The Legend of Zelda (Allgemein)

    • Eh, habe es mir angesehen weil ich vermutlich in diesem Leben garantiert niemals alle 900 sammeln werde...

      Ich liebe es, großartige Idee xP

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      Wenn man alle 900 Samen tatsächlich tatsächlich gefunden hat, hat man so ziemlich alles vom Spiel gesehen. Irgendeine tolle Ausrüstung würde dann vermutlich nicht mehr wirklich zur Geltung kommen können, für was will man sie schließlich noch benutzen. Plus, wirklich alle 900 auf dieser großen Karte zu erwischen ist so verflixt spezifisch, dass sich garantiert nur die allerwenigsten diese Mühe antun werden. Diesen Leuten als Beweis für ihre Hartnäckigkeit diesen kleinen Troll zu überreichen finde ich deshalb ne sehr spaßige Idee xP
    • Von mir mal ein weitestgehend spoilerfreies Fazit nach ca. 100h Spielzeit:
      So viel ich an den Open World-Kinderkrankheiten auch verzeihen kann, Breath of the Wild ist nicht das perfekte Spiel, als dass es von vielen hingestellt wird. Lange nicht. Und "perfekt" ist eben das, was eine 10/10 aussagt.

      TL;DR - 10er-Wertungen unverdient, eine solide 8-8.5 ist es bei mir trotzdem. Open World-Macken ohne Ende, die ich aber verzeihen kann - Ist immerhin das erste Open World Zelda.

      Die Story? Ja. Gut. Ich fand sie recht nett und auch interessant, aber auch viel zu dünn. Zu viele Fragen bleiben offen, zu viel wird von Zelda-Veteranen erwartet (so an Vorwissen) und dann gibt es trotzdem noch immer ein paar zu wenige Erklärungen, besonders was die einzelnen Völker betrifft. Was mich aber am meisten aufregt: Warum erzählt das Spiel keine eigene Story im "hier und jetzt"? In mühevoller Kleinarbeit sammelt man sich die Erinnerungen und damit die Story zusammen, aber alles passierte vor 100 Jahren. Was "jetzt gerade" in Hyrule passiert erscheint absolut unwichtig und nebensächlich. Da hätte man doch von Anfang an schon die Story "vor 100 Jahren" spielen können - Das wäre mit der Open World in Konflikt getreten, ja, aber genau das kritisiere ich auch schon seit Ewigkeiten an solchen Titeln.

      Das ist dann aber auch schon mein mit Abstand größter Kritikpunkt. Natürlich ist weiterhin die Welt ein bisschen zu leer an manchen Ecken, der Waffenverschleiß ist zu groß, die Dungeons zu klein und zu billig und die Nebenquests auch typische Open World-Kost.
      "Hey, geh mal dahin und besorg mir das" - "Danke, hier hast du 100 Rubine" - Ja, danke, die hab ich dafür auch bezahlt. Sehr freundlich.
      Kleiner Lichtblick sind da schon die Shrine Quests, die waren stellenweise wirklich kreativ und spaßig. ("BERÜHR NICHT DIESE VERDAMMTEN BLUMEN!!!" :ugly: )

      Die Welt ist wirklich verdammt riesig, aber nicht so riesig, wie Nintendo es uns immer glauben machen wollte, zumindest meiner subjektiven Einschätzung nach. Das ist trotzdem kein Kritikpunkt, denn es wären tendenziell wahrscheinlich eher mehr leere Gebiete dazugekommen, statt welche, in denen man wirklich etwas entdecken kann. Ging es eigentlich nur mir so, oder wirkte das Great Plateau in den Demos VIEL größer als im finalen Spiel? Bin mir unsicher, ob ich mir das nur einbilde oder nicht.

      In Sachen Gameplay habe ich eigentlich nichts bzw. nur sehr wenig zu meckern. Es ist Zelda, wie man es kennt, mit veränderter Steuerung. Neue Elemente, wie den Flurry Rush (wieso wurde das mit "Angriff" übersetzt? Wtf, Nintendo.) fand ich ziemlich cool, der Paraglider ist absolut genial (aber "Original Nintendo" ist der im nächsten Spiel eh weg, weil er gut ist) ABER die Wettereffekte sind grauenvoll. Bzw. einer im Spezifischen, nämlich das Klettern bei Regen.
      Ganz ehrlich, es mag "realitätsnah" sein, aber come on. Ich habe schon aufgehört zu zählen, wie oft ich auf einen Berg klettern musste und es genau in dem Moment zu regnen anfing... oder eben während ich geklettert bin. Dann rutscht man halt direkt runter und darf warten, bis es 10 Minuten später dann aufgehört hat. UNFASSBAR nervig, gerade weil man einige Gebiete nur durch klettern erreichen kann. Habe auch absolut nichts gefunden, womit man da irgendwie besser hochkommen könnte.

      Der Soundtrack war... Naja, für sich genommen spitze. Das Problem dabei ist nur, dass er sich ziemlich hart wiederholt hat und im Ganzen zu still war meiner Meinung nach. Wir haben, glaube ich, 6 Boss-Tracks, die sich nur minimal voneinander unterscheiden, das ist leider verschenktes Potenzial meiner Meinung nach. Die Synchronisation (Englisch) war passabel bis gut. Der aufgezwungene britische Akzent war manchmal etwas nervig (besonders bei Zelda), aber da gewöhnt man sich dran. Finde ich zudem noch immer besser als die deutsche Stimme, die sich anhört wie Zelda als nerviger Teenager.

      Zur Grafik kann ich eigentlich nur eines sagen: Ich glaube, ich habe selten so ein wunderschönes Spiel gesehen. Als hätte man die Grafik von Skyward Sword genommen und es mal RICHTIG gemacht. Die Animationen passten auch von vorne bis hinten, ich lehne mich hier mal wirklich weit aus dem Fenster und sage, dass es das bestaussehendste Spiel der aktuellen Konsolen ist, mit Abstand. Das ist aber natürlich Geschmackssache, ich mag Cel-Shading generell ja recht gern.
    • Ich hab das Spiel heute endlich mal zu Ende gebracht. Habe ca. 50 Stunden mit dem Spiel verbracht und bin immer noch sehr angetan von dem Spiel. Ich bin absolut kein Freund von den meisten Open World-Spielen (Weswegen mich auch Xenoblade X und The Witcher 3 beispielsweise nicht anfreunden konnte). Zelda BotW habe ich hingegen gerne zu Ende gespielt. Mit zunehmender Spielzeit sind mir dann doch einige Probleme aufgefallen.

      Der Soundtrack beispielsweise dürfte für mich der schwächste der Reihe sein. Ich finde die Melodien per se nicht schlecht und kann auch vollkommen nachvollziehen, warum auf der Overworld weitestgehend auf Musik verzichtet wird, aber es bleibt halt absolut nichts im Ohr hängen. Für mich persönlich haben aber diese ohrwurmlastigen Melodien einen großen Reiz der Reihe ausgemacht und Skyward Sword hat gezeigt, dass das auch mit einem Orchester gut funktioniert.

      Für meinen Geschmack zerbrechen viele Waffen auch einfach viel zu schnell. Vor allem zu Beginn zerbrechen alle Waffen gefühlt sofort. Vor allem wenn es auch noch eine seltenere Waffe war, die man als Belohnung für eine Quest oder Prüfung erhält, ist das echt suboptimal.

      Außerdem hat mich das Wettersystem oft in den Wahnsinn getrieben. Es ist einfach nervig, wenn man eine Klippe hochklettern will und dann der Regen dazwischenfunkt. Selbiges mit Gewittern: Trägt man Gegenstände aus Metal an sich, schlägt der Blitz auf Link ein.

      Zu den Bossen und dem Final Boss:

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      Ich hätte mir hier mehr Variation gewünscht. Die vier Hauptbosse sehen vom Design her für meinen Geschmack viel zu ähnlich aus. Von den Kämpfen her fand ich die recht gelungen. Abgesehen von dem Gerudo-Boss waren sie zwar relativ leicht, aber definitiv recht spaßig.

      Eine massive Ernüchterung war das Finale des Spiels: Ganons Verheerung ist einfach ein schlechter Witz. Da will mir das Spiel weis machen, er wäre die größte Bedrohung überhaupt, stellt sich aber heraus, dass er nach ein paar Pfeilen und Schläge mit dem Master Schwert sofort in die Knie geht. Da ich in der zweiten Phase aus Versehen den Goronen Schild getriggert habe, war mir dort auch sofort klar, die Geschosse mit einem Schild zu kontern. Da das Timing der Schüsse relativ einfach herauszubekommen ist, war das echt keine Herausforderung. Und dann kopiert er auch noch die Angriffe der anderen Bosse... echt einfallsreich.

      Und der letzte Kampf ist spielerisch absolut anspruchslos: Ganon steht einfach in der Landschaft und schießt gelegentlich mit einem Laser frontal vor sich während man mit Lichtpfeilen auf bestimmte Punkte schießt. Definitiv cool insziniert, aber spielerisch echt "Meh".

      Ich fand das Spiel generell echt anspruchsvoll. Wenn ich dann dem Final Boss gegenüberstehe und den im ersten Anlauf besiege, obwohl ich geschwächt mit einem extrem limitierten Arsenal an Heilitems in den Kampf gehe (Und davon noch nicht mal eine gekochte Mahlzeit), musste ich dann doch ein wenig die Stirn runzeln. Meine Ausrüstung war auch noch nicht mal voll aufgelevelt, da ich die dritte große Fee noch nicht gefunden hab. Das dürftige Ending macht das alles dann auch nicht besser.


      Das sind aber auch die größten Probleme, die ich mit dem Spiel habe. Von der Optik her ist das Spiel einfach atemberaubend schön. Hyrule ist wundervoll gestaltet und der Grafikstil ist schön anzusehen. Ich hatte das Gefühl, dass es an fast jeder Ecke der Spielwelt irgendetwas zu finden gab und Erforschen und Neugier auch belohnt wird. Klar, es gibt massive Leerlaufzeiten, in denen nicht viel passiert, sie wirkten auf mich aber nicht allzu gravierend, da es einfach Spaß gemacht hat, die Gegenden zu erforschen. Finde daher Spielwelten, die etwas kleiner sind und massiv viel Inhalt haben immer noch designtechnisch am besten (Siehe Deus Ex oder Yakuza), BotWs Entwicklerteam hat es aber definitiv geschafft, die Spielwelt nicht leer oder trostlos erscheinen zu lassen. Spielerisch wirkt alles aus einem Guss.

      Man merkt einfach, dass das Entwicklerteam mit sehr viel liebe zum Detail an dem Spiel gearbeitet hat. Die Topwertungen im 10er-Bereich kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, Breath of the Wild ist dennoch ein fantastisches Spiel, dass jeder mal gespielt haben sollte. Kaufempfehlung gibt es zum Vollpreis und ich bin auch der Auffassung, dass das Spiel die Anschaffung einer Wii U oder Switch rechtfertigt.
    2007-2017 SpinDash
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