Soll Sonic ein Reboot bekommen?

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    • Soll Sonic ein Reboot bekommen?

      Ich kann mir die Antwort von vielen von euch durchaus schon vorstellen. Und zwar: NEIN. Aber ich persönlich denke wirklich, dass es für die Sonic-Reihe evtl. doch gut wäre, wenn man nach Sonic Mania und Forces die Reihe komplett neu rebooten sollte. Ich habe dafür einen grossen Hautgrund: Und zwar das Fehlen einer eigenen Identität.

      Da hätten wird zunächst einmal die ganze Sache mit den alternativen Universen. Selbstredend hat jede Reihe mehr als nur ein alternatives Universum. Super Mario hat es, Looney Tunes hat es, Mickey Mouse hat. Es gibt viele alternative Stile und Erzählformen für die gleiche Reihe, allerdings machte Sonic da in meinen Augen einen gravierenden Fehler. Und zwar sind die einzelnen Universen von Sonic vom Stil, den Charakteren, der Erzählform her viel zu unterschiedlich. Mario z.B. bleibt, egal ob nun in klassischer Form, 3D, Paper oder als RPG immer Mario. Man erkennt die Charaktere und ihre Welt wieder, da sie immer schön konstant gewesen sind. Gleiches kann man auch über die Looney Tunes sagen. Mit einigen groben Ausrutschern waren sie in all ihren unterschiedlichen Formen immer die verrückten, energiegeladenen Cartoon-Figuren wie wir sie kennen und lieben.

      Sonic versuchte aber seine Universen immer sehr drastisch zu verändern. Wir haben aktuell, wenn man es streng nimmt, 5 verschiedene, alternative Universen von Sonic: Wir haben das fröhliche, bunte, Classic-Universum, wir haben das ernste, zum teils düstere Adventure-Universum, wie haben das mal ernste, mal halb-ernste, mal fröhliche Modern-Universum, wir haben das komödienhafte Boom-Universum und dann gebe es noch die Archie-Comics, die ebenfalls ein völlig anderes Universum darstellt mit seinen eigenen Charakteren wie Sally Acorn.
      Und in 2018 gibt es da noch den Kinofilm von Sony Pictures, der wohl vermutlich wieder Sonic in ein völlig neues Universum und eine völlig neue Erzählform bringen wird. Wie soll da noch einer richtig durchblicken können?

      Ich sehe da ehrlich gesagt ein Problem. Was ist, wenn neue Fans z.B. das Boom-Universum und dessen Charaktere mögen, würden die dann auch gefallen an einem eher ruhigen Mania oder einem ernsteren Forces haben? Oder was ist, wenn neue Fans und kleine Kinder Sonic erst durch den Kinofilm richtig kennen erlernen und dieser sich wie die Schlümpfe und die Chipmunks sehr drastisch von der Vorlage unterscheiden sollte? Werden die dann auch die gewohnten Sonic-Spiele oder -Comics kaufen? Oder was ist mit den Leuten, die Classic bevorzugen, werden die dann auch zugreifen, wenn das neue Sonic wieder so ist wie SA oder 06?

      Ich finde, dass wir mittlerweile ein zu grosses Durcheinander haben. Man sieht es z.B. sehr gut an Forces, dass ist wieder eines dieser Sonic-Spiele, wo sich die Geister schneiden. Manche finden es gut, andere nicht und andere sind sich noch nicht sicher.

      Ich glaube wirklich, dass es für Sonic das beste wäre, wenn man nach Mania und Forces von Vorne anfängt und Sonic endlich mal eine richtige Richtung beben sollte. Ich glaube wirklich, dass man es dann etwas einfacher hat, wenn die Charaktere und ihre Welt etwas konstanter sind. Ich z.B. weiss nicht, ob Knuckles immer noch den Master-Emerald bewachen muss, oder ob man diese Backstory von ihm jetzt endgültig begraben hat. Ich weiss auch nicht, was genau Shadow jetzt ist. Ein Alien, ein Roboter, ein Android? Boom, Heroes und Shadow (Spiel) haben mich, was das angeht, schon sehr verwirrt.

      Was denkt ihr?
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    • Habe ich bei der Frage einen Telefonjoker?


      Spoiler anzeigen
      Okay, ehrliche Antwort? Ich weiß nicht, wie oft und von wem schon eine Frage in der Art gestellt wurde, aber ich kann ja mal auf den Honest Trailer verweisen, um anzudeuten, in welche Richtung ich gehe.

      Wie oft soll das denn noch diskutiert werden, und wie viele Reboots soll es denn noch geben? Jeder bisherige hat den Zweck, die Fanbase zu vereinigen (falls je einer dieser Reboots diesen Zweck hatte), komplett verfehlt. Wie du bereits richtig bemerkt hast, hat jeder Versuch, eine komplett neue Richtung einzuschlagen, weil das vorherige Konzept nicht mehr funktionierte oder nicht mehr zeitgemäß war, nur noch mehr Verwirrung geschaffen und die Lager weiter gespalten.


      Samba schrieb:

      Mit einigen groben Ausrutschern waren sie in all ihren unterschiedlichen Formen immer die verrückten, energiegeladenen Cartoon-Figuren wie wir sie kennen und lieben.
      Also so ansich erkenne ich bei Sonic die Figuren auch in nahezu jedem Spiel als das wieder, was ich kenne und liebe. Manche von ihnen haben zwar durchaus eine Entwicklung durchgemacht, aber verfremdet wurden deswegen nur die wenigsten. Ich weiß, da wäre die Shadow-Story, dann gibt es da noch Blaze und Silver, bei denen SEGA, wie man an Sonic 06 sieht, kein so richtiges Konzept hatte, und einige andere Nebenfiguren, die man aber auch nur ein- bis zweimal gesehen hat. Aber lässt man Sonic Boom jetzt mal außen vor und konzentriert sich auch sonst nur auf das Medium Videospiele, so sind es in meinen Augen immer noch derselbe Sonic, derselbe Eggman, derselbe Tails, derselbe Knuckles, dieselbe Amy, welche mich schon vor 16 Jahren, und manche noch früher begeistern konnten, auch wenn sich ihre Charakterzüge zum Teil leicht weiterentwickelt haben und ihr Aussehen mit den jeweiligen Konsolengenerationen ebenfalls.


      Samba schrieb:

      Wir haben aktuell, wenn man es streng nimmt, 5 verschiedene, alternative Universen von Sonic: Wir haben das fröhliche, bunte, Classic-Universum, wir haben das ernste, zum teils düstere Adventure-Universum, wie haben das mal ernste, mal halb-ernste, mal fröhliche Modern-Universum, wir haben das komödienhafte Boom-Universum und dann gebe es noch die Archie-Comics, die ebenfalls ein völlig anderes Universum darstellt mit seinen eigenen Charakteren wie Sally Acorn. Und in 2018 gibt es da noch den Kinofilm von Sony Pictures, der wohl vermutlich wieder Sonic in ein völlig neues Universum und eine völlig neue Erzählform bringen wird. Wie soll da noch einer richtig durchblicken können?

      Zumindest wenn es um mehrere Medien geht, hat nicht nur Sonic solch ein Problem mit der "Übersichtlichkeit". Da gibt es diverse größere Franchises, bei denen es zum Teil ähnlich aussieht. Ich muss hier jetzt mal etwas abschweifen, um das Problem schildern zu können. Als bestes Beispiel fiele mir hier Star Wars ein: Es gibt eine Originaltrilogie, welche als Wurzel des gesamten Universums gesehen werden kann. Dann gibt es die Prequel-Trilogie, deren anfangs lockere und weniger düstere Grundstimmung so manchen Veteranen bis heute sauer aufstößt (neben den zahlreichen filmhandwerklichen Schnitzern). Es gibt das erweiterte Universum, zunächst in Form etlicher Romane, welche auch nicht immer nahtlos ineinander übergehen, sondern sich und der Filmreihe teilweise widersprechen. Es gibt einen Haufen Videospiele, welche manchmal ein ähnliches Problem haben. Dann hat George Lucas mit der Schaffung von "The Clone Wars" (Film und TV-Serie) riesige Logiklöcher in seine eigene Saga, vor allem die Prequeltrilogie gerissen (ändert aber nichts daran, dass die Reihe nun einmal existiert und auch eine nicht zu unterschätzende, wenn auch sehr junge, Fanbase hat), mit "Rebels" hat man quasi dasselbe nochmal bekommen, nur jetzt nach Episode III. Und jetzt kommt die neue Trilogie, welche sämtliche mehr oder minder offizielle EU-Geschichten aus den Romanen, welche nach Episode VI spielten, aus dem Canon hebelt, dazu hat Disney einen großen Teil der EU-Geschichte, welche vor Episode I spielt, insbesondere der Videospiele, ebenfalls zu Non-Canon erklärt.

      Auch da blicken nur noch die wenigsten durch, die allermeisten Fans werden es so wie ich machen, und einfach für sich selbst entscheiden, was sie als kanonisch betrachten, und welchen Bestandteilen des Franchises sie mehr, welchen weniger Aufmerksamkeit schenken. Für mich etwa sind die Filme grundsätzlich Maßstab (auch wenn ich die neue Trilogie noch nicht so recht angenommen habe, aber die ist ja auch noch nicht abgeschlossen), und alles andere drumherum, etwa Romane und Videospiele, empfinde ich als unterhaltsam und teils sehr informativ, aber vor allem bei Geschichten parallel zur Filmreihe nehme ich nicht jedes einzelne Wort für bare Münze.

      Und bei Sonic wird es ähnlich laufen. Auch da ist es nicht immer übersichtlich, aber ich denke, die meisten Leute, die sich lange genug mit der Reihe beschäftigen und ihr die Treue halten, sind zumindest in der Lage, die "Hauptreihe" herauszukristallisieren und für sich zu entscheiden, was die Sonicreihe für sie selbst ausmacht, oder was sie als kanonisch betrachten. Wenn du dich bei anderen Franchises umschaust, wird dir dieses Phänomen häufiger begegnen, man sollte es bei Sonic daher nicht überdramatisieren.


      Samba schrieb:


      Ich sehe da ehrlich gesagt ein Problem. Was ist, wenn neue Fans z.B. das Boom-Universum und dessen Charaktere mögen, würden die dann auch gefallen an einem eher ruhigen Mania oder einem ernsteren Forces haben? Oder was ist, wenn neue Fans und kleine Kinder Sonic erst durch den Kinofilm richtig kennen erlernen und dieser sich wie die Schlümpfe und die Chipmunks sehr drastisch von der Vorlage unterscheiden sollte? Werden die dann auch die gewohnten Sonic-Spiele oder -Comics kaufen? Oder was ist mit den Leuten, die Classic bevorzugen, werden die dann auch zugreifen, wenn das neue Sonic wieder so ist wie SA oder 06?

      Das hat aber auch etwas damit zu tun, dass jede Generation ein Franchise anders kennenlernt. Beispiele? Die einen sind mit der Star Wars-Originaltrilogie aufgewachsen und können den Prequels nichts abgewinnen, die anderen sind mit den Prequels groß geworden und sehen es daher nicht ganz so krumm. Ältere haben schon in den 90ern Fallout 1 und 2 in der Interplay-Ära gespielt und schenken Fallout 3 und 4 von Bethesda allenfalls ein müdes Lächeln, andere sind später dazugestoßen, haben die Reihe erst mit Fallout 3 richtig kennengelernt. Auch der gute Mario ist übrigens keine Ausnahme. Die einen kennen ihn seit der NES-Ära, andere erst seit dem N64 oder GameCube, und wieder andere sind durch Super Mario Galaxy auf die Reihe gestoßen, nicht wenige sogar generationsübergreifend über die Spinoffs wie Mario Kart. In all diesen Fällen ist es so, dass die später dazugestoßenen Fans irgendwann auch die Wurzeln und die Geschichte der Reihe kennenlernen. Aber auch wenn sie die Bedeutung der Klassiker anerkennen, bedeutet das nicht automatisch, dass sie ihnen genauso viel Spaß machen. Es gibt reichlich Mario-Fans, welche schon merken, dass auch die SNES-Titel und Super Mario 64 Kinder ihrer Zeit waren und ohne Retro-Bonus heute nur schwer verkäuflich wären, es gibt auch begeisterte Fallout-3/4-Anhänger, welche sich mit den isometrischen, rundenbasierten Fallouts schwer tun. Und bei Gott, es gibt sogar Star Wars-Fans, welche die Prequels besser als die Originaltrilogie finden - man muss es nicht begreifen, aber es gibt sie nun mal. Keiner von den genannten streitet ab, dass die klassischen Vorgänger Meilensteine waren, aber nicht alle finden sie gleich gut.

      Warum sollte all das bei Sonic anders sein? Auch wenn SEGA die Reihe nicht so oft rebootet hätte, sondern ein Konzept konsequent 20 Jahre lang verfolgt hätte, man hätte, allein schon bedingt durch den technischen Fortschritt, mehr oder weniger das gleiche Phänomen. Auch heute streitet niemand die Qualität und die Bedeutung der Mega-Drive-Saga ab, niemand bestreitet, dass die Adventure-Titel damals Meilensteine und ebenso erfolgreich wie beliebt waren. Und auch die spielerische Qualität des Jubiläumstitels Generations wird keiner abstreiten. Dass Sonic 06 wirklich eine Krücke ist und dass es zwischen den Meilensteinen auch viel Leerlauf gab, ist eine andere Nummer, wobei etwa Heroes nach meinem Eindruck auch bis heute eine vielleicht nicht ganz so große, aber treue Fangemeinde hat, aber es gab diese Meilensteine, und ihre Bedeutung zumindest in ihrer Zeit streitet keiner wirklich ab. Das bedeutet aber nicht, dass jeder die alten Titel gleich gut finden muss.


      Samba schrieb:

      Ich glaube wirklich, dass es für Sonic das beste wäre, wenn man nach Mania und Forces von Vorne anfängt und Sonic endlich mal eine richtige Richtung beben sollte.
      Und wie sollte das genau aussehen? In erster Linie ist es den meisten doch wichtig, dass SEGA endlich ein Gameplay-Konzept findet, an welchem die Reihe in der Modern-Sparte künftig festhält. Mir persönlich fallen allerdings, wenn es darum geht, Jump 'n' Run und Geschwindigkeit (Sonics Alleinstellungsmerkmal schlechthin) sinnvoll zu kombinieren, abseits vom bisherigen Speed-Gameplay oder Adventure-Gameplay, keine passenden Konzepte mehr ein. Und bei einem Reboot, welcher die bisherigen Charaktere komplett über den Haufen wirft und neu gestaltet, wäre ich komplett raus, und die meisten alten Fans wahrscheinlich auch, ein Boom war mir schon zu viel.

      happy?

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    • Auch ein "Nein" von mir.

      Es gibt, wie Samba sagt, schon so viele verschiedene Sonic Universen, ein Reboot würde nur ein weiteres hinzufügen. Das bisherige verschwindet dadurch ja nicht.
      Viel mehr sollte sich Sega darum bemühen, wieder(?) etwas mehr Kontinuität reinzubringen, um zumindest das Game-Universum etwas zu stabilisieren. Die jüngeren Spiele stehen mir zu sehr für sich, was sie für Gelegenheitsspieler vielleicht leichter zugänglich macht (etwa wie bei Serien, deren Episoden in sich abgeschlossen sind), aber für Leute, die schon länger dabei sind, leider ziemlich oberflächlich wirken. Man muss sich hier fragen, wessen Interesse man wirklich wecken bzw. erhalten will.

      Die Idee eines Reboots, aber auch der aktuelle Weg, die Spiele nur mit oberflächlichen Plots zu versehen, sind für mich Zeichen, dass die Fans oder generell die Konsumenten in irgendeiner Form unterschätzt werden. Wir alle sind in der Lage, die einzelnen Sonic Franchises inhaltlich zu trennen; und jeder, der nicht nur kurz mal reinschaut, wird das ebenso hinbekommen. Auch ein etwas komplexerer Plot, der hier und da mal Bezug auf frühere Spiele nimmt (SA1 z.B.), und der einen emotional oder geistig wenigstens ein klein bisschen fordert, darf den Spielern zugemutet werden (das, was z.B. Lost World abgeliefert hat, fand ich selbst für Kinder zu flach, weil es einem überhaupt keine Zeit gelassen hat, die Ereignisse innerlich zu verarbeiten). In jedem Fall gibt es elegantere Möglichkeiten, das Spiele-Universum wieder etwas gerade zu rücken, als gleich zum Reboot-Holzhammer zu greifen...

      Ob es gut ist, dass sich Sonic überhaupt erst in so viele Zweige entwickelt hat, ist allerdings eine andere Frage...
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