jahr warten müssen, bis ihr Asylantrag durch geht, oder dass Flüchtlinge, die nicht die Genehmigung haben, nicht schnell und effizient abgeschoben werden (siehe Beitrag von Lord X). Auch müssen viele ewig lange in den Heimen leben, wo sie einfach überhaupt nichts machen können, außer den ganzen Tag rum sitzen. Wird dies so weiter gehen, werden wir es auf kurz oder lang hier mit Unruhen zu tun bekommen.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Hat hier mal jemand ne Quelle, wie hoch der Anteil von "Wirtschaftsflüchtlingen" ist? Ich meine da in letzter Zeit Zahlen in Richtung "unter 10%" gehört zu haben, weiß aber nicht mehr wo das war und ob das irgendwie verlässlich gewesen sein könnte. Bei den Flüchtlingsmassen, die im Moment aus z.B. Syrien oder Libyen (noch son "failed state" fest in IS-Hand, was aber kaum einer mitbekommen hat bis jetzt) kommen, auf der Flucht vor Bürgerkriegen und Terrormilizen, dürfte deren Anteil aber im Moment relativ gering ausfallen. Dafür wird über diese Fälle aber überproportional viel diskutiert.

      Ansonsten sind natürlich Probleme zu erwarten, wenn hunderttausende teils schwer traumatisierte Kriegsflüchtlinge ankommen, keine Sau die aufnehmen will und die, die dazu bereit sind, damit vollkommen überfordert sind. Das gilt sowohl für einzelne Kommunen, die spontan einige hundert bis einige tausend Flüchtlinge zugewiesen bekommen, als auch für die Länder in der EU, die Flüchtlinge aufnehmen, statt sich da einfach zu weigern.
      Das kann aber kein Grund sein, die Leute abzuweisen, die haben nämlich wirklich PROBLEME im Moment. Ist ja nicht so, als hätten die zum Spaß ihre Heimat verlassen, weil Deutschland ja so schön ist. Die zu begrüßen mit Parolen wie "weg mit dem Dreck" geht gar nicht, und schon gar nicht habe ich in irgendeiner Form Verständnis dafür, wenn Flüchtlingsheime brennen.
      Und das sind mittlerweile keine Einzelfälle mehr, ich habe in den letzten zwei Wochen bestimmt ein Dutzend Fälle gezählt, die bundesweit Schlagzeilen gemacht haben.

      Wie an den ganzen Kram löst? Langsam, Schritt für Schritt. Die EU diskutiert im Moment über nen Verteilungsschlüssel für alle Mitglieder, so ne Regelung in dem Bereich könnte schon mal helfen. In den Verwaltungen werden zusätzliche Stellen geschaffen, und ich gehe mal schwer davon aus, dass an allen Ecken und Enden schon nach Wegen gesucht wird, die Bearbeitungsprozesse zu beschleunigen. Deutsche Verwaltungen sind ja schon etwas arg träge, aber wenn wirklich der Baum brennt, finden sich da teilweise überraschend schnell Lösungen, zumindest bis sich die Situation wieder ein bisschen beruhigt. Könnte sein, dass der Antragsstau in der nächsten Zeit dann doch etwas schrumpft. Gerade vor dem Hintergrund, dass aus Syrien vorwiegend die Mittelschicht abgehauen ist, die teilweise schon benötigte Qualifikationen mitbringen - da dürften alle Beteiligten froh sein, wenn die zügig ans Arbeiten kommen.


      Langfristig löst man die Probleme mit ganzen größeren Krisenregionen aber nur international. Wie das aussehen kann? Keine Ahnung, jedenfalls gibts da definitiv keine einfachen Lösungen. Das sollen die führenden Köpfe von diversen weltpolitischen Institutionen und Großmächten mit ihren Berater- und Expertenstäben mal schön untereinander ausmachen.

      "What can change the nature of a man?"




      Ravel, Planescape: Torment

    • Ich hab das mal mit einer halbwegs aktuellen Statistik durch gerechnet.
      Vom Januar 2015 bis Juli diesen Jahres kamen aus dem Pleiteländern insgesamt 39 % aller Flüchtlinge, das ist schon ein nicht zu verachtender Teil.
      Gezählt habe ich aber eben nur die bekannten Balkanländer, ich denke es geht ja hier nur darum. Dies wären Kosovo, Albanien, Serbien und Mazedonien.
      (Natürlich gibt es noch andere Balkan-Länder, aber die waren nicht in der Statistik).

      Quelle: bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/…df?__blob=publicationFile
      (Seite 7)

      Fraglich ist, warum die denn gerade jetzt hier her wollen. Ich will ja nicht sagen, dass es ihnen auf dem Balkan so viel besser geht als den Leuten in Syrien, aber sie werden hier meistens ohnehin abgewiesen. Asylanträge werden dadurch nur noch langsamer bearbeitet werden können. Meistens geben sie ihr ganzes Geld aus für eine Fahrt nach Deutschland, nur um dann hier abgeschoben und allein gelassen zu werden. Ich habe gestern in einem Bericht gesehen, dass die meisten Balkan-Ansässigen von irgendwem gesagt bekommen, dass man ja in Deutschland leben könne. Viele scheinen das leichtfertig zu glauben und setzen sich in den Zug.


      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Nicht schlecht, aber die Onkelz haben es z.B. nicht in die Charts geschafft, schade, denn einer ihrer Songs hat deutlich Aktualität. Aber die Musik-Fans sind wohl immer noch der Meinung, die Onkelz seien verkappte Nazis.



      «Wenn man dich als finster und krank bezeichnet, bist du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.» - Thom Yorke




    • Wundert mich nicht - in "Schrei nach Liebe" selbst werden sie in einem Vers mit Störkraft auf eine Stufe gestellt.
      Zumindest in der Urfassung.

      Kann aber nachvollziehen, dass man eben nicht zu den Onkelz greift. Ob es nun stimmt oder nicht - den "Rechts"-Stempel haben sie erstmal und gerade sie dann zum musikalischen Gesicht gegen den Flüchtlingshass zu machen, hätte einen komischen Beigeschmack.

      Hinzukommt natürlich, dass Schrei nach Liebe ein Radio Lied ist und das von den Onkelz kennt der Mainstream nicht.
      Plus: Hinter "Aktion Arschloch" steckt der Aufstieg in die Charts ja als Mitbringsel.
    • Pandorra schrieb:



      Kann aber nachvollziehen, dass man eben nicht zu den Onkelz greift. Ob es nun stimmt oder nicht - den "Rechts"-Stempel haben sie erstmal und gerade sie dann zum musikalischen Gesicht gegen den Flüchtlingshass zu machen, hätte einen komischen Beigeschmack.
      Was ich bescheuert finde, die haben einen rechten Song gemacht und ein recht kontroverses Album, und das als die Gruppe noch furchtbar jung war. Jeder der 1-2 Onkelz Alben gehört hat kann hören das die mit Nazis nix mehr zu tun haben wollen. Allerdings auch nicht mit der Antifa. Die machen einfach gerne ihre Musik und lieben ihr Familiengefühl zu ihren Fans. Müsste man meinen nach den ganzen Jahren müsste sich was geändert haben.

      Ich finde es immer etwas heuchlerisch. Wenns um Toleranz geht werden Ex-Nazis trotzdem verschmäht wie sonstwas, obwohl diese Menschen sich bessern wollen und ihre Vergangenheit auch zurücklassen möchten.
    2007-2017 SpinDash
    Sonic the Hedgehog ist ein geschütztes Markenzeichen der Videospielfirma SEGA. Alle veröffentlichten Bilder und sonstige Dateien dienen keinem kommerziellen Zweck und sind Eigentum des jeweiligen Herstellers.